9 Sips For The Summer: Diese 9 Whiskys sind perfekt für heiße Sommertage

Über Whisky gibt es viele Vorurteile. Eines davon dürfte sein, dass man das “Wasser des Lebens” während der kalten Winterzeit trinkt. Am besten genieße man ihn dann auch noch bitteschön vor dem Kamin im Ledersessel in der heimischen Bibliothek während man sich gedankenversunken über den Bart streicht. Nun, es kann nur einen Nick Offerman geben! Whisky kann von jedem und jeder genossen werden und das zu wahrlich jeder Jahreszeit. Bei der heutigen Bandbreite an Single Malt Whiskys und Whiskeys findet sich ein Whisky für jede Gelegenheit und jedes Wetter. Von Malt bis Grain, von Single bis Blended und von Bourbon bis Rye – hier sind unsere Tipps für Whisk(e)ys während der heißen Sommtertage:

1. Compass Box Hedonism

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Wer würde sich als Einstieg nicht besser anbieten als ein Whisky von John Glaser’s Compass Box?! Inhaber John Glaser gilt als der Maverick der Whiskyszene. Sein unkonventionelles und leicht unverfrorenes Vorgehen ist genau der richtige Einstieg für das Thema Whisky im Sommer. So steht auf den Labels ihrer Blended Whiskys immer die genauen prozentualen Anteile der vermählten Whiskys. Dieser Blended Grain Whisky besteht aus Grain Whiskys der Brennereien Port Dundas und Cameron Bridge. Die hier vermählten Whiskys reiften zum größten Teil in First Fill Bourbon Barrrels. Daher sind die Karamellnoten auch so wunderbar ausgeprägt und werden von intensiven Vanillearomen begleitet, reife Früchte gesellen sich dazu und werden von etwas Eichenwürze ausbalanciert. Für den Sommer ist ein Grain Whisky mit seinen fruchtig-milden Aromen genaus das richtige. Hier hat man einen wunderbar dekadenten Genusswhisky, der seinem Namen alle Ehre bereitet. Wer möchte nicht den schönen Dingen des Lebens frönen?!

Hier geht’s zum Whisky: Compass Box Hedonism

2. Chichibu Ichiro’s Malt Double Distilleries

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Von unterschiedlichen Getreidesorten geht es über zu Gerstenmalz. Aber wir bleiben in der Kategorie der Blends. Dieser Blended Malt aus Japan verbindet Malt Whiskys der Brennerei Chichibu und der Lost Distillery Hanyu. In einem Wort: Sagenhaft! Frisch delikat mit vielen Kräuter- und Blumennoten, leichten Honignoten, fruchtigen Akzenten und einer erdigen und herben Malznote ist das ein Whisky mit dem man viel Zeit verbringen kann. Da es sich um einen japanischen Malt Whisky handelt, ist der Preis nicht gerade von schlechten Eltern. Wer den etwas tieferen Griff in die Tasche nicht scheut wird dafür mit einem absolut spannenden Whisky belohnt, der neben wunderbar vielschichtigen Aromen auch ein bisschen Brennereigeschichte eingefangen hat.

Hier geht’s zum Whisky: Chichibu Ichiro’s Malt Double Distilleries

3. The Epicurean Lowland Blended Malt

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Die Lowlands werden gerne übersehen, wenn es um Whisky geht. Tatsächlich gibt es derzeit auch nur sechs produzierende Malt Brennereien. Doch im Sommer kann der gemeinhin trockene und milde Stil dieser Region eine willkommene Abwechslung sein. Dieser Blended Malt punktet mit frischen Kräuternoten und einer delikaten Süße, die ihm ein bisschen urbanen Charme verpasst. Der Whisky ist Teil von Douglas Laings Regionalreihe und wird wie der Rest der Reihe auch ohne Farbstoff und Kühlfilterung abgefüllt. So kommen die eher zurückhaltenden Aromen vollständig zur Geltung. Subtil aber gut.
Hier geht’s zum Whisky: The Epicurean Lowland Blended Malt

4. Glenkinchie Distiller’s Edition

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Die Lowland Brennerei Glenkinchie ist für ihren leicht blumigen Stil mit trockenem Abgang bekannt. Bei der Distillers Edition wird dieser Stil mit den fruchtig-säuerlichen Noten des Amontillado-Sherry-Fasses komplementiert. Junge Pflaumen, weiße Trauben und trockenes junges Holz mit vielen Nussaromen ergeben einen leichten und angenehmen Sommer-Malt. Wenn ich im Sommer zu trockenem Riesling greife wenn es um wein geht, so ist dieser Single Malt das Whisky Pendant dazu.
Hier geht’s zum Whisky: Glenkinchie Distiller’s Edition

5. West Cork Single Malt mit Rum Cask Finish

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Die Iren produzieren schon genauso lange wie die Schotten das Wasser des Lebens. Doch genauso wie die Schreibweise von Whisky bzw. Whiskey sich leicht unterscheidet, so weichen auch die Stile der zwei Nationen voneinander ab. West Cork ist eine junge und dynamische Brennerei, die den leichten Whiskeystil ihrer Heimat gut repräsentieren und durch ihr interessantes Fassmanagement immer wieder spannende Variationen des vanillebetonten Irish Whiskey herausbringen. Dieser Single Malt mit Nachreifung in ehemaligen Rumfässern bringt dank diesem Finish ein bisschen Exotik in Form von leichten Kokosnussanklängen und Rumrosinen mit sich. Er ist genau das richtige um mit Freunden auf der Terrasse zu verweilen. Leicht, unkompliziert und lecker und zu einem richtig guten Preis. Wer es noch etwas erdiger und fruchtiger möchte, sollte hingegen den West Cork 12 Jahre mit Finish im Portweinfass austesten.

Hier geht’s zum Whiskey: West Cork Single Malt mit Rum Cask Finish

6. Amrut Raj Igala Single Malt Whisky

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Amrut ist eine Malt Brennerei aus Indien. Dass das Potenzial hat, beweist die Brennerei aus Bangalore schon seit einigen Jahren. Kein Age Statement, aber dafür jede Menge intensive Aromen zeichnen die Single Malt Whiskys von Amrut aus. Diese Ausgabe wurde nun mit Gerste aus Punjabi gebrannt (normalerweise wird aus Europa zugekauft, da Gerste besser in gemäßigtem Klima gedeiht). Es handelt sich also um einen durch und durch indischen Single Malt. Der Raj Igala ist nicht nur günstig, sondern kann mit besonders vollen Fruchtnoten und einer gewissen Zitrusfrische überzeugen. Vollmundig und ausgeglichen mit satter Honignote, der etwas ölig-cremiges innewohnt, sowie reife Pfirsichnoten, begleitet von frischeren Mangotönen bestimmen den Geschmack. Erinnert definitiv an Sommerurlaub und ist ein guter Einstieg in Single Malt aus Indien. Ganz großes Bollywood-Kino im Glas.

Hier geht’s zum Whisky: Amrut Raj Igala Single Malt Whisky

7. Kavalan Podium

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Der Kavalan Podium ist das Single Malt Pendant zum Compass Box Hedonism: Dekadenz in Form und Inhalt. Üppige Vanillenoten und viel, viel Frucht stürmen auf die Sinne ein. Richtig intensiv und einfach richtig lecker. Rumrosinen, intensive Karamelltöne, exotische Kokosnussaromen und frische Trauben zeichnen Bouquet und Geschmack aus. Zugegeben für einen Whisky ohne Altersangabe nicht gerade günstig, aber die Ex-Bourbonfässer haben im subtropischen Klimas Taiwans auch in kürzerer Zeit viele Aromen an den Whisky abgegeben. Ein genüssliches Vergnügen aus Fernost.
Hier geht’s zum Whisky: Kavalan Podium

8. Woodford Reserve Kentucky Straight Rye Whiskey

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Rye Whiskey erfreut sich wachsender Popularität und das nicht nur in seiner Heimat, den USA. Rye Whiskey ist etwas würziger als sein Bruder Bourbon. Dieser Rye Whiskey von Woodford Reserve ist ein schönes Beispiel: keine Zugabe von Farbstoff und ohne Kühlfilterung erfüllt er viele Kriterien, die auch Single Malt-Fans überzeugen können. Warum ihn das zu einem Sommerwhiskey für mich macht? Der Woodford Reserve Kentucky Straight Rye ist zwar würzig, trotzdem auch angenehm leicht mit schönen süßen Zimtnoten. Die Mash-Bill hat übrigens einen Roggenanteil von 53%. Starke Würze wird mit feinen Noten von frischem Obst (Birnen und Kirschen), gehackter Minze und einem süßen Hauch von Honig ausgeglichen. Eignet sich auch super als Manhattan oder – für Menschen wie mich, die eher etwas faul sind – als Highball.

Rezept für Highball

1 Highball Glas (hoch und schmal)
2-3 Eiswürfel
4 cl Woodford Reserve Kentucky Straight Rye Whiskey
4-6 cl Mineralwasser mit Kohlensäure

Hier geht’s zum Whiskey: Woodford Reserve Kentucky Straight Rye Whiskey

9. Blantons Original Single Barrel 

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Bourbon Whiskey ist im Idealfall ein Fest voll süßer Vanille- und Karamellnoten mit frischen Früchten. Bei manchen Abfüllungen schleicht sich aber auch gerne eine mal mehr mal weniger dezente Klebernote ein. Erfreulicherweise ist das bei diesem wunderbaren Single Barrel Bourbon von Blanton nicht der Fall. Er ist genau das, was ich an einem guten Bourbon schätze: jede Menge Karamell, Zitrusfrüchte, Pfirsicheistee und Honigmelone sowie leichter Zimtwürze. Da es sich um Einzelfassabfüllungen handelt, gibt es immer wieder leichte Abweichungen im Geschmacksprofil, warum es stets spannend bleibt. Da es sich um einen Straight Bourbon Whiskey handelt und kein Alter auf dem Etikett steht, ist er mehr als vier Jahre alt. Ob pur oder als Mint Julep: Dieser Whiskey lädt dazu ein sich im Garten mit einer Ausgabe des Klassikers “Vom Winde verweht” auf eine Hollywoodschaukel zu fläzen.

Mint Julep Rezept

1 Highball Glas
1 TL Zuckersirup
6-8 cl Bourbon
gecrushtes Eis
Minzblätter
Minze mit etwas Eis an- bzw. zerdrücken, Zucker und Whiskey dazugeben mit Eis Glas auffüllen und die Mischung gut umrühren – direkt servieren.

Hier geht’s zum Whiskey: Blantons Original Single Barrel

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