Bourbon als Kollateralschaden im transatlantischen Gerangel?

fass_label-tb

11.07.2017 – Beim G20-Gipfel gab es nicht nur ordentlich Krawall auf den Straßen, sondern auch hitzige Diskussionen zwischen den Landesoberhäuptern. Wie The Guardian berichtete, drohten die USA damit, Stahlimporte aus nationalen Sicherheitsgründen zu reduzieren. Sogleich konterte die EU mit möglichen Gegenmaßnahmen, die vor allem US-amerikanische Agrarprodukte, wie den Bourbon, betreffen könnten.

Sollte sich die Befürchtung bewahrheiten, würde es vermutlich zu hohen Zöllen für Bourbon kommen. Der Präsident der Europäischen Kommission, Jean Claude Juncker, sagte laut der Financial Times, dass es Europa sogar möglich wäre, innerhalb weniger Tage auf einen solchen Schlag zu reagieren und dass die Stimmung der EU zunehmend kämpferisch sei.

Natürlich läge der Schaden einer solchen Entscheidung nicht nur bei den Bourbon-Fans in Europa, sondern besonders auch beim US-Bundesstaat Kentucky und seinen Einwohnern. Dort werden nämlich derzeit 95% des Bourbons hergestellt. Entsprechend viele Menschen sind in der Branche beschäftigt, die um die Sicherheit ihrer Jobs bangen müssten. Auch mit einer hohen Einbuße an Steuereinnahmen müsste man rechnen. Letztlich würde es der gesamten Bourbon-Industrie schaden, worauf die Hersteller auch deutlich hinwiesen.

Während wir uns einen kleinen Vorrat anlegen, hoffen wir für alle Beteiligten, dass es zu einer anderweitigen Einigung zwischen den USA und der EU kommen wird. Das Licht am Ende des Tunnels signalisiert hoffentlich ein gutes Ende.

Abonnieren Sie doch gleich unseren Newsletter! So bleiben Sie stets auf dem Laufenden zu Neuerscheinungen und besonders interessanten Whiskys:




Ich möchte den regelmäßigen whic.de Newsletter erhalten. Die Abmeldung ist jederzeit möglich. Weitere Informationen finde ich dazu in der Datenschutzerklärung.

Kommentieren