Nikka erweitert Portfolio – um Gin und Vodka

Nikka-bol25.07.2017 – Die japanische Whiskymarke Nikka geht den umgekehrten Weg vieler junger Whiskybrennereien: nachdem seit vielen, vielen Jahren in den zwei Brennereien des Konzerns, Yoichi und Miyagikyo, Whisky produziert wird, kommt jetzt ein Gin und ein Wodka mit ins Programm. Der Nikka Coffey Gin und Nikka Coffey Wodka werden genau wie ihre Whisky Pendants – der beliebte Nikka Coffey Malt und Nikka Coffey Grain – in den alten Coffey Stills gebrannt, die einst aus Glasgow importiert wurden. Beide neuen Abfüllungen basieren auf Mais und Gerstenmalz.

Die Coffey Still ist eine frühe Continuous Still, welche von Aeneas Coffey erfunden wurde. Es heißt, dass die Coffey Still zu einem Brand mit intensiverem Geschmack führt, allerdings ist sie deutlich schwieriger zu bedienen als moderne Continuous Stills.

Der Nikka Coffey Wodka wird mit 40% Alkoholvolumen abgefüllt. Die Grundstoffe Mais und Gerstenmalz werden in der Coffey Still separat gebrannt und erst im Anschluss vermählt. Nach der Verdünnung wird der Wodka noch durch Birkenholzkohle gefiltert, was ihn besonders weich machen soll.

Der Nikka Coffey Gin enthält 11 Key Botanicals: Wacholder, Koriander, Angelikawurzel, Zitronen- und Orangenschale sowie typisch japanische Zutaten wie die Zitruspflanzen Yuzu, Amanatsu, Shīkuwāsā und Kabosu, Sansho Pfeffer und in Anknüpfung an Nikkas Unternehmenstradition: Apfelsaft. Denn während heute junge Whiskybrennereien die Durststrecke bis zur Erstabfüllung ihres Whiskys mit Gin,Wodka und anderen klaren Destillaten überbrücken, startete Nikka einst mit Apfelsaft. Er wird mit 47% Alkoholvolumen abgefüllt. Den ganzen Prozess von Destillation bis Bottling hat das Unternehmen in einem anschaulichen Schema dargestellt:

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Schaubild von Nikka zum Herstellungsverfahren des Nikka Coffey Gins

Nach dem ersten Destillationsvorgang, werden die Botanicals in drei unterschiedliche Geschmacksrichtungen gruppiert und so in drei Batches dem Destillat beigegeben. Sie sind sortiert nach pfeffrigen Noten, Zitrusnoten und klassischen Wacholderelementen. Nachdem die Botanicals im Destillat ziehen konnten, werden die drei Batches erneut in drei unterschiedlichen Pot Stills destilliert und am Ende mit Gerstenmalzdestillat und weiterem Maisdestillat zum Nikka Coffey Gin vermählt. Ein kompliziertes Blendingverfahren, das dem Blending im Whisky nicht unähnlich ist und auf jedem Fall der japanischem Liebe zum Detail treu bleibt.

Dass Nikka mit einer Reihe neuer Produkte aufwarten kann, verdanken sie dem Ausbau der Brennanlage von Miyagikyo 2016. Ende Juni 2017 erschienen der Gin und Wodka in Japan, in Europa und den USA soll er dann voraussichtlich ab September erhältlich sein.
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