Saint Patrick’s Day – 17. März

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Mit dem alljährlich am 17. März begangenen St. Patrick’s Day, der auch als „St. Paddy’s Day“ bekannt ist, gedenkt ganz Irland seines Nationalheiligen, des Bischofs Patrick, welcher der Überlieferung nach am 17. März des Jahres 461 (andere Quellen sprechen vom Jahr 493) verstarb. Weltweit feiern Iren und natürlich auch alle Fans der grünen Insel, nicht zu vergessen aber auch die Liebhaber irischen Whiskeys, seit dem frühen 17. Jahrhundert diesen Tag im Gedenken an den Schutzpatron Irlands mit einem Kirchgang, dem sich Umzüge und allerlei festliche Aktivitäten anschließen, die sich inzwischen über mehrere Tage erstrecken. Gleichzeitig dient der Saint Patrick’s Day als willkommene Gelegenheit, Gebräuche und Kultur Irlands weit über die Landesgrenzen hinaus zu propagieren.

Es ist allen Iren und den Freunden Irlands natürlich eine Ehre, sich an diesem Tag in Grün zu kleiden, der irischen Nationalfarbe, die der Sage nach auf das dreiblättrige Kleeblatt zurückgeht, mit welchem der Heilige Patrick seinen Gläubigen die Natur der heiligen Dreifaltigkeit zu erklären wusste. Dieses in Irland als „shamrock“ bekannte Kleeblatt ist obligate Zierde der Kleidung dieses Festtages. Besonders für Kinder ist es eine beliebte Unterhaltung, den Leprechaun zu suchen, einen kleinen Kobold aus der irischen Mythologie, der für allerlei Späße und Unfug verantwortlich gemacht wird.

Die Erwachsenen unterhalten sich derweil mit Guinness und natürlich jeder Menge irischen Whiskeys, wozu gerne Corned Beef, Kohl und Haferplätzchen genommen werden. In jeder irischen Bar wird traditionelle irische Musik gespielt, die in Deutschland vor allem durch die irische Folk-Band „The Dubliners“ bekannt wurde.

Die Sitte, Whiskey zu trinken, stammt aus einer uralten Legende, auf die sich jeder Ire gerne beruft – wenn er denn überhaupt eine „Entschuldigung“ für seinen Durst braucht! – Der Heilige Patrick übernachtete der Sage nach einmal in einem Gasthof, wo ihm der Wirt zum Abendessen ein nur kärglich eingeschenktes Glas Whiskey brachte. Saint Patrick erteilte ihm darauf eine Lehre, wohin sein Geiz führen würde: Er belehrte den Wirt, dass in seinem Keller ein Teufel sitze, der sich von dem durch den Geiz des Wirtes eingesparten Whiskey ernähre und immer fetter und fetter werde, während der Wirt selbst nichts davon habe, da die Gäste wegen seines Geizes zunehmend ausblieben.

Tatsächlich wurde der Wirt denn auch dieses Teufels in seinem Keller ansichtig und dadurch auf den Weg der Ehrlichkeit zurückgeführt. Als der Heilige Patrick ihn nach einiger Zeit wieder aufsuchte, wurde er mit einem gut gefüllten Glas Whiskey bedient, und als er ihn wieder in den Keller führte, sah er nur noch einen ganz abgemagerten Teufel, den er endgültig vertrieb. Der Heilige Patrick ermahnte seine Anhänger, an seinem Festtag ein Glas „hard stuff“ zum Gedenken zu trinken.

Seither genehmigen sich die Iren in einem Brauch, der als „drowning the shamrock“ bekannt ist, ein Glas irish Whiskey, den so genannten „Patrick’s Pot“, in welchem ein dreiblättriges Kleeblatt zur Erinnerung an diese Legende schwimmt. Wobei es freilich nicht bei diesem einen Glas bleibt…! Gerne werden auch verschiedene Irish Cocktails genommen, die natürlich in der Regel auf Basis eines echten Irish Whiskey komponiert werden:

1. Wild Irish Rose

6 cl Irish Whiskey (unsere Empfehlung Paddy Irish Whiskey)
1 cl Grenadine-Sirup
2 cl Lime Juice

Alle Zutaten in einem Highballglas auf viel Eis gerührt werden. Der leckere Drink wird durch Auffüllen mit Soda – am besten natürlich aus dem Siphon – vervollständigt.

2. Irish Coffee oder Caife Gaelach

Und natürlich darf auch der berühmte Irish Coffe nicht fehlen
1 hitzebeständiges Glas (vorzugsweise in Weinglasform, Glühweinkrug geht aber auch)
10 cl Kaffee mittlerer Röstung und 100 % Arabicabohnen (unsere Empfehlung: Lavazza d’oro oder Kimbo Gold)
4 cl Irish Whiskey (unsere Empfehlung: West Cork 10 Jahre oder Jameson Select Reserve Black Barrel)
3 TL brauner Zucker
3 cl frische Sahne, leicht geschlagen (bloß nicht zu fest)

Den Kaffee beispielsweise in einer ordentlichen Caffettiera kochen (wer es besonders stark mag, ansonsten geht auch eine French Press), zuckern und im Glas mit dem Irish Whiskey auffüllen. Derweil die Sahne leicht aufschlagen, darauf achten, dass sie noch zähflüssig genug ist, damit man sie über einen Löffel in das Kaffee-Whiskeygemisch fließen lassen kann. Der Löffel verhindert, dass sich Sahne und Kaffee mischen. Sofort servieren und genießen.
Übrigens kann man die Erfindung dieses Getränks auf einen ganz bestimmten Barkeeper zurückführen. Joe Sherridan servierte seinen „korrigierten” Kaffee am liebsten den Gästen der langen Transatlantikflüge in den 1940ern und 50ern am Flughafen Shannon. Der amerikanische Journalist und Pulitzerpreisträger, Stanton Delaplane, war so begeistert, dass er in seiner Heimatstadt San Francisco in der Bar seines Vertrauens, dem Buena Vista Café, das Getränk nachahmen ließ. Um den Irish Coffee korrekt reproduzieren zu können, flog Jack Koeppler, damaliger Besitzer des Cafés, sogar bis nach Shannon in Irland.

In diesem Sinne heben Sie Ihr Glas mit dem irischen Trinkspruch:

 Saint Patrick was a gentleman,
Who through strategy and stealth,
Drove all the snakes from Ireland,
Here’s a toasting to his health.

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