Glenfarclas

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Über Glenfarclas

Glenfarclas Distillery, SpeysideFoto: Andrew Abbott, via geograph.org.uk, (CC BY-SA 2.0)

Die Glenfarclas-Destillerie befindet sich bei Ballindalloch im Herzen der berühmten Speyside, am nördlichen Fuße des 840 m hohen Ben Rinnes, nur etwa 12 km westlich von Dufftown. Bereits 1836 gründete ein gewisser Robert Hay hier eine Whisky-Brennerei, für welche er freilich erst 1844 die offizielle Lizenz erhielt. „Glenfarclas“ bedeutet so viel wie „Tal des grünen Grases“ und verweist auf die Lage der Destillerie unweit des berühmten Spey-Flusses, von welchem die ganze Region ihren Namen bezieht. Häufige Nebel und die bergige Umgebung geben zusammen mit der Brennerei ein Bild ab, wie es für Schottland typisch ist – wild, urwüchsig und mehr karg als anmutig.

Wie schmeckt Glenfarclas Whisky?

Durch den exklusiven Einsatz von Sherryfässern bei der Produktion, werden alle Glenfarclas Single Malts von Sherrynoten begleitet. Es hat sich also ein ausgeprägter Hausstil entwickelt. Dennoch gibt es eine spannende Vielfalt mit unterschiedlichen Geschmacksausprägungen je nach Ausgabe. Komplexe und fruchtige Sherrynoten dominieren den Stil der Gelnfarclas Malts. Aromatische Malz- und Honigtöne betören mit einer weichen Wärme, die sehr langanhaltend ist. Genießen Sie diesen Scotch Whiskys beispielsweise als Digestif.

Wie wird Glenfarclas Whisky produziert?

Nach verschiedenen Erweiterungen verfügt man bei Glenfarclas über drei Wash Stills und drei Spirit Stills. Sie werden mit Gas erhitzt und erlauben eine Jahresproduktion von etwa drei Millionen Litern. Dies entspricht ungefähr zehn Millionen Flaschen Whisky. Diese sechs Stills gehören zu den größten Stills Schottlands und gelten als die größten der Speyside. Kugelförmige Ausbuchtungen direkt am Halsanfang der Stills bestimmen ihr Aussehen.
Der mit Heidekraut bedeckte Ben Rinnes liefert der Brennerei durch einen kleinen Bach das benötigte Wasser. Die Gerste stammt aus der umgebenden Landwirtschaft. Das Schmelzwasser der Berge läuft im Frühling und Sommer durch Torf und Fels, um dann als kristallklares und leicht säuerliches Quellwasser den Eingang in die Whiskyproduktion der Glenfarclas Brennerei zu finden. Die besondere Wasserqualität der Speyside sorgt für die hohe Dichte an Whiskybrennereien in der Region.

Glenfarclas nutzt fast ausschließlich spanische Sherryfässer, die für Oloroso und Fino Sherry in der Region um Sevilla genutzt wurden. Die Brennerei nutzt hauptsächlich Sherry Butts mit einem Fassungsvolumen von 500 Litern, aber auch 250 Liter Sherry Hogshead, die typischere Größe in Schottland. Gelagert werden die Fässer in traditionellen Dunnage Lagerhäusern, die sich schon seit den 1880ern bewähren. Dicke Steinwände und der aus festgestampfter Erde bestehende Boden sorgen für ein konstantes Mikroklima, die Temperaturschwankungen überschreiten nie 6 °C. Diese konstanten Temperaturen sorgen für einen langsamen und beständigen Reifeprozess.

Die Abfüllung erfolgt nicht bei Glenfarclas selbst, sondern bei den Edinburgher Profis von Broxburn Bottlers.

3 wichtige Glenfarclas Single Malts, die Sie nicht verpassen dürfen!

Der Standard-Whisky der Brennerei ist der mit 43 % Stärke abgefüllte Glenfarclas 12 Jahre, der sich im Glas in sehr angenehmem Bernsteingold zeigt. Er erzeugt in der Nase einen überraschend frischen und leichten Eindruck, dem eine schöne Sherry-Note sowie eine würzige Süße beigegeben ist. Nach einiger Zeit entdeckt man zudem einen Hauch von Eichenholz. Am Gaumen entwickelt sich ein kräftiger Körper, der neben den bereits genannten Elementen auch einen Hauch von Torf und von Heidekraut zur Geltung bringt. Der lange Abgang glänzt mit einer anhaltenden Würze, welche die allzeit vorhandene Sherrysüße veredelt. Dieser Whisky wurde beim Single Malt World Cup des Jahres 2006 zum „Best Sherried Whisky“ gekürt!

Besonders fein ist der gleichfalls mit 43 % Alkoholgehalt abgefüllte Glenfarclas 21 Jahre, der sich nach der langen Fassreifung mit der Farbe von dunklem Bernstein vorstellt. Sein kräftiges Bouquet wird von Aromen von Sherry, Muskatnuss, Mandeln und tropischen Früchten gekennzeichnet, die von einer angenehm erfrischenden Zitrusnote und einem Hauch von Vanille unterlegt sind. Am Gaumen mit einem üppigen Körper gesegnet, entwickeln sich alsbald reiche fruchtige Noten, die von rauchigen Elementen und deutlichen würzigen Eindrücken verfeinert werden. Sein außergewöhnlich langes Finish glänzt mit schokoladigen Noten und betört mit einer besonders feinen Samtigkeit, ergänzt von einem dezenten rauchigen Eindruck.

In Deutschland vielleicht am bekanntesten ist der Glenfarclas 105 Cask Strength, der mit extrem kräftigen 60 % abgefüllt wird. Er glänzt im wahrsten Sinne des Wortes mit einer tiefgoldenen Farbe und verführt die Nase mit seinem komplexen Bouquet, das mit deutlich holzigen Noten aufwarten kann, die durch die intensive Fruchtigkeit von frischen Äpfeln und Birnen aufgehellt werden. Eine feine Toffee-Süße ergänzt diesen Eindruck. Trocken und beeindruckend am Gaumen, ist der Glenfarclas 105 trotz seiner Stärke von erstaunlich mildem Charakter, mit einer feinen Würze ausgestattet und von feinem Sherry und einem Hauch von Eichenholz umweht. Im langen Abgang entdeckt man feine rauchige Noten, die einen sehr runden und perfekt ausgewogenen Geschmackseindruck vervollständigen.

Geschichte der Glanfarclas Brennerei

Robert Hay verstarb im Jahr 1865, und John Grant erwarb die Brennerei zum Preis von 511 Pfund und 19 Shilling. Grant war übrigens der Ururgroßvater des heutigen Besitzers. Dieser war ursprünglich ein begüterter Bauer und mehrfach ausgezeichneter Viehzüchter aus dem nahen Glenlivet, der in erster Linie an der Rechlerich Farm interessiert war. Auf deren Gelände befand sich nämlich die Brennerei. Die Aufsicht über den Neuerwerb überließ er deshalb auch seinem Sohn, John Grant, der die Leitung der Brennerei wiederum zunächst an John Smith weitergab. Erst als dieser 1870 Glenfarclas verließ, um seine eigene Brennerei mit dem Namen Cragganmore zu gründen, kümmerte er sich selbst auch um Glenfarclas. Seine Söhne, George und John, konnten diese nach anfänglich erheblichen Schwierigkeiten den Whisky von Glenfarclas zu einem Erfolgsprodukt machen, das bis heute zum von ihnen gegründeten Familienunternehmen J. & G. Grant (also John & George Grant) gehört. Damit ist Glenfarclas heute eine der wenigen schottischen Whisky-Brennereien in Privatbesitz, die stolz auf ihre Unabhängigkeit sein kann.

Als Ende der 1960er Jahre eine ganze Reihe von Blendern wegen der sich verstärkenden Absatzkrise von schottischen Whisky-Blends die Lieferverträge mit Glenfarclas aufkündigte, nahm man dies dort zum Anlass, die jetzt unverkäuflichen Fässer für längere Zeit einzulagern. Auf diese Weise entstand das heute riesige Lager an alten Fässern, welche die Grundlage für die berühmten „Family Casks“ von Glenfarclas bilden. Bis heute gibt es von diesen Family Casks insgesamt 43 Abfüllungen, und zwar eine für jeden Jahrgang zwischen 1952 und 1994 – weitere werden folgen! Alle diese Family Casks werden in Fass-Stärke und ohne farbliche Anpassung abgefüllt. 2006 erkor das einflussreiche „Whisky Magazine“ Glenfarclas zum „Distiller of the Year“, der eine über lange Zeit sehr gute Qualität und Beständigkeit verfügt und stets seinen traditionellen Werten treu geblieben ist.

Heutiger Leiter von Glenfarclas ist John L.S. Grant, der nun bereits die fünfte Generation der Grants von Glenfarclas vertritt – und die sechste Generation steht bereit: Sein Sohn, George Grant Jr., arbeitet seit 2000 bei Glenfarclas mit und fungiert derzeit als Brand Ambassador für die Marke. - Hierbei ist noch anzumerken, dass die Glenfarclas-Grants mit anderen Grant-Familien, wie zum Beispiel jenen von Glenfiddich, über keine verwandtschaftlichen Beziehungen verfügen!

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