Bester Whisky 2019 – Guter Whisky im Überblick

Die besten Whiskys des Jahres Blogbanner

Jährlich werden die besten Whiskys gekürt von den unterschiedlichsten Herausgebern und Enthusiasten. Diese können vor allem Einsteigern eine Hilfe bei der Auswahl ihrer ersten Drams sein. Doch wie lässt sich eigentlich ein guter Whisky oder sogar „der beste“ Whisky objektiv bestimmen? Ein Evergreen-Kriterium, das gleichzeitig von subjektiven Einflüssen frei ist, sind die Verkaufszahlen. Je mehr Menschen einen Whisky kaufen, desto mehr trinken ihn. Ausgehend davon, dass niemand schlechten Whisky trinken möchte, müsste das doch bedeuten, dass es sich dabei um einen guten Tropfen handeln muss – oder? Ein weiterer wirtschaftlicher Ansatz ist das Preis-Leistungs-Verhältnis. Was bekomme ich für mein Geld? Ist das Geschmackserlebnis tatsächlich so viel wert oder verlangen die Hersteller deutlich zu viel? Das Merkmal, das jedoch in den meisten Rankings zu recht an oberster Stelle steht, ist ganz klar das Erscheinungsbild und der Geschmack des Whiskys. Dem Genuss sollte immer am meisten Gewicht beigemessen werden, da sind sich vermutlich alle einig. Auf welche der Bestenlisten Sie sich verlassen möchten, liegt allein in Ihrer Hand. Legen Sie mehr Wert darauf, viele der entscheidenden Kriterien vertreten zu sehen und ein annähernd objektives Bild zu bekommen, können Sie sich an die Sieger großer Whiskypreise oder die Aufstellung von Whisky Advocate halten. Vertrauen Sie lieber auf den Gusto geübter Profis, die mit ihrer jahrelangen Erfahrung einen feinen Gaumen entwickelt haben, sollten Sie sich die Favoriten von „Whisky-Papst“ Jim Murray oder dem Szene-Blogger Serge Valentin von whiskyfun.com einmal genauer ansehen.

Inhaltsverzeichnis

  1. Bestenliste der Whisky Bible von Jim Murray
  2. Bestenliste von Serge Valentin und whiskyfun.com
  3. Bestenliste des Whisky Advocate
  4. World Whiskies Awards

Bestenliste der Whisky Bible von Jim Murray

  1. Bestenliste 2019
  2. Wer ist eigentlich Jim Murray?
  3. Welche Kriterien spielen bei der Auswahl eine Rolle?

Die besten Whiskys laut Jim Murray’s Whisky Bible 2019

Wie in jedem Jahr hat Whiskylegende Jim Murray wieder seine Bestenlisten herausgegeben – die Whisky Bible 2019. Das Besondere der Whisky Bible ist die Differenziertheit der Kategorien. Neben den drei besten Whiskys des Jahres und dem besten Single Cask gibt es eine Vielzahl von Abstufungen, angefangen bei den Herkunftsländern, über die unterschiedlichen Whiskysorten bis hin zu verschiedenen Altersgruppen. So wird fast jedem Whisky eine Chance gegeben, einen Titel zu erlangen. Außerdem bekommen Leser eine Übersicht über die derzeitige Welt der Whiskys. Wer sind denn nun aber die von Murray gekürten Gewinner?

1. WILLIAM LARUE WELLER 128.2 PROOF (BUFFALO TRACE ANTIQUE COLLECTION 2017)

Der Kentucky Straight Bourbon ist ein dauerhafter Favorit von Jim Murray. Seit 2012 war der William Larue Weller nahezu jedes Jahr unter den besten 3 in der Whisky Bible. Auch die Abfüllung von 2017 scheint wieder überzeugt zu haben und bekommt den Titel World Whisky of the Year 2019. Mit seinen 128.2 Proof (das entspricht etwa 64,1 Vol.-%) haut er ordentlich rein und zeugt von intensiver Karamellsüße und Fruchtigkeit. Die Buffalo Trace Antique Collection, zu der dieser Whiskey gehört, ist eine jährliche Serie mit jeweils 3 Bourbon und 2 Rye Whiskeys. Jedes Jahr stürzen sich sämtliche Bourbonfans darauf, sodass die Flaschen schnell vergriffen sind.

2. GLEN GRANT 18 JAHRE

Ein klassischer Single Malt Scotch Whisky aus dem Hause Glen Grant sichert sich neben den beiden Amerikanern seinen Platz auf dem Siegertreppchen. Auch in der Whisky Bible von 2017 und 2018 wurde der Glen Els unter den Top 3 gelistet. Seit 2016 existiert die Kreation bereits und beglückt die Whiskyfans mit ihren malzig-nussigen und süß-würzigen Noten.

3. THOMAS H. HANDY SAZERAC 127.2 PROOF (BUFFALO TRACE ANTIQUE COLLECTION 2017)

Auch einer der beiden Rye Whiskeys aus der jährlichen Buffalo Trace Antique Collection 2017 schafft es, das Herz von Jim Murray zu erobern. Mit dem Titel des „3rd Finest Whisky in the World“ ist er gut bedient. Nach einem zurückhaltenden Aroma zeigt der Sazerac seine Facetten mit fruchtiger Melone, süßem Honig und würzigem Ingwer. Leider schaffen es die Abfüllungen dieser Collection nicht offiziell nach Europa und sind daher für deutsche Bourbonliebhaber so gut wie nicht zu bekommen.

Bester Single Cask Whisky: BLANTON’S GOLD EDITION SINGLE BARREL BOURBON 2017

An der Single Cask Front räumt ebenfalls ein Amerikaner ab. Auch diesem Gewinner geben süße Züge den Ton an. Interessanterweise ist der Blanton’s Gold Edition offiziell nicht in den Vereinigten Staaten zu haben, sondern wird ausschließlich exportiert. Das steigert zwar die Chance, einen von ihnen zu bekommen (zumal es sich hier um eine dauerhafte Auflage handelt), allerdings geht die Wahrscheinlichkeit gegen Null, eine Flasche zu bekommen, die aus genau dem gleichen Fass abgefüllt wurde, wie die hier verkostete.

Hier ist die vollständige Liste mit den Gewinnern jeder Kategorie:

Scotch Whisky

Scotch Whisky des Jahres: Glen Grant 18 Jahre
Single Malt des Jahres (Multiple Casks): Glen Grant 18 Jahre
Single Malt des Jahres (Single Cask): The Last Drop Glenrothes 1969 Cask 16207
Scotch Blend des Jahres: Ballantine’s 17 Jahre
Scotch Grain des Jahres: Berry Bros & Rudd Cambus 26 Jahre
Scotch Vatted Malt des Jahres: Collectivum XXVIII Diageo Special Releases 2017

Single Malt Scotch Whisky

No Age Statement: Laphroaig Lore
10 Jahre & jünger (Multiple Casks): Laphroaig 10 Jahre
10 Jahre & jünger (Single Cask): Berry Bros & Rudd Ardmore 9 Jahre
11-15 Jahre (Multiple Casks): Lagavulin 12 Jahre Diageo Special Releases 2017
11-15 Jahre (Single Cask): Cadenhead’s Rum Cask Mortlach 14 Jahre
16-21 Jahre (Multiple Casks): Glen Grant 18 Jahre
16-21 Jahre (Single Cask): Bowmore 19 Jahre The Feis Ile Collection
22-27 Jahre (Multiple Casks): Talisker 25 Jahre 2017
22-27 Jahre (Single Cask): Scotch Malt Whisky Society Glen Grant Cask 9.128 24 Jahre
28-34 Jahre (Multiple Casks): Convalmore 32 Jahre Diageo Special Release 2017
28-34 Jahre (Single Cask): Gleann Mor Port Ellen Aged 33 Jahre
35-40 Jahre (Multiple Casks): Benromach 39 Jahre 1977 Vintage
35-40 Jahre (Single Cask): Glenfarclas The Family Casks 1979
41 Jahre & älter (Multiple Casks): Tomatin Warehouse 6 Collection 1972
41 Jahre & älter (Single Cask): The Last Drop Glenrothes 1969 Cask 16207

Blended Scotch Whisky

No Age Statement (Standard): Ballantine’s Finest
5-12 Jahre: Johnnie Walker Black Label 12 Jahre
13-18 Jahre: Ballantine’s 17 Jahre
19 – 25 Jahre: Royal Salute 21 Jahre (auch in der grünen Emerald Flagon und der blauen Sapphire Flagon Verion erhältlich)
26 – 50 Jahre: Royal Salute 32 Jahre Union of the Crowns

Irish Whiskey

Irish Whiskey des Jahres: Redbreast 12 Jahre Cask Strength
Irish Pot Still Whiskey des Jahres: Redbreast 12 Jahre Cask Strength
Irish Single Malt des Jahres: Bushmills Distillery Reserve 12 Jahre
Irish Blend des Jahres: Bushmills Black Bush
Irish Single Cask des Jahres: The Irishman 17 Jahre

American Whiskey

Bourbon des Jahres: William Larue Weller 128.2 Proof
Rye des Jahres: Thomas H. Handy Sazerac 127.2 Proof
US Micro Whisky des Jahres: Garrison Brothers Balmorhea
US Micro Whisky des Jahres (Runner Up): Balcones Peated Texas Single Malt

Bourbon Whiskey

No Age Statement (Single Barrel): Blanton’s Gold Edition Single Barrel
No Age Statement (Multiple Barrels): William Larue Weller 128.2 Proof
Bis 10 Jahre: Eagle Rare 10 Jahre
11 – 15 Jahre: Pappy Van Winkle Family Reserve 15 Jahre
16 – 20 Jahre: Abraham Bowman Sweet XVI Bourbon
21 Jahre & älter: Orphan Barrel Rhetoric 24 Jahre

Rye Whiskey

No Age Statement: Thomas H. Handy Sazerac 127.2 Proof
Bis 10 Jahre: Knob Creek Cask Strength
11 Jahre & älter: Sazerac 18 Jahre (2017 Edition)

Kanadischer Whisky

Kanadischer Whisky des Jahres: Canadian Club Chronicles Issue No. 1 Water of Windsor 41 Jahre

Japanischer Whisky

Japanischer Whisky des Jahres: The Hakushu Paul Rusch

Europäischer Whisky

Europäischer Whisky des Jahres (Multiple): Nestville Master Blender 8 Jahre (Slovakia)
Europäischer Whisky des Jahres (Single): The Norfolk Farmers Single Grain Whisky (England)

Welt Whiskys

Asiatischer Whisky des Jahres: Amrut Greedy Angels 8 Jahre (India)
Bester Whisky der südlichen Halbkugel: Belgrove Peated Rye (Australia)

Wer ist eigentlich Jim Murray?

Den Namen Jim Murray ist jedem Whiskykenner mit Sicherheit schon einmal zu Ohren gekommen. Doch wer ist dieser Mann eigentlich und was berechtigt ihn dazu, eine „Bibel“ über Whisky herauszubringen? Jim Murray wurde 1957 im Süden Englands geboren. Als Teenager hatte er bereits eine eigene Fernsehsendung und war längere Zeit unter anderem als Sport-Journalist tätig. Sein erstes Whisky-Buch drehte sich ausschließlich um Irish Whiskey und wurde 1994 veröffentlicht. Danach folgten weitere umfangreiche Fachbücher über Whisk(e)y bevor er 2003 schließlich seine erste „Whisky Bible“ herausbrachte. Seitdem erscheint das Werk jedes Jahr. Heute kann man ihn getrost als führenden Whisky-Autor betiteln. Doch nicht nur in der Theorie macht er eine gute Figur. 1975 besuchte er zum ersten Mal eine Whisky-Brennerei (Talisker), mittlerweile geht man davon aus, dass kein anderer Mensch so viele Brennereien gesehen hat wie er. Zeitweise hat er sogar in seiner Freizeit dort gearbeitet. Im Zuge seiner Arbeit an der Whisky Bible seit über einem Jahrzehnt hat er vermutlich so viele Whiskys probiert, wie kaum ein anderer. In jeder Ausgabe werden etwa 4000 Whiskys vorgestellt, davon sind immerhin 1000 neue Abfüllungen. Auch ohne die unbekannten Zahlen der Whiskys, die er zuvor in seiner privaten Zeit bereits probiert hat, kommt hier eine enorme Menge verkosteter Kreationen zusammen. Mit seinem theoretischen Wissen und seiner jahrelangen Praxis und daraus gewonnenen Expertise wird er wohl nicht zu Unrecht „Whisky-Papst“ genannt.

Welche Kriterien spielen bei der Auswahl eine Rolle?

Murray bewertet die Whiskys auf einer 100-Punkte-Skala. Entscheidend sind dafür das Aroma, der Geschmack, der Abgang und die allgemeine Ausgewogenheit, die jeweils 25 Punkte ausmachen. Kriterien, die den Preis betreffen werden bei dieser Liste außenvor gelassen. Außerdem ist die Bewertung, da sie durch eine einzige Person geschieht, sehr subjektiv.

Bestenliste von Serge Valentin und whiskyfun.com

Inhaltsverzeichnis

  1. Bestenliste 2018
  2. Bestenliste 2017
  3. Wer ist eigentlich Serge Valentin?
  4. Welche Kriterien spielen bei der Auswahl ein Rolle?

Die besten Whiskys 2018 laut Serge Valentin von whiskyfun.com

Viele Whiskyliebhaber verfolgen den englischensprachigen Blog whiskyfun.com, der von Serge Valentin ins Leben gerufen wurde. Fast täglich werden hier Tasting Notes verschiedenster Whiskys veröffentlicht. Aus dieser Vielzahl werden monatliche Favoriten herausgepickt und daraus hervor gehen schließlich die jährlichen „Gewinner“. Das Schöne an dieser Bestenliste: sie enthält neben drei anderen von Serge selbst erstellten Kategorien eine „Malternative“, also eine Alternative zu Whisky, beispielsweise Rum, sodass man sich auch über andere Spirituosen auf dem Laufenden halten kann.

Hier sind die Gewinner der vier Kategorien für 2018:

Recent Bottling (neue Abfüllung): Rare Ayrshire 1974/2018 44 Jahre (53%, Signatory Vintage, 30th Anniversary, Bourbon Barrel, Fass #2606, 122 Flaschen) – WF 93

Older Bottling (ältere Abfüllung): Ardbeg 18 Jahre ‚Special Liqueur‘ (91.3° US proof, OB, USA, Kraus Import New York, 4/5 quart, 1930s) – WF 95

Bang for your Buck Bottling (Preis-Leistungs-Knüller): Kilkerran 8 Jahre(55.7%, OB, 2017)- WF 91

Malternative (Alternative zu Whisky): Bellevue 19 yo 1998/2018 (59.7%, Hunter Laing, Kill Devil, Guadeloupe, 254 Flaschen)- WF 93

Da viele der älteren Bottlings für Ottonormalverbraucher kaum erschwinglich sind, möchten wir uns der „Bang for your Buck“-Kategorie noch einmal genauer widmen. Hier sind deshalb die von Serge auserwählten monatlichen Preis-Leistungs-Hits aus 2017:

Januar: Ben Nevis 10 Jahre
Februar: Kilchoman Loch Gorm
März: Ardbeg 10 Jahre
April: keinen
Mai: Caol Ila 2006/2017
Juni: Kilkerran 8 Jahre
Juli: Allt-A-Bhainne 2008/2016 7 Jahre
August: Port Charlotte 2002/2018 15 Jahre
September: Ben Nevis 2010/2018 7 Jahre
Oktober: Talisker 2009/2018 8 Jahre
November: Ballechin 10 Jahre
Dezember: Sonoma Bourbon (2018)

Die besten Whiskys 2017 laut Serge Valentin von whiskyfun.com

Hier sind die Gewinner der vier Kategorien für 2017:

Recent Bottling (neue Abfüllung): Springbank 1994/2017 23 Jahre (50.6%, The Nectar of the Daily Drams) – WF 94

Older Bottling (ältere Abfüllung): Ardbeg 1965/1990 24 Jahre (54.4%, Cadenhead, black dumpy, 75cl) – WF 95

Bang for your Buck Bottling (Preis-Leistungs-Knüller): Springbank 10 Jahre(46%, OB, +/-2017) – WF 92

Malternative (Alternative zu Whisky): West Indies Dark Rum 1948/1991 (49%, Samaroli, 800 bottles) – WF 95

Da viele der älteren Bottlings für Ottonormalverbraucher kaum erschwinglich sind, möchten wir uns der „Bang for your Buck“-Kategorie noch einmal genauer widmen. Hier sind deshalb die von Serge auserwählten monatlichen Preis-Leistungs-Hits aus 2017:

Januar: keinen
Februar: Springbank 10 Jahre (der Jahresgewinner)
März: Glen Garioch 12 Jahre
April: Benromach 10 Jahre
Mai: Bruichladdich 10 Jahre „The Laddie Ten Second Edition“
Juni: Aberlour ‚A’bunadh‘ Batch #57
Juli: Vega 1993/2017 23 Jahre
August: Speyside 1973/2017 43 Jahre
September: Highland Park 2007/2016
Oktober: Lagavulin 12 Jahre „Special Release 2017“
November: Craigellachie 1995/2016 21 Jahre
Dezember: Ledaig 2004/2016 12 Jahre

Wer ist eigentlich Serge Valentin?

Serge wurde 1960 in dem gemütlichen Städtchen Turckheim in Frankreich geboren. Seit 2002 gehört er einer Gruppe Whiskyenthusiasten, den Malt Maniacs, an. Nahezu jedes der Mitglieder pflegt seine eigene Webseite, so auch Serge. Ebenfalls im Jahr 2002 fing mit seiner Internetpräsenz whiskyfun.com sein Erfolg an. Hauptberuflich in der Werbebranche tätig, verbringt er wöchentlich ein paar Stunden mit der Verköstigung neuer (und alter) Whiskys und der Aktualisierung seines Blogs. Fast täglich können sich seine Leser an neuen Tasting Notes erfreuen. Mittlerweile hat Serge weit über 10.000 Whiskys probiert und seine Eindrücke mit der Welt geteilt. Obwohl es sich hier um ein (zwar sehr gut gepflegtes) Hobby handelt, vertrauen viele auf sein scharfsinniges und immer auch humorvolles Urteil. Die Reviews von Serge werden so oft im Internet geteilt wie die kaum eines anderen. Doch er glänzt nicht nur hinsichtlich seiner großen Erfahrung dank der vielen genossenen Whiskys, sondern hat seine Fanbase auch aus persönlichen Gründen. Dank seiner Auffassung, das ganze nicht zu ernst zu nehmen und seiner lockeren Art gelingt es ihm nicht nur neue Whiskyinteressenten ins Boot zu holen, sondern auch seine treuen Anhänger immer wieder mit neuen Einträgen zu beglücken. Eine besondere Zuneigung hegt der Whiskyblogger übrigens gegenüber der Lost Distillery Brora, deren Geschichte er auf seiner Webseite ausführlich beschreibt.

Welche Kriterien spielen bei der Auswahl eine Rolle?

Was Serge immer wieder betont, ist, dass es sich bei der Favouritenliste von whiskyfun.com nicht um irgendwelche Awards handelt. Es geht lediglich um eine subjektive Aufzählung der besten von ihm probierten Whiskys. Entsprechend subjektiv gestaltet sich die Auswahl. Außer in der Kategorie „Bang for your Buck“, bei der auch die Finanzen berücksichtigt werden, wird kein anderes Kriterium verwendet als der persönliche Geschmack von Serge. So ganz nach Gutdünken passiert das allerdings nicht. Serge nutzt für seine Bewertungen das SGP-System. Die Buchstaben SGP stehen für verschiedene Geschmacksrichtungen: Sweet/Fruity, Grainy/Grassy und Phenolic/Smoky. Jede dieser Geschmacksrichtungen kann von 0 bis 9 bewertet werden. Daraus entsteht eine dreistellige Zahl, die einen Überblick über das Geschmacksprofil des Whiskys geben soll. Es ist zwar eine wenig detaillierte Aufstellung (Rauch und Fleisch oder Porridge und Bier sind jeweils in einer gemeinsamen Kategorie untergebracht), aber sorgt für eine möglichst simple Orientierung. Außerdem gibt Serge immer eine weitere Zahl an, die an die Bewertungsskala von Jim Murray erinnert. Wonach genau er die Punkte nun verteilt ist zwar nicht ganz klar, es ist aber davon auszugehen, dass ein Whisky ab 70 Punkten als „trinkbar“ eingestuft werden kann, ab 80 Punkten als gut bis sehr gut und ab 90 Punkten als hervorragend und außergewöhnlich köstlich.

Bestenliste des Magazins Whisky Advocate

Das amerikanische Fachmagazin zum Thema Whisky veröffentlicht jährlich eine Bestenliste. Mit viel Sorgfalt werden die 20 besten Whiskys und Whiskeys des Jahres herausgefiltert und entsprechend gekürt.

Inhaltsverzeichnis

  1. Bestenliste 2018
  2. Bestenliste 2017
  3. Wer stellt die Liste zusammen?
  4. Welche Kriterien spielen für die Auswahl eine Rolle?

Whisky Advocate Bestenliste 2018:

05.12.2018 – Das US-amerikanische Fachmagazin Whisky Advocate veröffentlicht dieser Tage seine Bestenliste für das laufende Jahr 2018. 20 unterschiedliche Whisk(e)ys werden insgesamt auserkoren. Wir stellen die ersten 10 genauer vor.

1. NIKKA FROM THE BARREL

Wir wussten es schon lange: der Nikka From The Barrel ist ein Top-Whisky aus Japan. Im Gegensatz zu vielen anderen Landsleuten ist das Preis-Leistungsverhältnis hervorragend. In Fassstärke abgefüllt erhält man einen wunderbar kräftigen Tropfen.  Es handelt sich um einen Blend aus feinem Grainwhisky sowie Yoichi- und Miyagikyo Single Malt Whiskys.

Warum The Whisky Advocate ihn auf Platz 1 setzte: Erst 2018 erschien dieser Klassiker in den USA. Europäische Whiskyenthusiasten dürfen schon länger in den Genuss kommen. Auch Jeffery Lindenmuth verweist auf das gute Preisleistungsverhältnis des Nikka – gerade für einen japanischen Whisky, der auch für kleines Geld mit jeder Menge Aromen strotzt: „Notably balanced and elegant, the colorful palette of whiskies combines for tremendous depth of flavor.“

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2. KNOB CREEK CASK STRENGTH RYE

Rye Whiskey erlebt derzeit eine Renaissance und so verwundert es nicht weiter, dass eine dieser Kreationen es auf den zweiten Platz geschafft hat. Der fassstarke Knob Creek ist offensiv und überzeugt damit. Karamellgetränkter Flan, verkohlte Marshmallows und honiggeröstete Erdnussaromen führen zu mundfüllenden Noten tropischer Früchte, Zitrusöl und Pfirsichnektar. Zitrusfrucht, Zimt und Pfeffer bestimmen den Nachklang.

Warum The Whisky Advocate ihn auf Platz 2 setzte: Der Knob Creek beeindruckt durch Extreme: er ist intensiv, zäh, gewaltig, sehr kühn und aggressiv. „This 9 year old, unfiltered, cask-strength bottling simply presents heaps of flavor for a fair price.“ Laut Jefferey Lindenmuth punktet dieser Rye mit seiner intensiven Geschmacksvielfalt und seinem guten Preis-Leistungs-Verhältnis.

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3. JACK DANIEL’S SINGLE BARREL HERITAGE BARREL

Wie jeder andere Tennessee Whiskey wird der Heritage Barrel dem Charcoal Mellowing unterzogen, bei dem das Destillat mehrere Tage durch eine drei Meter dicke Schicht aus Zuckerahorn-Holzkohle sickert. Danach wurde er mit 100 Proof (50 Vol.-%) in stark getoastete, leicht verschmorte Fässer gegeben, wie sie im 19 Jahrhundert verwendet wurden. Diese wurden dann an den höchsten und damit wärmsten Plätzen in den Lagerhäusern positioniert. Erdnussbutter-Cracker, Honig, dunkle Pflaumen und Lebkuchen dominieren das Aroma. Geschmacklich zeigt sich dieser Jack sehr intensiv mit dunkler Schokolade, Früchten Piment Gewürznelken und edler Eiche. Insgesamt wirkt er wunderbar lebendig und schwungvoll.

Warum The Whisky Advocate ihn auf Platz 3 setzte: Susannah Skiver Barton bezeichnet diesen Whisky als „…inspiring surprise from America’s largest whiskey maker“ und „pure bliss“. Sie meint: „Longtime Jack fans will find a lot to love here, as will those who haven’t revisited the brand in years.“ Damit ist er also auch ein Tipp für alle Einsteiger in der Welt der amerikanischen Whiskeys.

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4. PORT CHARLOTTE 10 JAHRE

Dieser Port Charlotte verbrachte seine 10-jährige Reifephase überwiegend in First-Fill American Oak, aber auch in Second-Fill American Oak und Second-Fill French Wine Casks. Wie üblich ist auch dieser Port Charlotte ordentlich torfig, lässt daneben aber dennoch maritime Noten, die Süße von Karamell, Kokosnuss und Früchten zu.

Warum The Whisky Advocate ihn auf Platz 4 setzte: Hier spielt vermutlich neben dem überzeugenden Geschmack die Verfügbarkeit des Whiskys eine entscheidende Rolle, denn Gavin D. Smith schreibt: „After many limited releases, we finally have a permanent age-statement expression of Port Charlotte.“

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5. CROWN ROYAL NOBLE COLLECTION 13 JAHRE BLENDERS‘ MASH (KANADA)

Die Mash Bill dieses Blended Whisky besteht zu 60% aus Mais, 36% aus Roggen und 4% aus gemälzter Gerste. Nach dem Brennvorgang wurde der New Make 13 Jahre in Eichenfässern gelagert. Die vergleichsweise lange Reifezeit ließ den Blenders‘ Mash sehr komplex werden. Hauptsächlich wird der Charakter von cremigem Karamell, Vanille, würzigem weißen Pfeffer, dunklen Früchten, floralen Tönen und intensiven Eichennoten bestimmt. In die Flaschen kommt der Blend mit 45 Vol.-%.

Warum The Whisky Advocate ihn auf Platz 5 setzte: „The Crown Royal blending lab has so perfected the art of blending that each whisky becomes a seamless unit. Blenders’ Mash is a rare opportunity to taste a component of that unit.“ Davin de Kergommeaux hebt das perfekt aufeinander abgestimmte Gefüge der einzelnen Zutaten hervor, das diesen Whisky „outstanding“ macht.

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6. ARMORIK DOUBLE MATURATION (FRANKREICH)

Von französischen Whiskys hört man selten. Jetzt schafft es dieser Armorik Double Maturation aber sogar unter die ersten 10 in dieser Bestenliste. Diesen Tropfen verdanken wir der Warenghem Distillery, die seit über 20 Jahren Single Malt Whisky herstellt. Er reifte in zunächst in französischer Eiche und wurde anschließend in First-Fill Sherryfässern gefinisht. Der Armorik zeigt sich würzig und floral, mit Aromen von Zitrusfrüchten, Kirschen, Himbeermarmelade, gesalzenen Nüssen und herzhaftem Tabak.

Warum The Whisky Advocate ihn auf Platz 6 setzte: Man bekommt bei den Worten von Jurorin Susannah Skiver Barton das Gefühl, dass dieser Whisky vor allem deshalb gewählt wurde, um auf französischen Single Malt Whisky aufmerksam zu machen. Natürlich kann er auch geschmacklich punkten. Die Rede ist von „perfumy aromas that lift up its malt-forward character“ und „a satisfying creamy texture“.

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7. LAPHROAIG 10 JAHRE CASK STRENGTH (BATCH #010)

Der fassstarke Laphroaig wurde statt einer Kältefiltration lediglich einem „barrier filtering“ unterzogen, einer Filtermethode, mit der Holzkohlepartikel entfernt werden. Dadurch kann der Whisky mit mehr Intensität, ausgeprägteren Aromen und Geschmacksnoten glänzen. Außerdem verleiht es dem Single Malt ein seidiges Mundgefühl, was bei dem klassischen Laphroaig 10 Jahre nicht zu finden ist. In der Nase begegnen uns medizinische Krankenhausaromen zusammen mit Torfmalz, Vanille, Zitrone und Salzwasser. Am Gaumen werden sie von Fleisch- und Kakaopulvernoten unterstützt, bis phenolische, medizinische und süße Malznoten den Abschluss bilden.

Warum The Whisky Advocate ihn auf Platz 7 setzte: „A must-have Laphroaig that represents a big step up in intensity“, findet Gavin D. Smith und lobt hier vor allem die Intensität.

»Hier geht’s zum klassischen Laphroaig 10 Jahre

8. GLENDRONACH 15 JAHRE REVIVAL

Drei Jahre war Der 15-jährige Glendronach wegen fehlendem Nachschub von der Bildfläche verschwunden, in diesem Jahr wurde er mit veränderter Rezeptur neu aufgelegt. Gleich blieb die Lagerung in Pedro Ximénez und Oloroso Sherryfässern, die ihm die für Glendronach charakteristischen Gewürz-, Frucht- und Schokoladennoten im Überfluss schenkte. Sie verschmelzen nahtlos und mit befriedigender Komplexität zu einem großartigen After-Dinner-Dram.

Warum The Whisky Advocate ihn auf Platz 8 setzte: Der Grund für die Platzierung ist schlicht und einfach. Laut Gavin D. Smith ist der Glendronach 15 Jahre Revival „…one of the very best sherried single malts of its age on the market“.

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9. 1792 BOTTLED IN BOND

„Bottled in Bond“ steht für vier Dinge: der Whiskey ist mindestens vier Jahre gereift, mit 100 Proof (50 Vol.-%) abgefüllt, in einer Brennerei und während nur einer Brennsaison destilliert. Doch der 1792er Bourbon erfüllt nicht nur diese Kriterien, sondern glänzt außerdem mit einer Kombination aus Süße und Würze. Geröstete Eiche, schokolierte Banane, Vanille, Apfel und Zimtkaffee bestimmen das Aroma. Am Gaumen werden dank des hohen Roggenanteils in der Maische pfeffrige Töne laut, die sich mit Backgewürzen vermengen und von samtigem Karamell und Lakritze umschlossen werden.

Warum The Whisky Advocate ihn auf Platz 9 setzte: Die relativ neue Bezeichnung „Bottled in Bond“ und damit verbundene Wertschätzung der Whiskeys hat laut Jefferey Lindenmuth einen guten Grund. Hier weiß man, was man hat. In diesem Fall einen gut ausbalancierten Bourbon, über dessen Kauf man wegen des günstigen Preises nicht lange nachdenken muss. Außerdem ist er „leicht zu haben“.

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10. BELLE MEADE CASK STRENGTH RESERVE (BATCH #5)

Der Charakter des fassstarken Bourbon aus Indiana erinnert an einen Jahrmarkt. Noten von Red Hots (amerikanische Zimt-Süßigkeit), Traubenlimo, Brombeerbonbons, Karamellschokolade, kandierten Äpfeln und geröstetem Mais lassen unser Herz höher schlagen. Kombiniert mit üppiger Euche und einem pfeffrigen Abgang, der von Cherry Cola und gerösteten Pekannüssen begleitet wird, entsteht ein rundum wohliger, komplexer Whiskey. Da der Belle Meade Fassstärke hat, die sich zwischen 55 und 60 Vol.-% bewegt, lässt er sich auch mit etwas Wasser verdünnt genießen.

Warum The Whisky Advocate ihn auf Platz 10 setzte: So ganz genau ist hier keine Begründung zu finden, aber wer wird nicht gerne mit solch‘ süßen Düften in die unbeschwerte Kindheit zurückversetzt?! Jurorin Susannah Skiver Barton scheint in ihrer Beschreibung jedenfalls überzeugt.

Die Plätze 11-20 in der Kurzübersicht:

11. LITTLE BOOK CHAPTER 2 “NOE SIMPLE TASK”
12. FORTY CREEK UNITY
13. VIRGINIA DISTILLERY CO. CIDER CASK FINISHED (BATCH 3)
14. HIGH WEST DOUBLE RYE! (BATCH 18A23)
15. KILCHOMAN LOCH GORM 2018
16. GREEN SPOT CHATEAU MONTELENA
17. PENDERYN CELT
18. GLENDALOUGH 13 JAHRE MIZUNARA FINISH
19. WEST CORK GLENGARRIFF SERIES PEAT CHARRED CASK
20. SIERRA NORTE SINGLE BARREL YELLOW

Whisky Advocate Bestenliste 2017:

17.11.2017 – Das sind die 10 besten Whisk(e)ys, die Whisky Advocate für das Jahr 2017 auserkoren hat: Top-20-blog-banner

1. ELIJAH CRAIG BARREL PROOF B517

Der fassstark abgefüllte Elijah Craig Barrel Proof B517 ist der Sieger. Mit seiner Intensität im Geschmack und dem dazugehörigen unschlagbaren Preis von circa 60 US$ hat er das Rennen gemacht. Den einnehmenden süßen Karamell- und Kuchenteignoten folgen kandierte Nüsse und Tabakblätter und schließlich ein trockenes Kakaofinish. Auch dass die Batchverfolgung leichter möglich ist, bringt dem Bourbon Pluspunkte ein.

Warum The Whisky Advocate ihn auf Platz 1 setzte: Der wichtigste Grund, der zu dieser Entscheidung führte, ist wohl sein wunderbares Preis-Leistungsverhältnis. So sagt Jeffery Lindenmuth: „It is a mouth-filling, deeply satisfying whiskey, amazingly palatable even at full proof, that will delight many drinkers at a great price—virtues we can all agree on.“

2. GLENMORANGIE ASTAR 2017 RELEASE Auf den zweiten Platz hat es die Neuauflage eines beliebten Single Malts aus der schottischen Glenmorangie Brennerei geschafft. Der süße Glenmorangie Astar ist fasstark und hat entsprechend angenehme 52,5 % Alkoholgehalt zu bieten. Er vereint in sich Karamell, Honig und Nuss mit würzigem Ingwer und einem Hauch Muskatnuss. Dazu gibt es einen kleinen Frischekick dank der fruchtigen Zitrus- und Minznoten.

Warum The Whisky Advocate ihn auf Platz 2 setzte: Laut Gavin Smith erreichen bei diesem Single Malt die typischen Aromen und Geschmäcker von Glenmorangie, „floral, with rose hips and orange blossom“, ein ganz neues Level an Intensität. Das sorgt für einen üppigen und besonders ausgeglichenen Genuss.

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3. WILD TURKEY MASTER’S KEEP DECADES

Der 52%-ige Bourbon aus Kentucky ist ein Vatting aus Fässern verschiedenster Altersklassen zwischen 10 und 20 Jahren. Er ist dadurch besonders komplex und intensiv im Geschmack. Erdige Noten, sowie frisch gemähtes Gras und Pilze vereinen sich mit Zartbitterschokolade und Leder, die dann wiederum von feinen Kräuter- und Holznoten abgelöst werden. Süße Karamell- und Zimtfacetten runden diesen Whisky ab.

Warum The Whisky Advocate ihn auf Platz 3 setzte: Laut Fred Minnick zeigt dieser Whisky eines besonders schön, nämlich „[…] the potential of combining extremely old stocks into batches with younger barrels to build a great whiskey.“

4. LAGAVULIN 12 JAHRE NATURAL CASK STRENGTH (2017) Dieser Lagavulin ist Teil der Special Releases Reihe 2017 des Konzerns Diageo und bietet mit seinen 12 Jahren und der intensiven Cask Strength von 56,5% Vol. einen fulminanten Auftakt.  Schwer, rauchig und intensiv verbindet dieser Single Malt alles was man sich von einem Islay Whisky erhofft, und steigert es in seine extremste Form.

Warum The Whisky Advocate ihn auf Platz 4 setzte: „This is Lagavulin at its very best: bold, yet complex and satisfying;[…]all merging into a balanced and eminently drinkable whole. “ Laut Gavin Smith ist es der Whisky mit dem besten Preis-Lesitungsverhältnis aus der – zugegebenermaßen teuren – Special Releases Serie von Diageo. Darüber hinaus stimme die Qualität und der 12-jährige in Fassstärke sei der beste Beweis warum man Lagavulin auch jung trinken kann.

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5. RAMPUR SINGLE MALT WHISKY (INDIEN)

Nach Amrut und Paul John kommt nun wieder ein vielversprechender Single Malt aus Indien. Multivitaminsaft und Lychees begegnen einem hier ebenso wie Trockenfrüchte, karamellisierte Birnen und Wintergewürze wie Zimt.  Leicht herbe Noten in Form von Eichenholz und eine gewisse Schärfe wie bei schwarzem Pfeffer zeichnen diesen indischen Single Malt aus.

Warum The Whisky Advocate ihn auf Platz 5 setzte: „[…]biscuity malt aromas that undergird a cornucopia of tropical melon, papaya and soft yellow jackfruit.“ So wie wir sieht es auch Susannah Skiver Barton, die der Meinung ist, dass sich dieser Spross der Radico Khaitan Brennerei in die gleiche Tradition qualitativ hochwertiger Single Malts wie Amrut und Paul John einreiht. Ein Botschafter guten Geschmacks aus Indien.

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6. ARDBEG AN OA

Der Ardbeg An Oa ist ein rauchig-süßer, gut abgerundeter, 46,6-prozentiger Single Malt. Es handelt sich um ein Vatting aus frisch ausgebrannten Eichenfässern, ehemaligen PX-Sherry- sowie First Fill Bourbon Casks. Eine Altersangabe trägt diese Abfüllung nicht. “Singularly rounded” also einzigartig rund – so soll er jedenfalls schmecken und verweist damit auf seinen Namen: Mull of Oa ist die abgerundete Landspitze, die die Brennerei Ardbeg vor dem stürmischen Atlantik schützt.

Warum The Whisky Advocate ihn auf Platz 6 setzte: „Die-hard Ardbeg fans should have no complaints, and new converts have a real treat in store.“ Laut Gavin Smith macht er das, was ihm an Öligkeit fehlt, mit seinem komplexen Aromenspiel wieder wett.

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7. COMPASS BOX SPICE TREE EXTRAVAGANZA

Mit dem Compass Box Spice Tree Extravaganza werden vor allem Genießer süßer Whiskys ihre Freude haben: Erdnusskrokant, Karamell, geröstete Kokosnuss, süßer saftiger Apfel und rote Früchte bestimmen das Aroma und anfänglich den Geschmack, bevor Ingwer und Nelken durchscheinen und einen durchdringend würzigen Nachklang einleiten. Um diesen Geschmack zu kreieren hat Blender John Glaser beim Compass Box Spice Tree Extravaganza seine typische, umständliche Vorgehensweise unter Beweis gestellt. Grundsätzlich besteht dieser Blend zu 60% aus Clynelish, zu 20% aus Dailuaine und ernthält außerdem 20% Teaninich. Diese Rezeptur lagerte dann für weitere vier Jahre in leicht getoasteten, Refill- und stark getoasteten Fässern, die sowohl aus französischer als auch amerikanischer Eiche bestanden. Um das Ganze perfekt zu machen, fügte er zuletzt auch noch in Sherryfässern gereiften Glen Ord, Benrinnes und Allt-a-Bhainne hinzu. Und voilà: fertig ist einer der besten 10 Whiskys dieses Jahres.

Warum The Whisky Advocate ihn auf Platz 7 setzte:  „The elaborate process is typical of maverick blender John Glaser, but it’s his results that count.“ Laut Jonny McCormick ist der Prozess, den sich der Master Blender hier einfallen lassen hat, zwar umständlich, aber er liefert wunderbare Ergebnisse.

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8. TAMDHU BATCH STRENGTH BATCH NO. 2

Ein intensiver Fassstärkewhisky aus dem Sherryfass. Kräftig, rund, viel Sherry, sehr intensive Gewürznoten, getrocknete Datteln und Aprikosen, sowie Walnussnoten zeichnen diesen Scotch aus.  Für alle Fans vom ausgezeichneten Aberlour a’bunadh, ist dieser Whisky eine schöne Alternative.

Warum The Whisky Advocate ihn auf Platz 8 setzte: Laut Susannah Skiver Barton wird Tamdhu oftmals übersehen, doch würde er sich gut gegenüber anderen sherrylastigen Single Malts durchsetzen: „this underappreciated Speyside whisky compares well with more famous sherry bombs by offering a sweet, savory, slightly funky depth.“

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9. BRUICHLADDICH ISLAY BARLEY 2010

An der Atlantikküste, auf der Insel Islay, wächst die traditionell angebaute Gerste für Bruichladdichs Islay Barley. Er ist von hellgoldener Farbe, zu der nicht nur das ansprechende Flaschendesign, sondern auch die Verpackung passt. Sein Aroma ist eine beeindruckende Mischung aus Heidekraut, Wacholder und Weißdorn, die sich zu einem floralen Bouquet zusammentun. Bruichladdich fällt etwas aus der Reihe mit seinen nicht-rauchigen Ausgaben. Doch dieser Single Malt zeigt, dass es auf der Insel mehr als nur Rauch gibt, was den Whisky von dort zu einem besonderen Geschmackserlebnis macht.

Warum The Whisky Advocate ihn auf Platz 9 setzte: Laut Gavin Smith zeigt hier Bruichladdich was Terroir bedeutet und egal ob man daran glaubt oder nicht, überzeugt der Whisky durch seine frischen und malzigen Aromen: „In addition to Islay Barley’s ambitious pursuit of true single-origin whisky, this is a real gem for its ginger and tobacco aromas,[…].“

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10. GLEN MORAY 18 JAHRE

Glen Moray 18 Jahre ist ein Single Malt Whisky aus schottischen Region Speyside. Dieser Glen Moray Whisky wurde mit soliden 47,2% Vol. abgefüllt. Die Reifezeit betrug stolze 18 Jahre in aktiven First Fill Fässern aus amerikanischer Weißeiche, daher rühren auch die vollmundigen Vanillenoten und interessanten Karamellakszente. Der Single Malt Whisky wurde nicht kühlgefiltert, somit sind kompromisslos alle aromenbringenden Öle und Ester erhalten.

Warum The Whisky Advocate ihn auf Platz 10 setzte: “ […]this lovely Speyside 18 year old hearkens back to the good old days of single malt.“ Laut Adam Polonski beschwört dieser Single Malt die „guten alten Zeiten“ herauf als man noch überall guten Whisky zu günstigen Preisen bekam. Glen Moray schaffe dies nicht zuletzt durch seinen relativ unbekannten Namen und überzeugendem Geschmack.

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Wer stellt die Liste zusammen?

The Whisky Advocate hat eine eigene 100-Punkte-Skala, nach der Whiskys in jeder Saison von Kritikern für den Buyers Guide bewertet werden. Er dient dazu, Whiskyfreunden die Wahl ihrer nächsten Investition zu erleichtern. Diese Bewertung wird als Grundlage für die letztendliche Entscheidung verwendet. Ein Gremium bestehend aus internationalen Beurteilern ist dann für den Feinschliff verantwortlich. Was genau dabei gemacht wird und welche Kriterien eigentlich für die Auswahl entscheidend sind, können Sie im nächsten Abschnitt nachlesen.

Welche Kriterien spielen für die Auswahl eine Rolle?

Zunächst könnte man vermuten, dass es bei der hier getätigten Auswahl lediglich um den Geschmack geht. Dies ist allerdings nur zum Teil richtig. Natürlich ist der Geschmack der ausschlaggebendste Aspekt. Bei der Vorauswahl gibt es allerdings mehr Aspekte, die im Interesse der Whiskybegeisterten bei der Bewertung mit einfließen. Nachdem die Whiskys wie in jeder Saison nach der 100-Punkte-Skala von The Whisky Advocate dem Geschmack nach bewertet wurden, gibt es anschließend weitere Kriterien mithilfe derer eine Eingrenzung vorgenommen wird: Zum einen ist das der Wert, der anhand des Preises ermittelt wird, und zum anderen die Verfügbarkeit. The Whisky Advocate achtet also auch darauf, dass die Whiskys nicht nur lecker, sondern auch für die breite Masse erschwinglich und zugänglich sind. Die verbliebenen Whiskys werden anschließend in einem Blind Tasting verkostet. Hier ist der Geschmack das Einzige, was bewertet werden kann. Weder Herkunft oder Hersteller noch Preis oder Alter fließen hier mit ein. Heraus kommen dann die besten Whiskys in Hinsicht auf Preis-Leistung und Verfügbarkeit.

World Whiskies Awards

Anders als Jim Murray in seiner Whisky Bible gibt es bei den World Whiskies Awards nicht ein paar Sieger, die über die Kategorien erhaben sind. In Sachen Geschmack werden hier die besten Whiskys nach Kategorien gesucht. Damit gibt es ein paar mehr Gewinner, als auf einem Siegertreppchen Platz hätten.

Inhaltsverzeichnis

  1. Bestenliste 2019
  2. Bestenliste 2018
  3. Wer stellt die Liste zusammen?
  4. Welche Kriterien spielen für die Auswahl eine Rolle?

World Whiskies Awards 2019

In diesem Jahr wurden zwei neue Kategorien für die Auswahl kreiert. Zum einen gibt es neuerdings den „World’s best Tennessee Whiskey“, zum anderen ist der „World’s beste New Make“ dazugestoßen. Letzterer soll vermutlich die Kategorie „World’s best White Dog“ ersetzen, die es in diesem Jahr nicht mehr gibt.

Hier sind nun die Gewinner aller Kategorien aus dem Jahr 2019:

World’s best Blended: Suntory Hibiki 21 Jahre (Japan)

World’s best Blended Limited Release: Ichiro’s Malt & Grain Limited Edition 2019 (Japan)

World’s best Blended Malt: Taketsuru Pure Malt 25 Jahre (Japan)

World’s best Bourbon: Four Roses Limited Small Batch 130th Anniversary Edition (USA)

World’s best Canadian Blended: J. P. Wiser’s 35 Jahre

World’s best Corn: Ironroot Republic Hubris Straight Corn Whiskey (USA)

World’s best flavoured Whisky: Heritage Brown Sugar Bourbon (USA)

World’s best Grain: Fuji-Gotemba Small Batch Single Grain 25 Jahre (Japan)

World’s best Pot Still: The Temple Bar Single Cask 14 Jahre (Irland)

World’s best Rye: Stork Club Straight Rye Whisky (Deutschland)

World’s best Single Cask Single Malt: Sullivans Cove French Oak TD0217 (Australien)

World’s best Single Malt: Teeling 24 Jahre Old Vintage Reserve (Irland)

World’s best Wheat: Bainbridge Battle Point Two Islands Hokkaido Mizunara Cask (USA)

World’s best New Make: Stauning Whisky Curious Peat Smoke Malted Rye New Make (Dänemark)

World’s best Tennessee Whiskey: Uncle Nearest 1856 Premium Aged Whiskey

Da für die Wahl der weltbesten Whiskys zwangsläufig die besten Kreationen eines jeden Landes unter die Lupe genommen werden, gibt es natürlich in einigen Kategorien die Besten ihres Landes. Für die Blended und Single Malt Whiskys wollen wir uns die Landessieger noch einmal anschauen:

Best Blended

Bester japanischer Blended: Suntory Hibiki 21 Jahre (Gewinner)

Bester amerikanischer Blended: Breckenridge PX Sherry Cask Finish

Bester schottischer Blended: Johnnie Walker 18 Jahre

Bester australischer Blended: Starward Two-Fold Double Grain

Bester französischer Blended: Breizh Whisky Breton Blend

Bester indischer Blended: All Seasons Whisky

Bester irischer Blended: Dunville’s Three Crowns Peated Whiskey

Bester myanmarischer Blended: Grand Royal Special Reserve

Bester südafrikanischer Blended: Three Ships Premium Whisky 5 Jahre

Best Blended Limited Release

Bester japanischer Blended Limited Release: Ichiro’s Malt & Grain Limited Edition 2019 (Gewinner)

Bester irischer Blended Limited Release: Teeling Stout Cask

Bester schottischer Blended Limited Release: Black Bull 10 Jahre Rum Finish

Bester englischer Blended Limited Release: Lakes The ONE Sherry

Bester neuseeländischer Blended Limited Release: That Boutique-y Willowbank Batch 1

Best Blended Malt

Bester japanischer Blended Malt: Taketsuru Pure Malt 25 Jahre

Bester amerikanischer Blended Malt: Port Cask Finished Virginia Highland Whisky

Bester schwedischer Blended Malt: Mackmyra Brukswhisky

Bester englischer Blended Malt: Lakes Steel Bonnets

Best Single Cask Single Malt

Bester australischer Single Cask Single Malt: Sullivans Cove French Oak TD0217 (Gewinner)

Bester amerikanischer Single Cask Single Malt: Moylan’s ADI Workshop American Single Barrel Single Malt

Bester japanischer Single Cask Single Malt: Mars Komagatake 1990 27 Jahre No. 1040

Bester schottischer Speyside Single Cask Single Malt: Tandhu Single Cask Distillery Team Edition

Bester österreichischer Single Cask Single Malt: Waldviertler Dark Single Malt Peated J.H.

Bester belgischer Single Cask Single Malt: Belgian Owl Intense

Bester französischer Single Cask Single Malt: Armorik Single Cask No. 3524 Pedro Ximenez

Bester deutscher Single Cask Single Malt: Glen Els Single Madeira Cask Woodsmoked

Bester niederländischer Single Cask Single Malt: Millstone Single Cask PX 1998

Bester neuseeländischer Single Cask Single Malt: Thomson Whisky Zeitgeist Single Cask

Bester taiwanischer Single Cask Single Malt: Kavalan Distillery Reserve Rum Cask Single Cask Strength

Best Single Malt

Bester irischer Single Malt: Teeling 24 Jahre Old Vintage Reserve (Gewinner)

Bester amerikanischer Single Malt: Sons of Liberty Battle Cry Sauternes Finish

Bester kanadischer Single Malt: Two Brewers Yukon Single Malt Whisky Release 9 Special Finish

Bester japanischer Single Malt: The Hakushu Single Malt Whisky 25 Jahre

Bester schottischer Lowlands Single Malt: Alisa Bay Sweet Smoke 1.2

Bester schottischer Speyside Single Malt: Benriach 35 Jahre

Bester schottischer Highlands Single Malt: Glenmorangie Grand Vintage Malt 1989

Bester schottischer Islay Single Malt: Bunnahabhain 25 Jahre

Bester schottischer Campbeltown Single Malt: Glen Scotia 25 Jahre

Bester schottischer Islands Single Malt: Arran the Bothy Quarter Cask

Bester australischer Single Malt: Hellyers Road Slightly Peated 10 Jahre

Bester belgischer Single Malt: Belgian Owl Identité

Bester dänischer Single Malt: Stauning Røg – Peat and Heather Smoked Single Malt Whisky

Bester ägyptischer Single Malt: Devlin Egypt’s First Single Malt Whisky

Bester englischer Single Malt: Cotswolds Founder’s Choice

Bester deutscher Single Malt: Glen Els Ember

Bester indischer Single Malt: Paul John Classic Select Cask

Bester niederländischer Single Malt: Millstone Sherry Cask 12 Jahre

Bester südafrikanischer Single Malt: Three Ships Premium Single Malt Whisky 10 Jahre

Bester schwedischer Single Malt: High Coast The Festival 2018

Bester neuseeländischer Single Malt: Thomson Whisky Manuka Smoke

World Whiskies Awards 2018

Hier sind die Gewinner der Kategorien aus dem Jahr 2018:

World’s best Blended: Johnnie Walker Gold Label Reserve (Großbritannien)

World’s best Blended Limited Release: Ichiro’s Malt & Grain (Japan)

World’s best Blended Malt: Taketsuru 17 Jahre (Japan)

World’s best Bourbon: 1792 Full Proof Kentucky Straight (USA)

World’s best Canadian Blended: J.P Wiser’s Dissertation

World’s best Corn: Balcones True Blue 100 (USA)

World’s best flavoured Whisky: Heritage Brown Sugar Bourbon (USA)

World’s best Grain: Bain’s Cape Mountain Whisky (Südafrika)

World’s best Pot Still: Ransom The Emerald (USA)

World’s best Rye: 291 Colorado Rye Whiskey Aspen Stave Finished (USA)

World’s best Single Cask Single Malt: Sullivans Cove American Oak Single Cask HH0351 (Australien)

World’s best Single Malt: Hakushu 25 Jahre (Japan)

World’s best Wheat: Bainbridge Battle Point Two Islands Islay Cask (USA)

World’s best White Dog (nur Stunden, wenige Tage oder Wochen gereift): St. Kilian Distillers White Dog (Deutschland)

Da für die Wahl der weltbesten Whiskys zwangsläufig die besten Kreationen eines jeden Landes unter die Lupe genommen werden, gibt es natürlich in einigen Kategorien die Besten ihres Landes. Für die Blended und Single Malt Whiskys wollen wir uns die Landessieger noch einmal anschauen:

Best Blended

Bester schottischer Blended: Johnnie Walker Gold Label Reserve (Gewinner)

Bester amerikanischer Blended: Breckenridge PX Sherry Cask Finish

Bester japanischer Blended: Hibiki 21 Jahre

Bester irischer Blended: Hyde No. 6 Special Reserve

Best Blended Limited Release

Bester japanischer Blended Limited Release: Ichiro’s Malt & Grain (Gewinner)

Bester slowakischer Blended Limited Release: Nestville First Slovakian Whisky

Bester kanadischer Blended Limited Release: Gooderham & Worts Little Trinity 17 Jahre

Bester schottischer Blended Limited Release: Berry Bros. & Rudd Own Selection Blue Hanger 11th Release

Bester irischer Blended Limited Release: Teeling Stout Cask

Best Blended Malt

Bester japanischer Blended Malt: Taketsuru 17 Jahre (Gewinner)

Bester amerikanischer Blended Malt: Port Cask Finished Virginia-Highland Whisky

Bester schottischer Blended Malt: Octave The Huntly

Best Single Cask Single Malt

Bester australischer Single Malt Single Cask: Sullivans Cove American Oak Single Cask HH0351 (Gewinner)

Bester amerikanischer Single Malt Single Cask: Balcones Texas Single Malt Single Barrel

Bester niederländischer Single Malt Single Cask: Millstone 1996 American Oak

Bester französischer Single Malt Single Cask: Armorik French Oak Single Cask

Bester irischer Single Malt Single Cask: Dunville’s 17 Jahre VR PM Rum Finish

Bester schottischer Speyside Single Malt Single Cask: Glen Moray 1994 Sherry Cask Finish

Bester taiwanischer Single Malt Single Cask: Kavalan Solist Port Cask Strength

Bester kanadischer Single Malt Single Cask: Stalk & Barrel Single Malt

Bester japanischer Single Malt Single Cask: Ichiro’s Malt The Single Cask #2067

Best Single Malt

Bester japanischer Single Malt: Hakushu 25 Jahre (Gewinner)

Bester amerikanischer Single Malt: Westland Peat Week 2017

Bester österreichischer Single Malt: Rauchkofel First Release

Bester belgischer Single Malt: Gouden Carolus Single Malt

Bester niederländischer Single Malt: Millstone 2010 Heavy Peated

Bester englischer Single Malt: Cotswolds Inaugural Release

Bester französischer Single Malt: Armorik Maitre de Chai 2017

Bester schwedischer Single Malt: Box Singel Malt Whisky The Festival 2017

Bester kanadischer Single Malt: Shelter Point Artisanal Single Single Malt

Bester indischer Single Malt: Amrut Naarangi

Bester irischer Single Malt: The Temple Bar 15 Jahre

Bester schottischer Campbeltown Single Malt: Glen Scotia Campbeltown 1832

Bester schottischer Lowlands Single Malt: Glenkinchie 12 Jahre

Bester schottischer Highlands Single Malt: GlenDronach Parliament 21 Jahre

Bester schottischer Speyside Single Malt: Benromach 15 Jahre

Bester schottischer Islands Single Malt: The Arran Malt 18 Jahre

Bester schottischer Islay Single Malt: Bunnahabhain 25 Jahre

Bester australischer Single Malt: Sullivans Cove Double Cask DC087

Bester taiwanischer Single Malt: Omar Cask Strength Bourbon Cask #11140702

Bester italienischer Single Malt: Puni Sole

Wer stellt die Liste zusammen?

Bei den World Whiskies Awards gibt es eine Jury, die jedes Jahr aus anderen Mitgliedern bestehen kann. Wie genau man Juror werden kann, wird auf der Webseite nicht ganz klar. Es könnte entweder so sein, dass diejenigen, die Lust darauf haben, sich bewerben können oder dass die Leute von den Herausgebern der Awards angefragt werden. Beide Szenarien sind denkbar und so wirkt es auf den ersten Blick recht willkürlich. Allerdings wird bei der jährlichen Auswahl der Jury-Mitglieder durchaus darauf geachtet, dass sie sich im Metier auskennen. Von Whisky-Bloggern, über bekannte Journalisten aus dem Bereich und Getränkefachhändlern bis hin zu bekannten Experten der Industrie ist alles vertreten. Vor allem in der entscheidenden letzten Runde, in der es darum geht, die weltbesten Whiskys zu krönen, wird Wert auf besondere Expertise gelegt. Hier wird die Jury um namhafte Distiller und Whisky-Experten ergänzt. Alles in allem wird jährlich ein guter Mix aus Mainstream-Vertretern und Underdog-Liebhabern zusammengestellt, die in ihrer Gesamtheit zu Ergebnissen kommen, die den unterschiedlichen Vorlieben der Konsumenten gerecht werden.

Welche Kriterien spielen für die Auswahl eine Rolle?

Für die Auswahl der weltbesten Whiskys gibt es zwei relevante Faktoren: der Geschmack und das Design. Wir wollen uns hier jedoch ausschließlich auf den Geschmack konzentrieren, da dieser Punkt im Vordergrund steht und beide Aspekte komplett separat voneinander beurteilt werden. Beim Geschmack werden die Whiskys, die zu einer Kategorie zählen, miteinander verglichen. Wie man anhand der Gewinnerlisten sehen kann, sind die Kategorien sehr differenziert – nach Art, Alter und Herkunft der Whiskys. Jeder eingereichte Whisky wird innerhalb der Einteilung verortet und entsprechend von den Jurymitgliedern verkostet und mit den Konkurrenten verglichen. Dabei werden drei unterschiedliche Runden durchlaufen, an deren Ende die weltbesten Whiskys jeder Kategorie gekürt werden.

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