Die schönsten Whiskyerinnerungen des „Inner Circle“ zur Weihnachtszeit

21.12.2018 Ende November hatten wir unsere große Whisky-Adventskalender-Verlosung. Die einzige Voraussetzung für die Teilnahme an der Verlosung – neben dem Mindestalter – war: „Erzähl uns Deine schönste Whiskyerinnerung“. Innerhalb kürzester Zeit erhielten wir zig Antworten, darunter wirklich tolle Geschichten. Hier teilten Menschen große und kleine Momente ihres Lebens mit uns. Ein steter Begleiter dabei: Whisky und der Sinn für Genuss und das Schöne im Leben.  Mittlerweile sind die 4 Kalender verlost und die Sieger haben die Samples genießen können. Der Whisky ist getrunken. Die Erinnerungen aber bleiben und deshalb möchten wir einige der schönsten hier veröffentlichen, denn es wäre schade diese Geschichten nicht zu teilen.

Geschichten, die bewegen

Markus schreibt: „Ich komme immer mehr in das Thema Whisky rein.
Dieses Jahr die erste Messe, die erste Bestellung in eurem Onlineshop und die ersten Whiskybücher.
Aber seit knapp 3 Jahren habe ich eine Whisky Weihnachtstradition.
An Heilig Abend wenn die Geschenke in der Familie verteilt werden, man zusammen im Wohnzimmer sitzt und die Plätzchen genießt, gönne ich mir ein Glas Whisky ? , manchmal auch zwei.
Und das erste Mal war zugleich das schönste Mal.
Mein Vater war im Vorjahr nicht über Weihnachten zuhause, da er für längere Zeit in einer Klinik war. Zum ersten Mal haben wir nicht als Familie zusammen den Heiligen Abend verbracht, seit 24 Jahren.  
Die Stimmung war traurig und bedrückt.
Das machte das erste Weihnachten danach, als wir wieder zusammen feiern konnten, umso schöner.
An diesem Abend genoss ich einen Highland Park 12 Jahre, den mir mein Vater schenkte.  
Ich bin in dieser hektischen Welt immer dankbar wenn ich die Ruhe und die Zeit finde mich einfach hinzusetzen und ein Glas des Wassers des Lebens genießen kann.
Jedes Jahr gibt es nun etwas Neues zum probieren. “

Torsten schreibt:“Meine schönste Erinnerung hatte ich dieses Jahr: Ich bin Anfang des Jahres schwer erkrankt und war mit einer Lebensphase konfrontiert, die ich so nie wieder erleben möchte. Über Monate hinweg kämpfte ich mich durch bedrohliche Momente, lange Krankenhausaufenthalte und Existenzängste. In dieser Zeit konnte ich keinen Genuss an schönen Dingen wie Familie, Freunde, BBQ und mein geliebtes Lebenswasser „Whisky“ empfinden. Als ich vor ein paar Wochen einen Arran Original eingeschenkt hatte, war der Genuss wieder da und ich war sehr glücklich. Das war für mich ein Zeichen, das ich dieses schreckliche Jahr überstanden hatte und das nun alles Gut wird. Somit freue ich mich auf ein friedliches und besinnliches Fest im Kreis meiner geliebten Menschen und mit einem guten Tropfen.”

Henning schreibt: „Mein Schwager ist professioneller Baumkletterer, bei der Zapfenernte ist leider der Wipfel unterhalb der Sicherung gebrochen. Somit ist er über 35m in die Tiefe gestürzt.  Wie durch ein Wunder hat er das schwer verletzt überlebt. Er ist mittlerweile wieder komplett genesen! Zu seinem neuen ersten Geburtstag habe ich ihm einen Whisky als Lebenswasser geschenkt (bunnahabain von duncan taylor) auf der Feier haben wir ein Glas davon auf sein Leben getrunken, dies war ein bewegender, schöner Moment! Wir wollen das jetzt jedes Jahr an seinem Tag wiederholen.”

Eine Erinnerung zum Schmunzeln

Paul schreibt: “Jetzt über ein Jahrzehnt her und sicher nicht der Whisky schlecht hin. Aber eine meiner schönsten Erinnerungen ist beim Abitur, ich hatte einen kleineren Geldbetrag gewonnen, weil ich unter den Top 5 des Jahrgangs war. Dafür habe ich mir was ganz feines geholt, für meinen damaligen Geschmack. Eine Flasche Johnny Walker Black Label 12 Jahre. Und nach irgendeiner der unzähligen Abi-Vor-Nach-Zwischenfeiern saß ich um ca. 4 Uhr morgens bei einem Kumpel auf dem Balkon, im Tumbler einen Black Label (mit Eis!) und wir haben Zigarren geraucht, ich meine es wären Candlelight gewesen. Das war ein Gefühl, als würde uns die ganze Welt gehören. Und wenn ich heute diverse uralte und super seltene Malts getrunken habe, Whiskys aus der ganzen Welt verkostet habe und manchmal auch bei Blind Sampeln super daneben lag; dieser Dram Johnny Walker bleibt für mich immer unter den Top 3.”

Geschichten über die Freundschaft und Familie

Feiern unter Freunden: whic-Team Mitglieder & Whiskey-Sours

Matthias schreibt:“ Meine liebste Whisky-Erinnerung verbinde ich mit meiner ersten Erfahrung mit Single Malt.

Ich habe mal in einer WG gewohnt, und dort zwei ganz tolle Menschen kennengelernt. Wie das Leben so spielt, haben wir uns wegen diverser Jobangebote, Umzüge in andere Bundesländer, etc… irgendwann nicht mehr so oft sehen können und leider auch etwas aus den Augen verloren. Nach ca. 2 Jahren haben wir uns dann wieder zu dritt in meiner damaligen Wohnung getroffen. Und jetzt kommt’s: JEDER von uns hatte UNABHÄNGIG voneinander ne Flasche Whisky dabei mit der Aussage: „ich hab mich jetzt mal mit Whisky befasst und euch deshalb was mitgebracht! ?(wir haben früher NIE Whisky getrunken). Und Zack, hatten wir ein super Wochenende mit Glendronach 12, balvenie 12 Double Wood und Smokehead. Seitdem verbindet uns außer unserer gemeinsamen Vergangenheit auch noch unser aller liebstes Hobby. Wir verbrachten und verbringen gemeinsame Urlaube in Schottland, diverse Messebesuche, Stammtische, Tastings usw. zusammen. Mittlerweile haben wir drei jeweils zwei Söhne und sind auch noch deren gegenseitige Paten. So hat uns nach einiger Zeit, in der wir uns nach der WG-Zeit aus den Augen verloren haben, der Whisky wieder zusammengeführt und verbindet uns als kleinster gemeinsamer Nenner ??”

Lisa schreibt: „Auf dem Mittelalter Markt Cornberg 2017 mit meiner Freundin und Aengus dem Methändler abends nach Marktende zusammen sitzen, Haggis mit Kartoffeln gekocht und dazu im Feuerschein einen Coal Ila 12 Jahre. Eine geniale Stimmung und ein super Geschmack zum Ausklang des Abends.“

Steven schreibt über seinen Vater Eckhard„Meine tollste Erinnerung ist, wie mir mein Vater vor 2 Jahren zum Geburtstag einen Whisky geschenkt hat.
Es war mein 30. Geburtstag und er hatte eifrig gesucht. Und weil er wusste, dass ich Douglas Laing Fan bin und die Mäuse sammle, schenkte er mir den zu dieser Zeit erschienenen 40 jährigen Timorous Beastie und sagte, „Den gab’s leider nicht als 30er“
Der gute Tropfen hat einen Ehrenplatz in der Vitrine und wartet auf einen ganz besonderen Anlass.“

Maik schreibt: “Liebste Whisky Erinnerung…… Weihnachten vor bestimmt 22/23 Jahren. Ab in die Kellerbar von meinem inzwischen verstorbenen Stiefopa….. und die uralte Laphroaig Flasche. Die Musikbox mit Platten aus den 50iger Jahren.
Der Laphroaig war und ist überhaupt nicht mein Geschmack und ich hab ihn damals mit viel viel Cola runtergespült; aber der Abend war echt klasse!! Viele Grüße!”

Herbert schreibt: „Meine schönste Whisky-Erinnerung ist der erste Ausflug mit meinen beiden „Whisky-Brüdern“ nach Helgoland im Herbst 2014.
Seit 2013 haben wir gemeinsam den Whisky für uns entdeckt und seitdem vermutlich rund 300 verschiedene Whiskys probiert.
Ein Arbeitskollege brachte uns auf die Idee, mal die einzige deutsche Hochseeinsel Helgoland zu besuchen. Dort kann man nicht nur zollfrei einkaufen, sondern auch lecker essen, in der „Cohibar“ bei leckeren Getränken und Zigarren klönen und einfach mal vom Alltag abschalten. Seitdem ist der Wochenend-Trip ein alljährliches Ritual, auf das wir uns jetzt schon wieder freuen.“

 

Herbert und seine „Whiskybrüder“

 

Tino schreibt: „Die liebste Erinnerung die ich mit Whisky in Verbindung bringe, ist quasi das kennenlernen der Familie meiner jetzigen Frau. Schwiegervater, Onkel. Alle verrückt nach Whisky. Ich glaube diese Gemeinsamkeit hat mir die Eingliederung in die gesamte Familie meiner Frau um einiges leichter gemacht…  Im Grunde ist dies auch genau das, was ich an Whisky so mag… Whisky verbindet.“

Steffen schreibt: Vor ca 10 Jahren fragte mich ein Freund, ob ich einmal Whisky probieren möchte. Klar mochte ich.
Dann schließe die Augen und sag mir, was du fühlst und welche Bilder du hast, sagte er und öffnete eine Flasche Laphroaig 10j.
Mir schossen sofort Bilder von einem einsamen Fischerdorf, mit verschlicktem Hafen, alten Booten und zerschlissener Takelage durch den Kopf.
Diese Bilder und Gerüche waren so intensiv, daß ich sie bis heute nie wieder los geworden bin. Seitdem bin ich Fan, Sammler und Veranstalter kleiner tastings im privaten Kreis.
Und nicht nur das. Die Sache hat mich so umgetrieben, dass ich ein solches Dorf in Schottland gesucht und gefunden habe. Portgordon im Kreis Buckie ist genau so ein Dorf aus meiner imaginären Erinnerung.
Ihr seht also, was man über Laphroaig sagt, stimmt. Entweder man hasst ihn oder man liebt ihn. Ich liebe ihn!
Herzlichen Gruß
Steffen“

Erinnerungen aus Schottland

Dunnottar Castle im Schnee Foto von Ewan Chesser/Shutterstock

Marcel schreibt: Meine liebste Whisky Erinnerung war, als ich letztes Jahr auf islay ankam. Es war ein etwas regnerischer, stürmischer Tag und wir hatten uns vorgenommen Brennereien zu besichtigen. Die 2. Station dieses Tages war Bowmore aber leider waren da schon alle Touren voll, weil. Wir vergessen hatten eine online zu buchen ich war etwas traurig, weil es meine Lieblingsbrennerei ist, da meinte meine Freundin dass wir uns ja oben in die Lounge setzten könnten. Ich sagte ja und wir gingen nach oben, ich holte mir an der Bar einen Bowmore 18 um ihn mal zu testen und wir setzten uns in die weichen ledersessel und schauten auf die Buch hinaus. Dann riss die Wolkendecke auf und die Sonne tauchte die bucht in unfassbar schönes Licht. Ich saß da, genoss den guten Whisky und die Gesellschaft meiner Freundin und lebte dieses einen Moment, ohne Fotos zu machen, ohne ihn zu verschwenden. Sondern einfach in meiner Lieblingsbrennerei sitzend einen tollen Whisky zu trinken und dabei so ein panorama zu genießen, dass ich mit der Bowmore Tour vielleicht garnicht gesehen hätte 🙂

Das war auch schon meine kleine Anekdote 🙂 ich wünsche euch eine schöne vorweihnachtliche Zeit 🙂
Mit besten Grüßen 🙂 Marcel

Sebastian schreibt: „Liebes whic-Team!
Gerne möchte ich an der Verlosung teilnehmen und sende Euch meine liebste Whiskyerinnerung. Passend zum „Fest der Liebe“ hat meine liebste Whiskyerinnerung mit meiner Frau (Liebe Nummer 1), mit Schottland (Liebe Nummer 2) und Whisky (Liebe Nummer 3) zu tun. Meine Frau Sandra und ich waren die vergangenen Jahre regelmäßig für ein paar Tage im schönen Schottland – und immer gehörte auch mindestens ein Besuch einer Destillerie zum Programm. Sandra – obwohl sie selbst keinen Whisky mag – ist trotzdem immer (gerne) mit von der Partie und unterstützt mich sehr in meinem Hobby. Das fand unser Guide Jim beim Besuch der Tullibardine Destillery in den Highlands so klasse, dass er es sich zur Aufgabe machte, den E-I-N-E-N Whisky zu finden, der auch meiner Frau schmeckt. Wir hatten an diesem Tag Glück und als einzige die Mittagsführung gebucht. Jim führte uns eineinhalb Stunden exklusiv durch die Brennerei und abschließend in den Tastingroom. Und siehe da, beim Tullibardine 228 Burgundy Finish landete er einen Treffer – endlich gab’s auch einen Whisky, der meine Frau restlos überzeugte. Und das lag nicht nur an der Menge der zuvor probierten Tropfen, denn auch zuhause lässt sich Sandra hin und wieder zum Tullibardine 228 „überreden“.
Ich wünsche Euch eine erfolgreiche, aber trotzdem stressfreie (Vor)-Weihnachtszeit!
Liebe Grüße aus Koblenz
Sebastian“

Sandra und Jim

 

Stephan schreibt: „Es ist aber schwer, _eine_ tolle Whisky-Erinnerung als die liebste zu bezeichnen.
Daher mal ein paar:
– beim ersten USA Urlaub waren wir auch in Lynchburg und mussten uns natuerlich auch Jack Daniels ansehen. Wer noch die TV-Spots aus den 90ern im Kopf hat (wir nehmen uns Zeit fuer die guten sachen): genauso war der Eindruck vor Ort. Ich habe im Visitor Center gefragt, ob ich denn fotografieren duerfte. Nachdem sie dies bejaht hatten, fragte ich, ob ich denn ‚mal schnell‘ den Apparat aus dem Auto holen kann oder ob die Tour gleich beginnt. Die Antwort war: ‚mach‘ langsam, wir warten‘. Genauso gemuetlich ging es dann weiter.
– beim Letzten Besuch einer Whisky-Messe hatten wir nach einer guten Unterhaltung ein Aussteller-Paerchen gefragt, ob wir gemeinsam im Hotel essen wollen (wir hatten das gleiche Hotel). Dies wurde in die Tat umgesetzt, und wir hatten noch nach der Messe tolle 2 Stunden. Sie hatten dann auch gleich noch eine Flasche ihrer Abfuellung dabei.
– Die erste Whisky-Verkostung hatten wir in einer Buchhandlung. Sie wollten ein paar Buecher zum Wasser des Lebens promoten, und hatten einen deutsch-schotten vor Ort. Das ganze lief komplett spontan ab: in kleinen Plastik-Bechern schenkte der gute Herr einen tollen Tropfen nach dem anderen ein, erzaehlte uns nette Geschichten, alles kostenlos.
Das sind nur drei der Lieblings-Erinnerungen, die ich mit Whisky verbinde. Und es kommen natuerlich immer mehr dazu.
Slante

Martin schreibt: „Zur Geschichte: 2017 waren wir zu einem Event von ACEO eingeladen. Dabei sollte der Ben Rinnes bestiegen werden und auf dem Gipfel ein Fass „Ben Rinnes“ Whisky geöffnet werden. Regenwetter verhinderte den Aufstieg aller Gäste. Ein paar Unentwegte, darunter natürlich auch wir,  bestiegen dennoch den Berg und erhielten zum Lohn auf dem Gipfel einen ordentlichen Dram, natürlich Ben Rinnes Whisky.
Nach der Rückkehr, dann im Sonnenschein,  traf man sich an einer heimeligen, fast zerfallenen Hütte am Fuß des Berges. Und dort wurde dann tatsächlich, unter musikalischer Begleitung der örtlichen Pipeband, ein Fass Ben Rinnes geöffnet und von allen, direkt aus dem Fass, verkostet
Sonnenschein, die herrliche schottische Landschaft, eine spielende Pipeband und dabei einen leckeren Dram in der Hand – das war Gänsehaut pur Slainte…“

Hans-Jürgen schreibt: „Meine Lieblingserinnerung ist das Geburtstagsgeschenk meiner Frau. Sie schenkte mir ein Whiskytasting in der größten deutschen Whiskydestillerie St. Kilian in Rüdenau. Am 10. März diesen Jahres wurden alle Teilnehmer zunächst vom Masterdistiller Mario Rudolf durch die Destillerie geführt. In einem der Fasslager gab es den ein oder anderen gelagerten Gerstenbrand bevor es dann mit einem Whiskytasting unter der Leitung von Michael Schiffmann weiter ging. Mehrere Whiskys von unabhängigen Abfüllern wurden verkostet. Ein perfekter Tag den ich nicht vergessen werde. Slainte“

Frank schreibt: “Hey! Meine liebste Whisky-Erinnerung ist eine Wanderung durch Dufftown und Umgebung mit einer äußerst sympathischen Wanderführerin. Sie hatte im Rucksack von reinem Spirit bis hin zu bestem Mortlach alles dabei. Unterwegs erzählte sie allerhand über Dufftown und ließ uns ihren Rucksack erleichtern. Anschließend gab es noch ein Picknick auf den Wiesen vor der Glenfiddich-Distillery, mit leckerem Lachs, einheimischen Käsesorten, Brot und diversen anderen Leckereien. Und das Ganze bei bestem schottischen Standard-Wetter. ???”

 

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