• 0€ Versandkosten (ab 79€)
  • 5€ Neukundenrabatt (ab 99€)1
  • Geschenk ab 150€ und 250€

Arbikie

Arbikie

Arbikie Distillery Foto: via Arbikie Distillery

Begriffe wie „Transparenz“ und „Provenance“ (zu deutsch Herkunft/Ursprung) haben in der heutigen Whisky-Welt nennenswertes Gewicht. Brennereien wie Bruichladdich und Kilchoman haben eindrucksvoll bewiesen, dass ein Markt für Whiskys mit regionalem Fokus vorhanden ist. Setzt sich dieser Trend fort, sollte die Erfolgs-Formel der Arbikie Destillerie an der schottischen Ostküste aufgehen. Denn mehr Provenance geht im Grunde nicht.

Die drei Brüder, denen die Brennerei gehört, planen nicht nur die Grundlagen für ihre Spirituosen von den eigenen Feldern zu beziehen, sondern gleich den gesamten Produktionsprozess selbst in die Hand zu nehmen. Als verdiene dies nicht schon genug Respekt, haben sie angekündigt ihren Single Malt mindestens 14 Jahre reifen zu lassen! Eine Ansage, die in unserer schnelllebigen Zeit beinahe einem Keuschheitsgelübde gleicht. Wir dürfen gespannt sein, was mit Arbikie auf uns zukommt. Schon heute kann die junge Farm-Destillerie mit Stolz die ersten Erfolge mit ihrem „field-to-bottle“ Vodka und Gin feiern.

Wie wird Arbikie Whisky schmecken?

Wie immer bei neuen Brennereien wären konkreten Angaben zum zukünftigen Whisky Glaskugel-Leserei. Arbikie soll ein klassischer Highland Malt Whisky mit Küsten-Flair werden.

Wie oben erwähnt, plant die Brennerei ihren Whisky nicht nach der gesetzlichen Mindestreifezeit von drei Jahren auf den Markt zu werfen. Dies ist heutzutage erfrischend unüblich, bedeutet allerdings auch, dass wir Genießer uns noch bis mindestens 2029 gedulden müssen, bevor wir Arbikie Single Malt Whisky verkosten können. Mit 14, 18 und 21 Jahren sollen die Whiskys im „Vintage“-Format, also mit Jahrgangsangabe, auf den Markt kommen. Ein hehres Ziel, bedenkt man die hohen Kosten, die eine laufende Brennerei verursacht.

Gänzlich ohne „Reinschnuppern“ lässt die Brennerei die Kundschaft aber wohl doch nicht hängen. So hat Arbikie bereits einen zwei Jahre alten „Rye Spirit“ veröffentlicht, eine Vorschau auf einen schottischen Rye-Whisky. Es wird vermutet, dies könnte der erste schottische Whisky auf Roggen-Basis seit über 200 Jahren sein. Bereits jetzt setzt die Brennerei also Maßstäbe in Sachen Innovation.

Arbikie brennt neben den zukünftigen Whiskys auch klare Spirituosen wie Vodka und Gin. Anders wäre eine kleine Farm-Brennerei wohl auch nicht über einen so ambitionierten Zeitraum überlebensfähig.

Wie wird Arbikie Whisky produziert?

Arbikie ist eine „Single Estate Distillery“, das bedeutet, dass sämtliche Grundlagen für den Whisky und andere Spirituosen von dem eigenen Farmgelände bezogen werden. Vor einigen hundert Jahren war dies die Regel, in der heutigen Zeit der Großkonzerne und Import-Gerste hingegen die seltene Ausnahme. Die Brennerei wird dieses seltene Merkmal mit Stolz auf dem Flaschen-Label zur Schau stellen, sodass der Kunde sogar nachlesen kann, von welchem Feld sein Produkt stammt.

Der ambitionierte Plan der Brennerei ist den kompletten Produktionsprozess von „der Farm in die Flasche“ selbst durchzuführen. Dafür ist in naher Zukunft der Bau eigener Mälzböden und dazugehöriger Darre (engl. Kiln) geplant.

Die Brennerei startet ihre Destillation auf den beiden kupfernen Brennblasen aus dem Hause des deutschen Traditionsunternehmens CARL. Während der Rohbrand für den späteren Whisky anschließend ins Fass kommt, wird der hauseigene Vodka in der Column Still (Durchlauf-Destillation) weiterverarbeitet. Auch beim Gin macht der Innovationsgeist der Brennerei keinen Halt. Anders als üblich, wird der Gin aus Kartoffeln gebrannt.

Geschichte von Arbikie 

Die Entstehungsgeschichte der Brennerei klingt nach einer „Schnapsidee“ im wahrsten Sinne. Die drei Brüder John, Iain und David saßen angeblich über einigen Drinks in New York zusammen, als sie auf die Idee kamen, eine eigene Whisky-Brennerei zu bauen. Zugegeben, wer hatte nicht schon einmal eine derartige Idee? Doch während bei den Meisten der nächste Morgen und der schiere Mangel an Ressourcen und/oder Fachkunde diese Idee wieder zerstreut, schien sie die drei Brüder nicht loszulassen. Sie waren gemeinsam auf einer Farm aufgewachsen, die sich seit vier Generationen in Familienbesitz befindet. John war zu diesem Zeitpunkt Steuerberater, David hatte eine Bar in New York eröffnet und Iain war bereits u.a. für Diageo in der Spirituosen-Industrie tätig. Die Idee nahm zunehmend Gestalt an. Schließlich fanden die Brüder heraus, dass bereits 1794 eine Destillerie auf dem Gelände gestanden haben soll. Dies soll der letzte nötige Impuls gewesen sein, um das Projekt zu verwirklichen. 2015 schließlich floss der erste Spirit von den hauseigenen Brennblasen. 2017 wurde die Brennerei zur "Scottish Gin Distillery of the Year" bei den Scottish Gin Awards gekürt. 

Lage

Loading...