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Dalmunach

Dalmunach

Dalmunach Distillery, Speyside Foto: via Pernod Ricard

Dalmunach ist Pernod Ricards (Chivas Brothers) neuste und modernste Brennerei, die das Erbe der 1998 stillgelegten Imperial Distillery antritt. Wie ihr Vorgänger ist auch Dalmunach vorerst ausschließlich für die Blended Whisky Produktion vorgesehen und soll die steigende Nachfrage nach den Marken „Chivas Regal“, „Ballantine’s“ und „Royal Salute“ befriedigen. Die 2014 in Betrieb genommene Dalmunach Brennerei steht heute auf dem alten Imperial Gelände.

Wie schmeckt Dalmunach Whisky?

Nachdem Dalmunach ausschließlich für Blended Whiskys produziert ist eine Aussage über deren Whisky derzeit nicht möglich. Es ist lediglich bekannt, dass hier ein ungetorfter Speyside Malt hergestellt wird. Nachdem viele Blends einen Anteil torfigen Whisky enthalten, ist es aber möglich, dass auch hier variiert werden wird. Es ist unklar, ob es je eine Single Malt Abfüllung dieser Brennerei geben wird.

Wie wird Dalmunach Whisky produziert?

Dalmunach Brennerei Foto: via Pernod Ricard

Dalmunach ist eine stylische Brennerei auf dem neusten Stand der Technik. Alle Produktionsschritte sind klar auf Effizienz und hohe Erträge ausgelegt. Die Mash Tun fasst sagenhafte 12 Tonnen Malz und die 16 Washbacks sind allesamt aus rostfreiem Edelstahl. Die Gärzeit von 54 Stunden ist, wie in Großbrennereien üblich, kurz gehalten. Die Pot Stills haben ebenfalls biblische Ausmaße mit je 30.000 Litern Fassungsvermögen sind diese nach derzeitigem Kenntnisstand die größten Brennblasen Schottlands. Die Stills sind in einem Kreis um den hexagonalen Spiritsafe angeordnet, eine ungewöhnliche, wenn auch eindrucksvolle Installation. Schade, dass Dalmunach derzeit nicht für Besucher geöffnet ist. Die Brennerei hat eine Kapazität von 10 Millionen Litern jährlich und steigt damit direkt in die Top 5 der größten Malt Whisky Brennereien Schottlands ein.

Geschichte von Dalmunach

Dalmunach Brennerei Foto: via Pernod Ricard

Die Geschichte von Dalmunach kann nicht ohne ihre Vorgänger-Brennerei Imperial erzählt werden. Imperial wurde im Jahre 1897 gegründet, dem Jahr in dem die damalige Königin Victoria ihr „Diamant Jubiläum“ feierte, also die älteste britische Thronfolgerin aller Zeiten wurde. Dies diente wohl als Inspiration die Brennerei nicht, wie in Schottland üblich, nach dem Ort zu benennen, sondern mit einem Eigennamen zu versehen. Imperials Geschichte ist von zahlreichen Besitzerwechseln und Ruhephasen geprägt und 1998 schließlich endete ihre Geschichte mit der endgültigen Stilllegung. Auf Grund der wenig erfolgreichen Biographie von Imperial ist es, mit etwas Aberglaube, vielleicht keine schlechte Idee gewesen, mit Dalmunach einen Neuanfang zu wagen. Die junge hochmoderne Brennerei ist kein Nachbau von Imperial, wenngleich man die alte Brennerei in manchen Teilen der Konstruktion geehrt hat. Douglas Cruickshank, ehemaliger Produktionsleiter bei Chivas Brothers, der den Bau der Brennerei überwachte, begann seine Karriere in der Whisky Industrie mit gerade einmal 15 Jahren bei Imperial. Nachvollziehbar also, dass er ein paar Artefakte der alten Brennerei in die neue Brennerei übertragen ließ, so wurden Backsteine des Mühlengebäudes in den Eingangsbereich von Dalmunach verwendet. Ebenfalls im Eingangsbereich findet man einen ganzen Washback aus der alten Brennerei. Weitere Teile der Washbacks überblicken als Zeitzeugen heute das „Tunroom“ in dem die Maische erzeugt wird. Hoffen wir, dass Chivas Brothers den Ausschluss der Öffentlichkeit noch überdenkt, wäre doch diese Brennerei ein wahrer Augenöffner für viele Whisky-Fans.

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