• 0€ Versandkosten (ab 79€)
  • 5€ Neukundenrabatt (ab 99€)1
  • Geschenk ab 150€ und 250€

GlenWyvis

GlenWyvis

GlenWyvis Distillery Foto: via GlenWyvis Distillery

GlenWyvis ist Schottlands erste „community owned distillery“. Sie wurde über ein Crowd-Funding Projekt finanziert und hat bereits über 3000 Teilhaber, die über 2,6 Millionen Pfund für das Projekt gesammelt haben. Sie ist darüber hinaus Schottlands erste Brennerei, die komplett autark vom staatlichen Stromnetz operiert. Dies erreicht die Brennerei mit einer Kombination aus umweltfreundlichen Methoden wie Wind- und Wasserkraft, Solaranlagen und einem Biomasse-Boiler. Die Brennerei steht im kleinen Ort Dingwall nahe Inverness am Fuße der nördlichen Highlands und soll sich stark für die lokale Highland-Gemeinde engagieren.

Wie wird GlenWyvis Whisky schmecken?

Die neue Brennerei wird frühestens 2021 die Mindestreifezeit für Scotch Whisky von 3 Jahren überschreiten. Es soll ein Release nach drei und nach 8 Jahren geben. Es ist allerdings noch unklar, ob das 3 Jahre alte Release auch für den freien Markt verfügbar sein wird, oder exklusiv für die Teilhaber vorgesehen ist. Geplant ist sowohl getorften als auch ungetorften Whisky zu produzieren. Zum Aromenprofil sagt die Brennerei, sie wolle einen „grünen und grasigen Highland Spirit“ erzeugen.

Typische Aromen:

MalzEichenholzTorf

Wie wird GlenWyvis Whisky produziert?

Bislang ist noch nicht viel über die Produktion bekannt, da die Brennerei erst Ende 2017 fertig gestellt wurde. Die Brennerei möchte, wie die meisten kleinen jungen Brennereien, eine lange Fermentationszeit umsetzen (zwischen 72 und 96 Stunden). Das Destillationsverfahren soll viel Kupferkontakt beinhalten, wodurch die Brennerei einen milden und fruchtigen Brand erzeugen möchte. Die beiden klassischen Pot Stills kommen aus dem Traditionsunternehmen Forsyth in Rothes. Die Wash Still fasst 2500 Liter und ist zwiebelförmig, während die Spirit Still mit ihrem Fassungsvolumen von 1700 Litern eher laternenförmig erscheint. Damit peilt die Brennerei eine Jahreskapazität von 140.000 Litern Alkohol an. Zur Reifung sollen First-fill und Refill Ex-Bourbonfässer und ehemalige Sherry-Fässer eingesetzt werden. Die Fässer werden in einem traditionellen Dunnage Warehouse auf dem Brennereigelände gelagert.

Die Geschichte von GlenWyvis

Ben Wyvis Distillery Foto: via GlenWyvis Distillery

Die Region um Dingwall ist in der Tat geschichtsträchtig. Eine der berühmtesten Brennereien des 18. Jahrhunderts war in Dingwall zuhause. Die 1690 gegründete Ferintosh Distillery dürfte beinahe ein Jahrhundert steuerfrei Whisky produziert haben. Selbst der schottische National-Poet Robert Burns beklagte den Niedergang der Brennerei in seinem Gedicht „Scotch Drink“. 1879 entstand eine Brennerei namens Ben Wyvis in Dingwall, die später in Ferintosh umbenannt wurde. Der gute Ruf des Namens sollte wohl den Absatz der neuen Brennerei steigern, doch auch diese Brennerei fiel den harten Jahren der Prohibition in den USA zum Opfer. Genau wie Ben Wyvis bzw. die neue Ferintosh Brennerei musste auch die erst 1896 gegründete Glenskiach Destillerie 1926 geschlossen werden. Glenskiach wurde vom damaligen Brennerei-Architekten Charles Doig gebaut. Dieser entwarf, durch die chinesische und japanische Architektur inspiriert, das berühmte Pagoden-Dach über der Darre (engl. Kiln). Es ziert bis heute die meisten Malt Whisky Brennereien und ist zu einem Wahrzeichen der schottischen Whisky-Industrie geworden. Aus eben diesen beiden Brennereien zieht GlenWyvis ihre Inspiration für die Namensgebung und verwurzelt sich damit in der regionalen Whisky-Tradition. Der Hubschrauberpilot John McKenzie begann 2011 mit der Planung der Wiederbelebung der Whisky-Tradition in seinem Heimatort Dingwall. McKenzie war bereits aktiv in der lokalen Windkraft Kooperative und besaß neben einer eigene Windkraftturbine auch die nötigen Landwirtschaftflächen. 2014 erhielt er schließlich die Erlaubnis das Projekt in die Tat umzusetzen. 2016 startete er die erste Phase der Crowd-Funding Kampagne und übertraf das ursprüngliche Ziel von 1,5 Millionen Pfund mit 2 Millionen Pfund klar. Im Januar 2017 wurde mit dem Bau der Brennerei begonnen, die im November des selben Jahres fertig gestellt wurde. Die rund 3000 Teilhaber haben bereits eine erste Gemeinschaftsentscheidung getroffen, so wird 2018 eine eigene Gin-Brennblase in der Brennerei installiert. Bislang wird der verkaufte GlenWyvis Gin noch von Saxa Vord in Unst auf den Shetlandinseln produziert.

Lage