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Grants

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Grant's Whisky

Grant's ist eine der meistverkauften Scotch Whisky Marken, deren Tradition bis ins 19. Jahrhundert zurückreicht. Mit dem außergewöhnlichen Flaschendesign in Dreiecksform stechen die Kreationen von Grant's überall heraus und sind sicher jedem schon einmal ins Auge gefallen. Viele kennen vielleicht nur die Standardabfüllung, die auch im Supermarktregal zu finden ist, doch das Familienunternehmen hat noch mehr zu bieten. Die frische, abwechslungsreiche Range richtet sich vor allem an Whiskyeinsteiger oder Gelegenheitskonsumenten, doch die limitierten Premium-Abfüllungen lassen auch komplexere Facetten zu. 

Hausstil

Grant's Whisky ist ein klassischer Speyside-Blend. Er ist leicht, weich und süßlich mit fruchtigen und floralen Noten. Ein Softie, der aber auch mal feine Torfnoten durchscheinen lassen kann.

Herstellung

Wie schmeckt Grant's Whisky? Grundlegend werden in einem Blend Malt Whisky, hergestellt aus gemälzter Gerste, und einfacher herzustellender Grain Whisky, produziert aus verschiedenen Getreidesorten, miteinander vermischt. Der Grain Whisky sorgt dafür, den Charakter des Blends milder und leichter werden zu lassen, wohingegen der Malt Whisky ausschlaggebender Geschmacksträger ist. Nicht immer ist Grain Whisky an einem Blend beteiligt. Besteht ein Produkt zu 100% aus Malt Whisky, nennt man es Blended Malt. Wie viele Whiskys zu einem Blend vermählt werden, kann stark variieren. Auch der Anteil von Grain und Malt Whisky wechselt zwischen den unterschiedlichen Blends. Um einen Whisky zu kreieren, müssen entsprechend viele Komponenten berücksichtigt werden. Bei einem Vatting von 25 oder mehr Whiskys zu einem Endprodukt, ist es wichtig zu wissen, welcher Whisky aus welchem Fass mit den anderen wie reagiert. Bis 2009 war David Stewart langjähriger Masterblender und hat nicht nur als Virtuose auf seinem Gebiet geglänzt, sondern wurde und wird dank seines bescheidenen Charakters sehr geschätzt. Er hat bereits in jungen Jahren bei William Grant & Sons angefangen, dort die Vorgänge von der Pieke an gelernt und sich schließlich bis an die Spitze hochgearbeitet. Derzeit ist er auch mit über 70 Jahren noch immer als Malt Master bei The Balvenie tätig. Sein wohl größter Verdienst war die Erfindung der zweifachen Fassreifung, die heute eine geläufige Methode bei der Whiskyherstellung ist. Sein Nachfolger, der die Rolle des Master Blenders 2009 schließlich übernahm, wird noch immer mit seinem ehrbaren Vorgänger verglichen, mit dem er bereits zuvor jahrelang zusammenarbeitete. Verstecken braucht sich Brian Kinsman jedoch nicht. Ursprünglich aus dem Wissenschaftsbereich der Chemie hat er natürlich eine andere Herangehensweise an die Dinge, die ihm jedoch besonders in den modernen Blending-Laboren durchaus nutzt. Kinsman war es auch, der den Grant's Signature kreierte und zeigt damit Einfallsreichtum und Innovation, die Grant's neben ihrem Traditionsbewusstsein weitere Facetten schenken.


Welche(n) Lead Malt(s) hat Grant's Whisky? Bei jedem Blend stellt sich die Frage nach dem Lead Malt. Der Lead Malt ist der Malt Whisky, der aufgrund seines hohen Anteils im jeweiligen Blend, den Geschmack vorrangig bestimmt. Es kann vorkommen, dass eine Marke mehrere Lead Malts verwendet. Grundsätzlich ist die Rezeptur eines jeden Blends ein gut gehütetes Herstellergeheimnis, allerdings dringt doch immer mal wieder etwas an die Öffentlichkeit. Bei Grants Whisky ist es keine Überraschung, dass Malt von Glenfiddich an den Blends der Marke beteiligt ist. Die firmeneigene Brennerei war Ausgangs- und ist bis heute Kernpunkt von William Grant & Sons. Die Speyside Brennerei verkörpert die beliebte Whiskyregion besonders gut, betört sie doch mit ihren milden, süß-fruchtigen und eleganten Single Malts. Diese Noten lassen sich unbestreitbar auch im Grant's Whisky wiedererkennen. Auch um die Einmischung von der ebenfalls hauseigenen Brennerei Balvenie wird kein Hehl gemacht. Auch bei den dort produzierten Whiskys dominieren vorrangig weiche und milde Charakterzüge. Honig und exotische Fruchtnoten sind fast immer zu finden und versüßen auch den Grant's Whisky ordentlich. Um den Bestand der Balvenie Whiskys zu schonen, wurde auf dem Grundstück der Grain Brennerei Girvan eine weitere Malt Brennerei, Ailsa Bay, errichtet. Dort ist man in der Lage, das Aromenprofil anderer Whiskys, allen voran Balvenie, zu imitieren. Deshalb kann es oft sein, dass anstelle des beliebten Balvenie Malts eigentlich Ailsa Bay Malt in den Grant's Blended Whisky einfließt, der jedoch die gleichen oder wenigstens zum Verwechseln ähnliche Eigenschaften aufweisen sollte. Auch Whisky aus der recht unbekannten Brennerei Kininvie wird vermutlich teilweise am Grant's Whisky beteiligt sein. Die Brennerei ist ebenfalls im Besitz von William Grant & Sons und vorrangig an den Whiskys der beliebten Blend Marke Monkey Shoulder beteiligt. Auch bei dem dort hergestellten Malt zeigen sich Leichtigkeit und florale Töne, seltener auch Kräuter- oder Holzaromen.

Empfehlung

Grants hat ein vergleichsweise umfangreiches Whiskysortiment zu bieten. Vom günstigen Supermarktklassiker bis zum hochwertigen Premium Blend lässt sich für fast jeden Geldbeutel und Geschmack etwas finden. Die wenigsten Kreationen gehören allerdings zum Dauersortiment. Wie jede gute Marke für Blended Whisky hat auch Grant's seine preisgünstige Standardabfüllung, die jeder schon einmal in den Regalen stehen sehen und vielleicht sogar schon einmal probiert hat. Dieses Aushängeschild war lange Zeit der Grant's Family Reserve. Im Juli 2018 wurde das Portfolio der Marke allerdings umstrukturiert und der Family Reserve wurde zum Grant's Triple Wood. Mit der Namensänderung will die Marke ein Statement setzen und die Vorzüge ihres Produkts besser herauskehren. Denn nun wird sofort deutlich, dass der Whisky in drei verschiedenen Fässern reift - Virgin Oak, American Oak und Refill-Bourbonfässern. Dadurch entwickelt sich ein besonders weiches Geschmacksprofil. Mit dem Triple Wood können Einsteiger erfahren, was sie von Grant's zu erwarten haben, auch wenn die Marke in Sachen Reichhaltigkeit und Komplexität durchaus mehr zu bieten hat. Als leichter Everyday-Whisky macht er sich mit seinen fruchtigen Sommernoten ebenso gut wie auf Partys, denn auch als Cocktailgrundlage braucht er sich nicht zu verstecken. Sollte Ihnen die subtile Rauchigkeit des Triple Wood nicht für den ultimativen Genuss ausreichen, ist das nicht weiter tragisch. Es gibt ihn auch als rauchige Version: Grant's Triple Wood Smoky. Rauchfans sollten lieber zu dieser Variante greifen.

Der Grant's Ale Cask Edition steht für einen besonders weichen und cremigen Whisky. Laut Hersteller soll es der allererste Blended Scotch Whisky überhaupt sein, der ein Finish in Fässern bekommt, die zuvor Ale beinhalteten. Für jene, die den sanften Whiskygenuss bevorzugen, scheint diese Kreation ein gefundenes Fressen. Noch etwas süßer und mit exotischen Touch zeigt sich der Grant's Rum Cask Edition. In karibischen Rumfässern bekommt der Whisky einiges an tropischer Fruchtigkeit mit und macht besonders als sommerlicher Dram eine gute Figur.

Einige Blended Scotch Whiskys mit Altersangabe ließ sich Grant's aber nicht nehmen. Der jüngste Vertreter dieser Kategorie im Portfolio der Marke ist der Grant's 8 Jahre - ein ungewöhnliches Alter für einen Blend. Karamellsüße, frische Noten von grünen Äpfeln und eine delikate Rauchnote bestimmen den Charakter hauptsächlich und machen aus diesem Scotch einen angenehm ausbalancierten Dram, den man wunderbar in geselliger Runde genießen kann. Es gibt auch eine Grant's 8 Jahre Sherry Cask Edition, die noch ein Stück fruchtiger und würziger ist, sich aber ebenso gut in gemütlicher Gesellschaft trinken lässt. Ganze zehn Jahre länger reift der Grant's Rare 18 Jahre, der nächstältere der Range. Die lange Reifezeit und sein Portweinfinish machen diesen Blend zu einem komplexen, eleganten Dram, der sich für Geburtstage, Jahrestage aber auch für behagliche ruhige Abende eignet. Für die großen Meilensteine und besondere Ereignisse steht jedoch ein noch feinerer Blend von Grant's bereit: der Grant's 25 Jahre. Hier kommen die seltensten und erlesensten Whiskys zusammen aus einigen Brennereien, die heute nicht mehr in Betrieb sind. Er ist ein Blend mit Ablaufdatum, den es sich lohnt, einmal probiert zu haben und bei dem sicher auch erfahrene Gaumen auf ihre Kosten kommen.

Geschichte

Der Gründungsvater der Marke ist William Grant, ursprünglich ein Kuhhirte, der mithilfe seiner großen Familie (immerhin sieben Söhne und zwei Töchter) im Jahr 1887 seine erste Brennerei eröffnete. Die Glenfiddich Distillery war geboren. Jedes Familienmitglied bekam seine Aufgabe und so kann man sagen, dass die Marke Grant als reines Familienunternehmen erschaffen wurde und diesen Titel auch heute noch gern für sich in Anspruch nimmt. 1892 wurde bereits eine zweite Brennerei errichtet - die Balvenie Distillery. Grant's Schwiegerson Charles Gordon übernahm den Vertrieb für die Marke und war erst nach langem Bemühen erfolgreich - in dem Moment als er anfing Samples zu verteilen. Zunächst wurde der Whisky unter dem Namen Grant's Standfast vermarktet und konnte sich erfolgreich auf dem Markt behaupten. Während andere Brennereien ihre Tätigkeit während der Phase der Prohibition in den USA einstellten, steigerte William Grant seine Produktion sogar, offenbar in weiser Voraussicht, dass das Alkoholverbot nicht ewig andauernd konnte. 1957 wurde das uns heute bekannte dreieckige Flaschendesign erstmals verwendet, designt übrigens von Hans Schleger, der damals vor den Nazis aus Deutschland floh. Um einem Bestand an notewendigem Grain Whisky sicher zu sein und eigenen Qualitätsstandards dauerhaft folgen zu können, errichteten William Grant & Sons 1963 ihre eigene Grain Whisky Brennerei. Die Girvan Distillery wurde im gleichnamigen Städtchen in den Lowlands errichtet und zählt heute zu den modernsten und produktionsreichsten Brennereien Schottlands. Erst 1980 wurde aus dem Standardblend Grant's Standfast der uns geläufige Grant's Family Reserve. Der Name unterstreicht bis heute den Stolz der Familie darüber, dass auch in der fünften Generation die Firma William Grant & Sons ein erfolgreicher, unabhängiger Familienbetrieb ist. Dem Konzern gehört mittlerweile neben der Glenfiddich-Brennerei die Grain-Brennerei Girvan und die Malt-Brennereien Balvenie, Kininvie und Ailsa Bay. 2014 gab es mit dem Grant's Signature noch einmal einen großen Umschwung im Portfolio der Marke. Mit den leichten und bekömmlichen Whiskys dieser Reihe soll vor allem ein jüngeres Publikum angesprochen werden, wobei der Fokus auf die lange Tradition nicht vergessen wird.

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