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Loch Ewe

Loch Ewe

Loch Ewe, HighlandsFoto: Peter Gwenlan, via geograph.org.uk, (CC BY-SA 2.0)

Sie wollten schon immer einmal wissen, wie die schottischen Schwarzbrenner über Jahrhunderte hinweg in den Highlands Whisky gebrannt haben? Dann sollten Sie unbedingt die Loch Ewe Distillery an der schottischen Westküste besuchen. Sie ist nämlich die einzige „legale Schwarzbrennerei“ Schottlands. Nachdem das Ehepaar Frances Oates und John Clotworthy es schafften 2006 durch eine Gesetzeslücke die kleinsten Brennblasen Schottlands lizenzieren zu lassen, wurde diese Lücke umgehend geschlossen. Damit sichert sich die Brennerei auf Lebzeiten den Titel „kleinste legale Brennerei Schottlands“.

Wie schmeckt Loch Ewe Whisky?

Es ist schwierig über den Whisky konkrete Aussagen zu machen, da wir ihn bislang nicht probieren konnten. Der größte Teil der winzigen Produktion von ca. 600 Litern jährlich wird auf Grund der hohen Nachfrage als „Spirit of Loch Ewe“ nach wenigen Wochen Reifezeit verkauft. Mit schwankender Verfügbarkeit ist auch ein drei Jahre alter Single Malt vor Ort käuflich zu erwerben. Eine „Standardabfüllung“ wie wir sie von anderen Malt Whisky Brennereien gewöhnt sind, gibt es nicht.

Wie wird Loch Ewe Whisky produziert?

Loch Ewe produziert im Grunde Whisky, wie es zu Zeiten der Schwarzbrenner und Schmuggler üblich war. Die Brennerei befindet sich in der Garage des angeschlossenen Hotels. Die Pot Stills sind so klein, dass sie hypothetisch von einer einzelnen Person transportiert werden können. Wenngleich das Ehepaar einen Besuch des Steuereintreibers heute nicht mehr zu fürchten hat, so war doch die schnelle Flucht eine der Grundideen hinter dem leichten Equipment. Die Brennblasen fassen jeweils lediglich 120 Liter. In einer der beiden Brennkessel wird, nach Demontage des Halses, die Maische in Handarbeit aus nur 25 Kilo Gerste pro Batch hergestellt. Ist die Stammwürze fertig, wird sie vergoren und anschließen auf den beiden Mini-Brennblasen über offenem Feuer gebrannt. Die Reifung findet ebenfalls in sehr kleinen Fässern zwischen 5 und 25 Litern statt. Dies klingt für einen modernen Whisky-Liebhaber alles sehr abenteuerlich und es ist stark zu bezweifeln, dass bei diesem Verfahren eine konstante Qualität gewährleistet werden kann. Schließlich war das größte Problem der Malt Whiskys aus dem 18. Jahrhundert eben diese schwankende Qualität, die schließlich den Erfolg des uniformen Blended Scotch Whiskys einleitete. Für Whisky-Connaisseurs der heutigen Zeit wird das Produkt vermutlich nicht übermäßig attraktiv sein, für Interessierte an der Entstehungsgeschichte und dem „Hands-On“ Erlebnis wird Loch Ewe aber ein unvergleichliches Erlebnis bieten.

Geschichte von Loch Ewe

1997 kaufe das Ehepaar Frances und John Clotworthy das Drumchork Lodge Hotel. Von der tief verwurzelten Schwarzbrenner-Geschichte der Region inspiriert, bemühte sich Frances um eine Brenn-Lizenz für ihre 120 Liter Brennblasen. Das HMRC, die britische Steuerbehörde, lehnte ab. Dank ihrer Hartnäckigkeit und einer Gesetzeslücke, war das Ehepaar schließlich doch erfolgreich. 2006 konnte erstmalig destilliert werden.

Nachdem die Gesetzeslücke umgehend geschlossen wurde, konnte keine andere Brennerei diese nutzen und so ist Loch Ewe heute eine einzigartige Brennerei mit einem unschlagbaren Alleinstellungsmerkmal. Seit 2015 sucht das Ehepaar nach einem Nachfolger für das Hotel und die Brennerei, um sich zur Ruhe zu setzen.

Lage

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