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Lone Wolf

Lone Wolf

Lone Wolf Foto: via Lone Wolf

Das Motto der Lone Wolf Distillery könnte ebenso gut „Regeln sind dazu da, um gebrochen zu werden“ heißen. Das Distillery-Projekt der erfolgreichen Brew-Dog Company mit Punk-Rock Image, plant alle Zäune in Sachen Tradition einzureißen und eine große Bandbreite an Spirituosen zu produzieren. Die Brennerei nahe Aberdeen soll ein Spielplatz für Experimentierfreude werden. Welche der Produkte am Ende von der Scotch Whisky Association als „Whisky“ anerkannt werden, steht noch in den Sternen. Sicher ist jedoch, dass wir von Lone Wolf einiges erwarten dürfen, nur nicht „just another whisky“. Auf der Website von Lone Wolf ist zu lesen „The wolf is here. Nothing will ever be the same again.“ – „Der Wolf ist da. Nichts wird je wieder so sein wie zuvor“.

Wie schmeckt Lone Wolf Whisky?

Die Frage, wie Lone Wolf Whisky schmecken wird, ist zum Entstehungszeitpunkt dieses Artikels leicht zu beantworten. Wir wissen es nicht. Lone Wolf möchte sich bei aller Experimentierfreude ausreichend Zeit lassen, einen qualitativ hochwertigen Brand für ihren eigenen Single Malt zu kreieren. Die Brennerei will nicht penibel darauf achten, ob am Ende jedes Produkt als Whisky bezeichnet werden darf, dennoch soll Whisky ein wesentlicher Bestandteil der Produktion werden. Folglich wird die progressive Brennerei vorerst keine andere Wahl haben, als die Regeln für Scotch Whisky so weit es geht einzuhalten. Dies bedeutet beispielsweise, dass ihre Rye-Whiskys als Grain-Whisky deklariert werden und der Single Malt aus 100 % gemälzter Gerste gebrannt werden muss.
Vorerst wird der Markt mit kreativen Spirituosen-Varianten wie „Lone Wolf Single Malt Barrel Aged Vodka“ versorgt. Dieser Vodka wurde aus 100 % gemälzter Gerste gebrannt und für 11 Monate im Eichenfass gereift. Selbstverständlich bietet Lone Wolf auch einen hauseigenen Gin an, wie den „Lone Wolf Gunpowder Gin“ mit allerlei orientalischen Aromen. Wer im wahrsten Sinne nach einem flüssigen Dessert sucht, kann sich am Lone Wolf Cranachan Vodka versuchen, der nach Vorbild des schottischen Burn Supper Desserts kreiert wurde.

Wie wird Lone Wolf Whisky produziert?

Lone Wolf experimentiert. Und zwar an jeder erdenklichen Stelle des Produktionsprozesses. Angefangen beim Malz, das sowohl über Torf als auch über Kirsch- und Apfelholz gedarrt werden soll. Steven Kearsley, ehemals tätig für unterschiedliche Diageo Brennereien, ist ein großer Fan amerikanischer Whiskys und wird mit unterschiedlichen „Mash-Bills“ (Getreidezusammensetzungen) experimentieren, wie dies in den USA üblich ist. Da in Schottland klar in Single Malt (100 % gemälzte Gerste) und Grain Whisky (jede andere Getreidesorte bzw. Mischung) unterschieden wird, ist dies eine recht neue Praxis. Der Grain und Single Grain Whisky spielte bislang in der Industrie lediglich die zweite Geige als Grundlage für die Massenware Blended Scotch Whisky. Dies soll sich mit den Craft-Whiskys von Lone Wolf ändern.

In Sachen Single Malt ist Steven Kearsley, im Gegensatz zu vielen seiner „New Age Distillery“ Kollegen ein Skeptiker beim Thema „Provenance“, also der Herkunft des Getreides. Er glaubt nicht an den regionalen Einfluss auf das Getreide. Er interessiert sich eher für die Einflussmöglichkeiten im Reifeprozess. Hier möchte er den Einfluss der Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Druckverhältnisse erforschen. Auch beim Holz und der Fassauswahl will sich die Lone Wolf Brennerei nicht beschränken lassen. Bislang ist Eichenholz in Schottland die Regel, da nur dann das Produkt als Whisky bezeichnet werden darf. Nachdem sich Lone Wolf aber von diesem Dogma verabschiedet hat, werden wohl auch unterschiedliche Hölzer zum Einsatz kommen.

Dreimal dürfen Sie raten, wie es sich mit den Brennblasen verhält. Richtig. Ein Chemiebaukasten für Erwachsene. Theoretisch gibt es zwei Pot Stills mit je 3000 Litern Fassungsvermögen. Die eine, ein Alptraum für jeden Kupferschmied, hat jedoch gleich drei Reflux-Bälle, die andere mit einer herkömmlichen Form. Die zweite Still ist jedoch an ein komplexes Kondensator-System angeschlossen, das eine Vielzahl an Möglichkeiten zur Einflussnahme eröffnet. Für den Vodka steht außerdem eine Column Still bereit. Und damit nicht genug. Desweiteren steht eine 600 Liter Gin Still und eine 50 Liter Experimentier-Brennblase bereit.

Geschichte von Lone Wolf

Der Mutterkonzern Brew Dog wurde 2007 von James Watt und Martin Dickie gegründet. Die unabhängige Brauerei legte eine steile Karriere hin und ist heute nicht nur die größte unabhängige Brauerei, sondern auch der am schnellsten wachsende Getränkekonzern des Landes. 2014 fiel die Entscheidung eine eigene Brennerei nahe Aberdeen zu bauen. Als Distillery Manager konnte Steven Kearsley gewonnen werden, der zuvor bei Diageo unter anderem für Teaninich, Benrinnes und Linkwood verantwortlich war.

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