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Mackmyra

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Mackmyra

Die aktuelle Mackmyra-Destillerie „Gravity“ wurde 2010 gegründet und nahm 2012 ihren regulären Betrieb auf. Sie befindet sich am Stadtrand von Gävle, einer Hafen-Stadt am Bottnischen Meerbusen mit etwa 75.000 Einwohnern, circa 150 km nördlich der schwedischen Hauptstadt Stockholm. Der Name der Destillerie „Mackmyra“ begründet sich auf die Vorgänger- Destillerie aus dem Jahr 1999, die sich in der ehemaligen Bergbau-Siedlung „Mackmyra Bruk“ rund 10 km westlich von Gävle befindet.
Man geht allgemein von der Annahme aus, dass die wörtliche Bedeutung von „Mackmyra“ aus einer sprachlichen Verbindung der Namen einer früher dort vorkommenden Motten- oder Nacht-schwärmer-Art („nattflyn“) und der dort typischen Moor- bzw. Sumpf-Landschaft („myr“), entstand.

Wie schmeckt Mackmyra Whisky?

Um die anfänglich verhalten anlaufende Produktion bei Mackmyra zu beflügeln, wurden bereits sehr früh interessierte Laien mit eingebunden und diese nach deren bevorzugtem Geschmack für eine zukünftige Ausprägung der Whiskys befragt. Daraus entstanden zwei Basis-Rezepturen, die noch heute die einzelnen Abfüllungen von Mackmyra prägen:

„Elegant“: normal bzw. hell gemälzte Gerste, mit einer Reifung in zumeist Ex-Bourbon-Fässer, die Aromatik ist geprägt von sanfter Vanille, Karamell und dezent bis ausgeprägten Frucht-Tönen;

„Rök“: handgemachtes, rauchiges Malz, über schwedischem Torf bzw. Wacholder-Zweigen gedarrt, mit einer Mischung in einem Mix aus Ex-Bourbon- & Ex-Sherry-Fässern, die Aromatik ist geprägt von feinem Rauch, der zu den Vanille- & Karamell-Tönen noch Noten nach Tabak, Gewürze und Kräuter hinzufügt;

Diese zwei Grundvarianten machen die Whiskys von Mackmyra sehr vielseitig und werden darüber hinaus durch weitere unterschiedliche Reifungsarten, z.B. in frischen schwedischen Eichen-, Ex-Amarone-Rotwein- oder Maulbeerbaum-Fässern, ergänzt und ausgebaut. Daher finden wir, dass sich der Whisky sowohl als Aperitif (Empfehlung: „Elegant“), wie auch als Digestif (Empfehlung: „Rök“), oder als stimmungsvoller Begleiter für entspannte Gesprächsrunden eignet.

Wie wird Mackmyra Whisky produziert?

Die ersten Tropfen Mackmyra-Whisky flossen im Dezember 1999 aus einer von den Gründern noch handgemachten 100-Liter-Kupfer-Brennblase, die allerdings schon im Jahr 2002 durch zwei Brennblasen von Forsyth aus Schottland ersetzt wurde. Da bald absehbar war, dass die Produktionskapazität in Mackmyra Bruk mit deutlich unter 100.000 Liter reinen Alkohols nicht ausreichen würde, sah man sich gezwungen, einen neuen Standort zu suchen. Die neugebaute „Gravity Distillery“ am Stadtrand von Gävle produziert aktuell auf ebenfalls zwei Brennblasen mittlerer Größe von Forsyths circa 150.000 Liter reinen Alkohol, wobei laut Angabe der Destillerie die derzeitige Kapazitätsgrenze erst bei 550.000 Litern erreicht sein wird. Der Name „Gravity Distillery“ ist abgeleitet von der Idee und der umgesetzten Technik, den Whisky mit dem Einsatz der Schwerkraft so umwelt- und ressourcenschonend wie möglich herzustellen. Daher dürfte die Destillerie mit ihren sieben Stockwerken auch eine der derzeit höchsten, klassischen Malt-Destillerien sein. Da man bereits bei der Planung der neuen Brennerei an eine mögliche, künftige Erweiterung dachte, kann diese um einen weiteren Anbau relativ einfach nochmals verdoppelt werden. Bereits jetzt ist Mackmyra die derzeit größte und erfolgreichste Brennerei in Skandinavien, deren Whiskys schon länger internationale Anerkennung erhalten. Eine eigene Malz-Räucherei, die Verwendung von lokalen Zutaten und das unterirdische Fass-Lager in einem ehemaligen Erz-Stollen runden die Ausnahmestellung von Mackmyra ab und sorgen für den einzigartigen, „schwedischen“ Geschmack der Whiskys von Mackmyra. Die Vorgänger-Destillerie in Mackmyra Bruk ist seit 2017 auch wieder in Betrieb und dient als Labor für zukünftige Entwicklungen, worunter sich zurzeit auch die Erprobung eines eigenen Gins befindet.

Single Malts von Mackmyra

Die offizielle Veröffentlichung des ersten Whiskys von Mackmyra fand 2006 statt. Mittlerweile sind vier eigenständige Original-Abfüllungen verfügbar, die stets von verschiedenen Einzel-Fass-, Jahrgangs- oder Small-Batch-Abfüllungen ergänzt werden. Der Standard-Whisky von Mackmyra ist der „Mackmyra Mack“, der auch für den Einstieg als Whisky-Connaisseur bestens geeignet ist. Aufgrund seiner zurückhaltenden 40% vol.alc. ist er ein sanfter Vertreter, der sich in der Nase sehr leicht und fruchtig zeigt. Mit etwas trockener Eiche im Mittelteil erscheinen auch die typischen Vanille-Töne und dahinter lassen sich die zarten Zitrus- und Gewürz-Aromen wie Anis, Minze und Melisse erkennen. Der erste Eindruck am Gaumen wird durch die frischen Obst-Töne nach Birne und wieder Zitronen- und Orangen-Aromen geprägt. Man spürt die Jugend des Whiskys mit seiner belebenden Weißeiche-Vanille-Würzigkeit, die in einen kurzen bis mittellangen Nachklang übergeht, wobei vor dem Verblassen nochmal die Birnen-Aromen aufblitzen.

Der zuvor beschriebene „Mack“ hat den bereits länger erhältlichen „Brukswhisky“ (41,4% vol.alc.) als Einstieg abgelöst und diesen damit zu mehr als nur einem leichten „Daily Dram“ hochgestuft, wobei er sich in dieser Rolle durchaus auch sehr wohlfühlt, so unkompliziert komplex sind seine Aromen. Im Duft wirkt er bereits erstaunlich erwachsen, die typischen Vanille-Töne haben sich um dunklere Karamell-Aromen erweitert, lassen aber auch das Bouquet von reifen Birnen, erfrischenden Limetten und grünen Äpfeln durchscheinen, mit einem kurzen Anklang von gegrillten Bananen und Lakritz. Mit dem ersten Schluck entfaltet sich sofort die Toffee-Karamell-Note, erst nach einigen Sekunden setzen sich die hellen, fruchtigen Aromen durch, wobei diese wieder Platz machen für eine sanfte Süße nach Mandeln und Marzipan, die zum Abschluss in einer zart rauchigen Pfeffrigkeit endet. Der Nachklang ist wiederum sehr klar und erfrischend, erinnert an die Früchte, die bereits im Duft sehr präsent waren und endet mit einer etwas längeren und tiefergehenden Würzigkeit als beim „Mack“.

Der bereits etwas erfahrene Genießer sollte zu der dritten Expression „Svensk Ek“ greifen, denn mit seinen 46,1% vol.alc. und dem Verzicht auf Farbstoffe zeigt Mackmyra hier seine geballte Erfahrung und Kompetenz in der Vereinigung von lokalen Zutaten, Fässern aus heimischem Eichenholz, gelungener Produktion und einzigartiger Fasslagerung. Bereits im Duft sind die unterschiedlichen Nuancen von sanft geröstetem Brot, cremig-karamelligen Waffeln und süßem Honig wunderbar eingewoben in die Fruchtigkeit von reifen, saftigen Äpfeln sowie dunklen Orangen, begleitet von einer eher herben Zirben-Holz-Note, die einen angenehmen Gegensatz bildet. Diese trockenen, sanft holzigen Töne sind auch als Erstes auf der Zunge wahrnehmbar, erneut Zirbe und Sandelholz, ergänzt durch warme Röstaromen und tiefe Karamell-Noten, die zu prickelndem Ingwer, frisch geriebenen Zitrusschalen und Heidehonig übergehen. Im Nachklang verhallen die Aromen zu einem wohligen, eleganten Mundgefühl, stets erinnernd an die ausgeprägte Aromatik in der Nase und im Mund.

Mit dem vierten im Bunde der Standard-Abfüllungen, „Svensk Rök“, ebenfalls mit 46,1% vol.alc. und ohne Farbstoff zeigt Mackmyra, dass es auch gelungene rauchige Whiskys außerhalb Schottlands und Irlands geben kann. In der eigenen Räucherei, die sich hinter der Destillerie am Waldrand befindet, versetzt man einen Teil des Malzes noch mit Rauch aus dem Verbrennen von erdigem Torf der umliegenden Sumpf-Landschaft und einheimischem Wacholder. Dies zeigt sich auch sofort in der Nase und erinnert an etwas kalten Rauch, Tabak und Leder-Töne. Dahinter erscheinen, schön eingebunden, die typischen Vanille- & Karamell-Noten, zusätzlich noch mit einem gewissen mineralisch, salzigen, maritimen Duft. Am Gaumen finden sich deutliche ölige Kräuter-Noten, wie Salbei, Melisse und Heidekraut, was uns an die verwendeten Wacholderzweige beim Räuchern denken lässt. Verklingen diese, treten dunkle, fruchtige Noten hervor: Feigen und Rosinen, süß und schwer, dazu wieder etwas Fudge. Eine Nachspeise in flüssiger Form! Der Abgang ist sehr angenehm und mittellang bis lang mit einer gewissen Komplexität, wobei die sanfte Rauchigkeit lange nachhallt.

Geschichte der Brennerei Mackmyra

Die Geschichte von Mackmyra beginnt im Frühjahr 1998 in einem Winterurlaub in all abendlicher Runde nach dem Skifahren. Sich bei schottischem Whisky austauschend fragten sich damals acht Freunde, warum es eigentlich keine schwedische Whisky-Destillerie gäbe. Diese eigentlich einfache Frage und die daraus resultierende rastlose Neugier sowie der mutige Drang der acht Verbündeten im Geiste, darauf möglichst bald selbst eine Antwort geben zu können, ließ reinen Überlegungen schnell Taten folgen, so dass es bereits 1999 zur Firmengründung kam und damit der Grundstein dafür gelegt wurde, was Mackmyra heute auszeichnet.

Wären da nur nicht die sehr rigorosen staatlichen Alkohol-Bestimmungen in Schweden gewesen, die den acht Jung-Unternehmern mehr abverlangten, als anfänglich gedacht. Zwar wurde in Schweden bereits im Jahr 1995 das staatliche Monopol für die Herstellung von Alkohol abgeschafft, dennoch blieb das staatliche Monopol auf den Handel mit Alkoholika bestehen, so dass ein Vertrieb weiterhin nur über die staatlichen Alkohol-Handlungen möglich war und auch bis heute noch ist. Doch wussten sie um die anderen Vorteile, die sich ihnen boten: die hohe Qualität der schwedischen Gerste sowie das hervorragende, weiche Wasser und das nahezu konstante Klima. Diese Faktoren ließen sie von einem Whisky aus Schweden träumen, der seinesgleichen sucht.

Angetrieben von diesen Vorzügen überwanden sie sämtliche andere Widrigkeiten und als am 18. Dezember 1999 die ersten Tropfen destillierter „New Make“ auf schwedischem Boden aus der selbst gebauten 100-Liter-Kupfer-Brennblase floss, war der Weg bereitet für die rasante Entwicklung, die Mackmyra fortan nehmen sollte. Bereits 2002 wurde die Kapazität erhöht und die kleine Brennblase musste Platz machen für zwei „Pot Stills“ von Forsyth aus Schottland, damit die Nachfrage nach den 30-Liter-Fässern aus dem privaten Fass-Eigner-Programm, das nicht unerheblich zum heutigen Erfolg der Destillerie beitrug, zufriedengestellt werden konnte. Der nächste große Schritt erfolgte im Jahr 2004, als Angela D’Orazio zur Masterblenderin berufen wurde und fortan die Qualitätskontrolle sowie den weiteren Weg der Whiskyreifung entscheidend mitbestimmte und den Whisky in seiner Güte und Vielfalt bis heute prägt.

Als sich fünf Jahre später abzeichnete, dass die Kapazität abermals an ihre Grenzen stößt, da auch mittlerweile die Nachfrage nach den eigenen Abfüllungen enorm zugelegt hatte, suchte und fand man einen guten Standort circa 10 km östlich der bestehenden Destillerie am Stadtrand von Gävle. Dort begann man 2010 mit dem Bau der neuen „Gravity Distillery“, die 2011 abgeschlossen wurde und nach einem Probebetrieb offiziell 2012 ihre Arbeit aufnahm. Auch hier wurden zwei Brennblasen von Forsyth aus Schottland eingebaut, die eine mittlere Größe und klassische Form mit einem schmalen Hals ohne Einschnürungen haben. Nun mit einer Produktions-Kapazität in einer Höhe von bis zu circa 550.000 Liter reinen Alkohol kann man einem zukünftigen Anstieg der Nachfrage etwas gelassener entgegen sehen. Zudem wurde die neue Destillerie bereits so geplant, dass problemlos ein baugleicher Anbau zur Verdopplung derselben möglich ist.

Die acht Gründungsmitglieder verstehen sich noch heute und sind immer noch gute Freunde, wobei sich mittlerweile fünf davon als Eigner in die unternehmerische Passivität zurückgezogen haben und nicht mehr aktiv die Geschicke leiten. Von den restlichen drei Gründern sitzen zwei im Aufsichtsrat und nur noch einer der acht, Magnus Dandanell, arbeitet als „Managing Director“ hauptberuflich für die Destillerie. Er ist nach wie vor seit dem ersten Tag im Dezember 1999 mitverantwortlich bei der Destillerie, die den nachhaltigen Grundstein für den Erfolg des skandinavischen Whiskys gelegt hat.

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