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Buffalo Trace

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Buffalo Trace

Sie interessieren sich für Whiskey aus den USA, oder sind Single Malt Scotch Fan und möchten einmal Ihren Horizont erweitern? Dann kommen Sie an Buffalo Trace nicht vorbei! Denn diese Destillerie in Frankfort im Bundesstaat Kentucky produziert einige der beliebtesten und angesehensten Whiskey-Marken der USA. Nicht umsonst wird Buffalo Trace als die „meist ausgeszeichnetste Whiskey-Brennerei“ der Welt bezeichnet. Buffalo Trace wurde schon fünfmal „Distiller of the year“ im Whiskey Magazine und die Abfüllungen der Brennerei erreichen regelmäßig Spitzenplätze, sei es auf der World Spirits Competition in San Francisco oder in Jim Murrays berühmter Whisky Bible. Bei Buffalo Trace wird vorwiegend Bourbon produziert und ein Teil Rye Whiskey.

Whisky und Whiskey ist und bleibt Geschmackssache, aber wer sich einmal in der Welt des US-Whiskeys umsehen möchte, der kann bei Buffalo Trace nicht viel falsch machen. Denn bei Buffalo Trace entstehen eine Vielzahl unterschiedlicher Bourbon- und Rye Whiskeys, die wegen Ihrer verschiedenen Stile unter unterschiedlichen Markennamen veröffentlicht werden.

Wie schmeckt Buffalo Trace?

Bei Buffalo Trace handelt es sich um den Einsteiger Bourbon der Brennerei. Meist mit 40 % vol. abgefüllt, bietet dieser Kentucky Straight Bourbon einen preiswerten Einstieg in den amerikanischen Whiskey und ist eine gute Alternative zu Jim Beam und Co. Es gibt ihn als Standard und als Single Barrel Version. Er wurde mit einem „low rye“ Mash Bill produziert, einem Roggenanteil von 10 % oder weniger. Es ist daher davon auszugehen, dass dieser Whiskey vorwiegend aus Mais gebrannt ist. Wer eine hochwertigere Alternative sucht, dem empfehlen wir den Eagle Rare 10 Jahre, aus dem gleichen Mash Bill Segment, aber mit höherem Alter. 

Wie wird bei Buffalo Trace produziert?

Da für Bourbon und Rye Whiskey verschiedene Getreidesorten verwendet werden, weicht die Produktion deutlich von der einer Malt Whisky Brennerei in Schottland ab. Mais und Roggen werden separat gekocht bevor sie dann gemeinsam mit gemälzter Gerste vermischt werden. Die gemälzte Gerste ist hierbei nötig um die für das Maischen wichtigen Enzyme freizusetzen. Bei der Gärung werden alte und neue Maische miteinander vermischt, dies nennt man „Sour Mash“-Verfahren.

Einer der wichtigsten Unterschiede zwischen Single Malt und Straight Bourbon/Rye ist die Destillation. Hier kommen (in der Regel) keine Pot Stills wie in Schottland zum Einsatz, sondern Kolonnenbrennblasen. Diese werden auch Column oder Patent Stills genannt. Hier wird ein relativ reiner, aber weniger komplexer Rohbrand, in den USA „White Dog“ genannt, gebrannt. Diese Art der Destillation ist deutlich effizienter als die schottische Malt Whisky Produktion, Kritiker werfen ihr aber den Verlust wichtiger Aromen vor.

Nun kommt der White Dog in frische Eichenfässer und wird in die vielen verschiedenen Lagerhäuser verteilt. Die große Zahl an Lagerhäusern von Buffalo Trace lässt der Brennerei Spielraum für Experimente mit Temperatur und unterschiedlichen Lagerbedingungen. So gibt es eklatante Unterschiede je nach Position der Whiskeys in den einzelnen Lagerhäusern verschiedenen Lagern und Regionen im Lager deutlich von einander (siehe Blantons Lagerhaus H).

Weitere wichtige Marken von Buffalo Trace

Blanton’s

Blanton’s ist der Pionier-Bourbon in Sachen Single Barrel. Heut keine Seltenheit mehr, war dieser Straight Bourbon 1984 der erste Bourbon der als Single Barrel, also Einzelfassabfüllung vermarket wurde. Blanton’s gehört zum „higher rye“ Mash Bill von Buffalo Trace mit einem Anteil zwischen 12 und 15 % Roggen, neben den gesetzlich geregeltem Mindestanteil von 51 % Mais für Straight Bourbon. Noch heute ist Blanton’s eine Hausnummer und ein gut verfügbarer hochwertiger Single Barrel Kentucky Straight Bourbon. Blanton's wird als Fassstärke und in Trinkstärken mit 40 und 46,5 % vol. abgefüllt. Wir empfehlen den Blanton's Original mit 46,5 vol. %. 

Benchmark

Wie Buffalo Trace ist auch Benchmark im Einsteiger-Segment verortet. Als Grundlage für Cocktails ebenfalls eine Alternative zu Jim Beam und Co. Er wurde mit dem selben „low rye“ Mash Bill produziert, wie Buffalo Trace. Wer etwas mehr Geld investieren möchte, dem empfehlen wir den Verwandten aber reiferen Eagle Rare 10 yo.

Eagle Rare

Der Eagle Rare Kentucky Straight Bourbon wurde mit einem „low rye“ Mash Bill produziert, einem Roggenanteil von 10 % oder weniger. Durch seine, für Bourbon-Verhältnisse hohe Reifezeit von 10 Jahren vereint dieser Bourbon die süße Weichheit eines Bourbons mit niedrigem Roggenanteil mit würzigen Fassaromen. Eine spannende Kombination und unsere Preis-Leistungs-Empfehlung!

Colonel E.H. Taylor

Dies ist eins der Kronjuwelen der „low rye“ Mash Bill Abteilung von Buffalo Trace. Unter dem Namen des ehemaligen Besitzers der Brennerei Colonel Edmund Haynes Taylor wird heute ein "bottled in bond" Single Barrel Kentucky Straight Bourbon und ein "bottled in bond" Single Barrel Kentucky Straight Rye vertrieben. Der Whiskey wird im „Warehouse C" gelagert, das im Jahre 1881 von Taylor erbaut wurde.

George T. Stagg

George T. Stagg ist zweifelsohne eins der besten (und hochpreisigsten) Pferde im Stall von Buffalo Trace. Die Auszeichnungen die dieser Kentucky Straight Bourbon nach Hause gebracht hat sind überwältigend. Drei Jahre in Folge, 2004, 2005 und 2006 war er der „World Whisky of the year“ in Jim Murrays Whisky Bible. Bei den San Francisco World Spirits Competitions räumte er bereits mehrfach Gold und Double Gold ab. Er ist Teil der „Antique Collection“ einer Reihe limitierter Sonderabfüllungen, die jährlich im Herbst herausgebracht wird. Meist reift dieser Straight Bourbon für 15 Jahre oder länger im Fass.

Stagg Jr.

Nachdem der große Bruder George T. Stagg heiß begehrt ist und auch in den USA schnell aus den Ladenregalen verschwindet, war es eine Frage der Zeit bis sich eine „Junior-Version“ blicken ließ. Um eine besser verfügbare Version des Whiskeys zu kreieren wurde der Stagg Jr. 2013 in den Markt eingeführt. Er ist eine jüngere Version des George T. Stagg, wird aber ebenfalls in Fasstärke ungefärbt und ungefiltert abgefüllt. Die Farbe spricht Bände!

W.L. Weller

Die Whiskey Marke W.L. Weller ist benannt nach William Larue Weller (1825-1899), einem der Pioniere der Bourbon Industrie. Er verwendete als erster Weizen statt Roggen als Beigabe zur Bourbon Produktion. Das Resultat war ein weicherer „Easy to drink“ Bourbon. Dieser Tradition folgend, sind die Whiskeys unter dem Markennamen W.L. Weller weizenlastiger. Da es bei Kentuckys Straight Bourbons 51 % Mais sein muss und ca. 5 % gemälzte Gerste im Mash Bill unterkommen muss, können wir von ca. 35 % Weizen bei diesem „Wheated Mash Bill“ ausgehen. Die Rezeptur ist übrigens die selbe, wie die des legendären „Pappy Van Winkles“. W.L. Weller ist als „Special Reserve“ mit 40 % vol., als „Antique 107“ mit 53,5 % vol. (107 amerikanischen Proof) und als 12 Jahre alte Version zu haben.

Sazerac Straight Rye

Benannt nach der Firma, die Buffalo Trace besitzt und dem gleichnamigen Whiskey-Cocktail, der typischerweise Rye Whiskey enthält. Dies ist ein Straight Rye, also ein Whiskey, der ähnlich wie Bourbon hergestellt wird, nur dass er statt Mais mindestens 51 % Roggen enthalten muss. Das restliche Mischverhältnis des Mash Bills ist wie immer geheim. Durch den hohen Roggenanteil wird dieser Whiskey würziger als seine Bourbon-Kollegen. Typische Rye-Aromen sind Gewürze wie Nelken und Pfeffer, Lakritze und Vanille.

Geschichte von Buffalo Trace

Die Geschichte von Buffalo Trace beginnt am Kentucky River. Hier an einer besonderen Stelle, die den Büffelherden des 18. Jahrhunderts zur Überquerung des Flusses gedient hatte, sollte später eine Brennerei entstehen, die heute den Namen des ausgetretenen Pfades trägt, dem „Buffalo Trace“. Gegründet wurde die Brennerei unter dem Namen Old Fire Cooper (OFC) von Benjamin Blanton, der zuvor als Goldsucher sein Glück gesucht und gefunden hatte. Einige Jahre später wurde sie nach dem derzeitigen Besitzer George T. Stagg in Old Stagg Distillery umbenannt. Der ehemalige Besitzer ist ebenfalls der Namensgeber für einen der meist-ausgezeichnetsten Bourbons in Jim Murrays Whisky Bible. 1912 beginnt der Sohn des Gründers Colonel Albert Blanton als 16jähriger Bürolehrling seine Karriere in der Brennerei. 1921 wird er Präsident der Brennerei und führt sie durch die schwersten Jahre, die der Prohibition und des zweiten Weltkriegs. Für Freunde, Familie und besondere Gäste wählt Blanton besondere Fässer aus seinem Warehouse H aus. Knapp 60 Jahre später führt 1984 sein Lehrling Elmer T. Lee, mittlerweile Master Distiller und selbst eine Legende, den Blanton’s als Eigenmarke und damit als den ersten Single Barrel Kentucky Straight Bourbon der Welt ein. Elmer T. Lee wird 2001 ein die Kentucky Bourbon Hall of Fame aufgenommen und erhält 2002 den „Lifetime Achievement Award“ im Whisky Advocate und 2012 im Whisky Magazine. Bis kurz vor seinem Tod kam er in die Brennerei um Fässer auszuwählen, unter anderem für den nach ihm benannten Kentucky Straight Bourbon „Elmer T. Lee“. Elmer T. Lee verstarb 2013 im Alter von 93 Jahren.