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Port Ellen

Port Ellen ist seit der Schließung der Brennerei zu einer absoluten Kult-Marke herangewachsen. Die alten Abfüllungen sind heute heiß begehrte Sammlerstücke. 

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Port Ellen Whisky

Port Ellen ist ohne Frage eine der begehrtesten Sammler-Whiskys Schottlands. Die 1983 geschlossene Islay-Brennerei hat mittlerweile Kult-Status erlangt. Ihre verbliebenen Abfüllungen sind für die wenigsten Genießer erschwinglich und sie erzielen auf Auktionen Rekordpreise. 2017 sorgte Diageo, der Konzern hinter Port Ellen, Lagavulin und Caol Ila, für Furore mit der Bekanntgabe, Port Ellen wieder zu eröffnen. Whisky-Fans weltweit verfolgen nun die Entwicklung des Wiederbelebungs-Prozesses der Kult-Brennerei.

Hausstil

Bei all dem Kult um Port Ellen stellt sich für viele Whiskyfreunde natürlich die Frage: Wie schmeckt ein Port Ellen? Man könnte sagen, dass Port Ellen tendenziell eine Mischung aus den typischen Islay-Stil und Talisker von der Isle of Skye ist. Port Ellen besitzt eine pfeffrige Note mit einem typisch rauchig-salzigen Aroma. Häufig trägt der Single Malt Aromen von Limetten und ähnlichen Zitrus-Noten. Der maritime Charakter von Port Ellen ist charakteristisch. Die Textur des Whiskys ist ölig und schwer und erinnert aromatisch oft an Teer. 

Herstellung

Von einer aktuellen Produktion kann bei Port Ellen keine Rede sein. Da die Brennerei 1983 geschlossen wurde, stoppte folglich auch die Produktion vor Ort. Port Ellen hatte bis zu diesem Zeitpunkt einen rauchigen Islay Malt hergestellt. Auf vier kupfernen Brennblasen wurde der torfige Brand für Port Ellen destilliert. Die Großmälzerei, die 1973 auf dem Gelände gebaut wurde, versorgt noch heute die meisten Brennereien Islay mit getorftem Malz. Die Szenerie in Port Ellen wird ganz klar von der riesigen Port Ellen Mälzerei dominiert.

Geschichte

Die Port Ellen Whisky Distillery wurde 1825 gegründet und 1836 von John Ramsey übernommen. Ramsey war ein weitsichtiger Geschäftsmann und brachte vermutlich viele technische und auch kaufmännische Innovationen nach Islay. Der Legende nach hat John Ramsey Robert Stein und Aeneas Coffey nach Port Ellen eingeladen. Dort sollten die damals neuen Destillationsverfahren erprobt werden. Robert Stein hatte die Patent Still, eine kontinuierliche Destillationsmethode entwickelt. Aeneas Coffey entwickelte diese später weiter zur Coffey Still. Die Destillationsmethode sollte die Whisky-Landschaft grundlegend verändern. Sie führte zur Erfindung des Blended Scotch Whiskys und damit zum weltweiten Erfolg schottischen Whiskys. 

Auch der Einsatz des Spirit Safe, der später gesetzlich vorgeschrieben wurde, wurde wohl zum ersten mal in der Brennerei Port Ellen eingesetzt. Kaufmännische Weitsicht bewies Ramsey dadurch, dass er den Amerikahandel von Anfang an forcierte. Der Whisky wurde direkt von der Destille in die USA verschifft.

1929 verkauften Nachfahren von Ramsey Port Ellen an John Dewar & Sons. Doch der wirtschaftliche Erfolg wollte sich im frühen 20. Jahrhundert nicht einstellen. Entsprechend blieb die Destillerie lange Zeit geschlossen. Erst im Jahr 1966 wurde in Port Ellen wieder Whisky produziert. Dazu wurde die Brennerei während der Boom Jahre renoviert und von zwei auf vier Brennblasen aufgestockt. Doch das Glück, bzw. die wirtschaftliche Entwicklung, war der Destillerie nicht hold. Als Folge der Whisky-Krise in den 80er Jahren wurde Port Ellen 1983 geschlossen und weite Teile der Brennerei wurden demontiert.

In Port Ellen sollte, nach damaligem Wissensstand, nie wieder Whisky gebrannt werden. So entwickelte sich Port Ellen zu einem echten Kult-Whisky. Die Abfüllungen der Brennerei wurden schnell in Genießer- wie auch Sammlerkreisen beliebt. Bald erzielten ältere Port Ellen Abfüllungen horrende Preise auf Auktionen. Das Bangen um die letzten Original-Abfüllungen der Brennerei hält bis heute an. Die Vorräte sind limitiert und die Bestände schrumpfen mit jedem Release. Die anhaltende, hohe (und sogar steigende) Popularität Islays entlastet das Angebot an dieser Stelle nicht gerade. Port Ellen ist schon heute der seltenste Whisky aller Islay Malts.

Diageo begann 1995 Single Malts aus unbekannten und teilweise geschlossenen Destillerien unter dem Label „The Rare Malts“ zu vermarkten. Bei den „Rare Malts“ sollte keine Destillerie zwei Jahre in Folge veröffentlicht werden, um das Angebot interessant zu halten. 1998 erschien in dieser Reihe ein 20-jähriger Port Ellen und 2000 ein 22-jähriger Whisky. Der Ansturm auf die Flaschen war schon damals hoch. So wollte Diageo eine Lösung finden, Port Ellen auch in einer anderen Serie zu veröffentlichen. Die Lösung, für die Diageo sich hier entschieden hat, ist die Veröffentlichung von Port Ellen in Limited Editions. 2017 wurde zuletzt ein Port Ellen im Rahmen der Diageo Limited Releases veröffentlicht. 

Im Oktober 2017 trat Diageo mit Plänen an die Öffentlichkeit Port Ellen wieder zu eröffnen. Insbesondere auf Grund des heutigen Prestiges der Marke Port Ellen, ist diese Entscheidung nachvollziehbar. In wie weit die neue Brennerei allerdings an den Erfolg der früheren Port Ellen Whiskys anknüpfen kann, muss die Zeit zeigen. Schließlich ist ein Teil des Ruhms Port Ellens, auf die Schließung der Brennerei zurückzuführen. Die künstliche Verknappung der Abfüllungen führte somit zu den hohen Preisen. Spannend wird auch, ob und wie Diageo den Stil der Brennerei wiederbeleben kann. Denn von den alten Brennereigebäuden sind nur noch Teile der alten Mälzerei und die Lagerhäuser vorhanden. Heute werden diese zum Teil für die Reifung der Lagavulin Single Malts genutzt. Faktisch muss eine gänzlich neue Brennerei gebaut werden, die anschließend versucht, den Stil des Kult-Whiskys wieder zu beleben. Die alten kupfernen Pot Stills der Brennerei sollen jedenfalls als direkte Replikate der alten Brennerei nachgebaut werden. Wir drücken jedenfalls die Daumen! 

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