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Insel Whisky

Die schottischen Inseln sind Heimat einiger äußerst spannender und sehr unterschiedlicher Whisky-Brennereien. Die Insel-Whiskys zeichnen sich durch ihren maritimen Einfluss und die sporadische Verwendung von Torf bei der Herstellung ihres Whiskys aus. Kosten Sie die nicht-rauchigen Arran Single Malts oder die würzig-rauchigen Klassiker von Talisker. Auch bei unabhängigen Abfüllern wie Signatory und Gordon & MacPhail werden Sie fündig! 

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Insel Whisky

Der Whiskyregion "Islands" werden alle Brennereien zugeordnet, die auf den Hebriden, den nördlichen Inseln und den Äußeren Hebriden gelegen sind. Vor der rauen Nordküste Schottlands liegt das Archipel Orkney mit der größten Insel, die die Einheimischen selbstbewusst "Mainland", also "Festland" nennen. Auf ihr finden sich die beiden Whisky-Brennereien Highland Park und Scapa, beide nahe der Inselhauptstadt Kirkwall. Von Orkney aus nach Westen schauend findet man die Insel Lewis and Harris, auf deren südlichem Teil – der Insel Harris – sich die junge Harris Distillery befindet. Von der Insel Lewis und Harris nach Süden reisend, finden wir die Isle of Skye. Die touristisch sehr beliebte Insel ist Heimat von Talisker und der jungen Torabhaig Distillery. Auch Raasay, der kleine Nachbar von Skye, hat mittlerweile eine eigene Raasay Distillery vorzuweisen. Weiter im Süden liegt die Isle of Mull, die im gleichnamigen bunten Küstenort die Tobermory bereit hält. Weiter nach Süden gehend kommen wir zu Islay, der produktionsmäßig größten Whiskyinsel. Aufgrund von neun aktiven Brennereien und des speziellen stark rauchigen und maritimen Stils der Insel wird Islay als eigene Region geführt. Islays Nachbarinsel Jura gehört wieder eindeutig in die Region Islands und beherbergt die Isle of Jura Distillery. Seit den neunziger Jahren ist auch die Isle of Arran wieder auf der Whiskylandkarte Zuhause, als die Arran Distillery den Betrieb aufnahm. Mittlerweile hat sich mit der Lagg Distillery auch auf Arran eine zweite Whisky Destille entwickelt, diesmal mit dem Fokus auf stark rauchigem Whisky

Isle of Arran

Die Isle of Arran, die gerne auch als „Schottland im Miniaturformat“ bezeichnet wird, beherbergt seit 1995 die Arran Distillery. Der nördliche Teil von Arran ist von Bergen und Seen geprägt, während wir im Süden weite Wiesen- und Graslandschaften finden. So wie sich auch Schottland in die nördlichen Highlands und die südlichen Lowlands unterteilen lässt. Arran hatte eine lange Geschichte der Schwarzbrennerei und auch drei legale Brennereien, wovon die letzte in der Mitte des 19. Jhd. schließen musste. Daher war die Isle of Arran, die vor allem für ihre reiche Vogelwelt berühmt ist, für 150 Jahre ohne Brennerei und dementsprechend ist die Freude über die Neueröffnung umso größer gewesen. Heute finden sich auf der Insel wieder zwei aktive Malt Whisky Brennereien, denn die Arran Distillers haben mit der Lagg Distillery nun eine spannende zweite Destille eröffnet. Hier wird stark rauchiger Insel Whisky hergestellt. 

Brennereien der Insel:

Isle of Jura

Die Isle of Jura und das schottische Festland werden nur durch einen schmalen Sund voneinander getrennt. Jura, nur 11 km breit und 55 km lang, ist die Nachbarinsel der berühmten Isle of Islay. Während Islay aktuell neun aktive Whiskybrennereien beherbergt, ist es auf der Isle of Jura nur eine und auch im Stil sind die Nachbarn nicht vergleichbar. Der Name „Jura“ kommt aus dem Norwegischen und bedeutet „Rotwild“. Ein treffender Name, ist doch die Insel von mehreren Tausend Rothirschen besiedelt. Die Insel Jura wird dominiert durch die Paps (altgälisch: Brüste) of Jura, der charakteristischen Bergkette Juras. Die Paps kann ein Besucher besonders gut von Islay aus betrachten. Bei besonders klarer Sicht sind die Paps sogar von Irland aus zu sehen.

Isle of Lewis (Lewis and Harris)

Die Insel Lewis ist genau genommen gar keine Insel, sondern der nördliche Teil der langgezogenen Insel Lewis and Harris in den Äußeren Hebriden. Die Insel Lewis ist de facto durch einen massiven Höhenzug von Harris getrennt, weswegen man den beiden Teilen der Insel auch eigene Namen gegeben hat. Die Küste besteht weitgehend aus Steilküsten und die Landschaft ist durch ausladende Torfmoore geprägt. Trotz dieser eher unwirtlichen Bedingungen belegen steinzeitliche Kultstätten eine Besiedlung seit mindestens 5000 Jahren. Heute lebt die Bevölkerung in erster Linie von der Fischerei sowie der Schaf- und Rinderzucht. Seit 2007 gibt es mit Abhainn Dearg eine kleine legale Brennerei auf den Äußeren Hebriden, die gleichzeitig auch die westlichste Brennerei Schottlands ist. Die Harris Distillery ist seit 2014 auf Harris im Küstenstädtchen Tarbert zuhause, nur einen Katzensprung vom Fähranleger entfernt.

Isle of Mull

Die Isle of Mull ist die zweitgrößte Insel der inneren Hebriden. Die Hauptstadt von Mull ist Tobermory. Sie hat der heimischen Destillerie nicht nur Heimat und Namen gegeben, sondern mit „Ledaig“ auch den Namen des zweiten Whiskys, der hier produziert wird. Tatsächlich ist Ledaig der frühere Name des Hafenstädtchens. Ledaig ist gälisch und bedeutet „sicherer Hafen“. Mull hat rund 2800 Bewohner, welche in erster Linie vom Tourismus und der Tierzucht leben. Selbstverständlich hat auch die örtliche Brennerei einen Einfluss auf das Wirtschaftsleben. Im Süden von Mull finden sich die Carsaig Arches, Basaltfelsen, die durch die Witterung und das Meer zu außergewöhnlichen Formen gearbeitet wurden. Sollten Sie die Isle of Mull einmal besuchen, vergessen Sie nicht diese Sehenswürdigkeit zu besuchen.

Isle of Skye

Orkney Inseln

Die Isle of Skye ist die größte Hebrideninsel. 80 km lang und an der breitesten Stelle bis zu 40 km breit. Skye ist eine Schatzkiste natürlicher Schönheit. Bringen Sie dringend Ihren Fotoapparat mit! Im Norden findet man die beeindruckenden Felsen des Old Man of Storr, die schon im Science Fiction Film Prometheus für eine beeindruckende Kulisse gesorgt haben. Im Süden der Insel finden sich die Cuillins, eine Bergkette von pittoresker Schönheit, bei der sich rohe Berge und Hügel mit blumenübersäten Tälern abwechseln. Die Isle of Skye beherbergt die einzigartige Talisker Distillery, welche im Westen der Insel am Loch Harport gelegen ist. Auch der Hersteller der Blends Te Bheag und Poit Dubh hat seinen Sitz auf Skye – in beiden Blends soll der Talisker eine große Rolle spielen. Es gibt das Gerücht, dass auch Whiskyliköre wie der Drambuie ihren Ursprung auf der Isle of Skye haben. Beweisen lässt sich dies selbstverständlich nicht. Seit 2017 hat auch Talisker auf Skye Gesellschaft bekommen. Die Torabhaig Distillery hat sich im Süden der Insel auf dem Weg zum Fähranleger Armadale angesiedelt. 

Die Orkney Inseln, vom altnordischen Wort „Orkneyjar“ abgeleitet (was „Insel der Seehunde“ bedeutet), liegen im Norden Schottlands. Ganze 67 Inseln zählen zu den Orkneys, wobei nur 17 von ihnen bewohnt sind und insgesamt etwa 19.000 Einwohner beherbergen. Davon alleine 7000 in Kirkwall auf der Hauptinsel Orkney Mainland. Kirkwall ist Heimat von Highland Park und auch die Scapa Brennerei ist nur einen Steinwurf (nach Süden) entfernt. Highland Park ist damit die nördlichste Brennerei Schottlands. Die Orkney Inseln sind weitläufig mit Torf bedeckt und dieser Torf ist stark mit Heidekraut durchwachsen. Eine Eigenschaft, die sich auch wunderbar in den Whiskys von Highland Park entdecken lässt.

Stil

Wie bei den meisten schottischen Whiskyregionen ist es schwierig die Region Islands genau zu definieren. Die Diskussionen um Islay wurden bereits erwähnt. Aber auch das Erkennen eines eindeutig inseltypischen Stils fällt, wenn man ehrlich ist, schwer. Häufig werden Island Malts die Attribute intensiv, oft rauchig und maritim zugeordnet. Bei Talisker, Ledaig (der rauchigen Variante von Tobermory) und Highland Park trifft diese Zuordnung halbwegs. Die nicht-rauchigen Arran Single Malts, Tobermory und Scapa etwa sind eher hellfruchtig und nur leicht maritim. Sie könnten daher ebenso gut den Highlands zugeordnet werden. Die Inseln sind vielseitig und lassen sich nicht in eine Schublade stecken. Genau so wie es sich für eine waschechte Whiskyregion gehört und genau so wie wir es lieben.

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