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Lowland Whisky

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Lowland Whisky

Die Whiskyregion LowlandsFoto: Stephen Beaumont / Shutterstock.com

Die Heimatregion der Lowland Whiskys ist nicht identisch mit der geologischen, oder der politisch definierten Lowlands Region. Während die geologischen Lowlands entlang der Trossachs (ein bewaldetes Bergtal Nordwestlich von Stirling) von den Highlands getrennt werden, orientiert sich die Whiskyregion stattdessen über die sogenannte „Highland Linie“, welche zurück geht auf eine Einteilung die das britische House of Commons Ende des 18. Jahrhunderts festlegte. Die heutige Einteilung folgt einer gedachten Linie zwischen Greenock und Dundee. Alles südlich dieser, leicht gebeugten Linie gehört zu den Lowlands.

Bis vor wenigen Jahren gab es in den Lowlands mit Auchentoshan und Glenkinchie nur zwei aktive Brennereien. Heute sind die Lowlands die am schnellsten wachsende Whisky-Region Schottlands. 

In den Lowlands produzieren heute folgende Malt Whisky Brennereien:

  • Aberargie
  • Alisa Bay
  • Annandale
  • Auchentoshan
  • Bladnoch
  • Clydeside
  • Daftmill
  • Eden Mill
  • Glasgow
  • Glenkinchie 
  • Inchdairnie 
  • Kingsbarns
  • Lindores Abbey
  • The Borders 

Die Lowlands blicken auf eine lange Periode der Brennereischließungen zurück. Die Malts der Region fielen in der Kundengunst vor allem hinter die blumigen Malts aus der Speyside zurück, die Folgen waren verheerend. Zu den Brennereien die aufgeben mussten gehören Dumbarton/ Inverleven, Glenflagler / Killyloch, Kinclaith, Littlemill, Rosebank und St. Magdalene. Gerade die beiden letztgenannten sind für viele Whiskyfreunde ein großer Verlust, haben Sie doch einen ganz besonderen, einzigartigen Stil vertreten.

Glücklicherweise erleben die Lowlands derzeit eine Renaissance. Auf Grund des heutigen Whisky-Booms wachsen neben den überlebenden "Traditions-Brennereien" eine Reihe junge teils progressive New-Comer heran. Zu den alteingesessenen Whisky-Produzenten gehören Auchentoshan, die einzige Brennerei Schottlands die ausschließlich dreifach destilliert, Glenkinchie nahe Edinburgh und Bladnoch die südlichste Brennerei Schottlands. Alle drei Brennereien wurden Anfang des 19. Jahrhunderts gegründet.
In den frühen 2000ern kam still und leise eine kleine Farm-Destillerie namens Daftmill hinzu, die nun mittlerweile einen voll ausgereiften Whisky vorzuweisen hat. 2007 erweiterten ebenfalls William Grant & Sons Ihre Grain Anlage in Girvan um die Maltbrennerei Alisa Bay und bereicherten somit die Lowlands um einen rauchigen Malt Whisky.

Seit 2010 haben die Lowlands aber richtig an Schwung aufgenommen. Seit dem sind eine Reihe neuer Brennereien entstanden, vorneweg in der Region Fife, auch als "Kingdom of Fife" bekannt. Hier bereichert nun Kingsbarns und die kleine Craft-Destillerie Eden Mill das Golfer Eldorado St Andrews. Hinzu kommt Lindores Abbey, eine Brennerei neben der "Geburtsstätte des Scotch Whiskys" und Aberargie und Inchdairnie. Auch Glasgow hat mit der Glasgow Distillery und Clydeside nun wieder zwei Whisky-Brennereien vorzuweisen. Auch tief in den Lowlands stehen mit der "The Borders" Brennerei und der "wiederbelebten" Annandale Distillery nun wieder zwei Malt Whisky-Vertreter. 

Den Plan von Diageo die Rosebank Brennerei wiederzubeleben dürfen wir mit großem Interesse weiter verfolgen. 

Neben den Malt Brennereien sind auch alle wesentlichen Grain-Brennereien Schottlands Teil der Lowlands. Girvan, Strathlclyde und Cameronbridge gehören zu den größten Whiskybrennereien des Landes.

Nur knapp nördlich der Grenze zu den Highlands finden sich die Glengoyne, Deanston, Tullibardine und die Loch Lomond Brennerei. Diese Malt Brennereien könnten die Lowlands zwar wunderbar ergänzen, aufgrund der bestehenden Vorurteile gegen Lowland Malts, und des vermeintlich besseren Prädikats „Highland Malt“, würden diese sich aber wohl mit Zähnen und Klauen gegen eine Eingliederung zur Wehr setzen.

Single Malts aus den Lowlands sind eher hell in der Farbe und haben typischer Weise einen trockenen Abgang. Diese Trockenheit stammt aus dem Malz selbst und nicht aus Torf. Whisky aus den Lowlands wird nämlich weitestgehend aus ungetorftem Malz produziert.

Der Lowland Whisky wird daher besonders mild. Vertreter aus den Lowlands bieten sich daher zum Einstieg in die Welt des Whisky an – dies soll natürlich nicht heißen das nicht auch Experten Spaß an den exquisiten, feinen Aromen der Lowland Single Malts haben. Dank der progressiven Neuankömmlinge wird auch der "Hausstil" der Lowlands mit einigen Ausnahmen ergänzt werden. 

Traditionell wurde der Whisky in den Lowlands dreifach destilliert, wie es sonst eher in Irland typisch ist. Während bei der üblichen Whiskyproduktion in Schottland die Wash mithilfe von zwei Brennblasen, zweifach destilliert wird, setzt man bei der dreifach Destillation eine dritte – meist intermediate still genannte – Brennblase ein. In der Folge ist der Alkoholgehalt des Newmakes etwas höher als bei zweifacher Destillation, der Whisky reiner und hat einen leichteren Körper,  ist aber auch schärfer und zeigt weniger intensive Aromen. Heute praktiziert in den Lowlands nur noch Auchentoshan die dreifache Destillation.

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