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Neuseeländischer Whisky

Whisky aus Neuseeland ist eine echte Rarität. Die tragische Whisky-Geschichte des Landes lässt heute nur noch wenige Abfüllungen der einst geschätzten Willowbank Whiskys auf unseren Märkten erscheinen. Sichern Sie sich schnell eine der alten Bestände der Brennerei, bevor die Vorräte endgültig versiegen. 
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Neuseeländischer Whisky

Neuseeländischer Whisky ist derzeit noch eine echte Rarität. Zwar hatte Neuseeland im 19. Jahrhundert eine aktive Whisky-Industrie. Diese wurde jedoch von der Regierung quasi kaputt-besteuert, sodass bis in die 70er Jahre keine Brennereien existieren konnten. Der kurze Erfolg der Willowbank Distillery ist heute nur noch durch die übrigen Lagerbestände zu genießen. Die letzten Überbleibsel der geschlossenen Brennerei Willowbank in Dunedin werden heute in einzelnen Abfüllungen veräußert. Wann und in welcher Menge Whiskys der neuen Craft-Destillerien Neuseelands bei uns ankommen, ist derzeit ungewiss. 

Stil

Wie schmeckt neuseeländischer Whisky? Die bisherigen Abfüllungen der Willowbank Distillery haben oft intensive Aromen von Beeren und getrockneten Früchten. Dazu kommen exotische Gewürze und Toffee-Aromen. Über den allgemeinen Stil anderer Brennereien bzw. eines landestypischen Charakters lassen sich noch keine Aussagen treffen. 

Herstellung

Wie wird neuseeländischer Whisky produziert? Neuseeland wurde in der Whisky-Herstellung vorwiegend von Schottland beeinflusst. So hat sich die Pot Still Destillation hier zeitweise durchgesetzt. Auch die wenigen neuen Destillerien orientieren sich an diesem Herstellungsverfahren. Die Zahl neuer Brennereien ist allerdings derzeit noch übersichtlich. Ob sich eine signifikante neuseeländische Whisky-Szene entwickeln wird, wir sich zeigen. 

 

Neuseeländische Whisky-Brennereien und -Firmen: 

The New Zealand Whisky Company (gegründet 2010, Südinsel): Nachdem 1997 die letzte neuseeländische Whisky-Brennerei schließen musste, wurden die Fasslager veräußert. Die New Zealand Whisky Company erstand 80.000 Liter in 443 Fässern. Die Firma lagert nun die Fässer der alten geschlossenen Willowbank Distillery in Lagerhäusern in Oamaru. Die Abfüllungen werden unter dem Namen der "New Zealand Whisky Collection" vertrieben. 

Southern Distilleries Ltd.: Southern Distilleries Ltd. liegt in Timaru auf der Südinsel Neuseelands und ist somit geographisch betrachtet eine der südlichsten Whisky-Destillerien der Welt. Die Brennerei produziert Moonshine, Single Malt, Blended Whiskey, Corn Whiskey und Rum. Die Folklore der Brennerei bezieht sich auf Mary McRae, eine Schottin, die im 19. Jahrhundert mit ihren Kindern nach Neuseeland auswanderte. Von ihr lernte ihr Sohn Murdoch McRae die Kunst der Destillation. 

Thomson Whisky Distillery (gegründet 2014, Nordinsel): Die Thomson Whisky Distillery ist eine Craft Distillery in Riverhead, nordwestlich von Auckland. Die Brennerei entwickelte sich aus der Rolle eines unabhängigen Abfüllers heraus. Auch hier wurden alte Fässer der geschlossenen Willowbank Distillery verkauft. Die Destillerie brennt auf einer kleinen kupfernen Pot Still und produziert so neuseeländischen Single Malt Whisky. Zur Reifung werden Ex-Bourbon und neuseeländische Rotwein-Fässer verwendet. 

Cardrona Distillery (gegründet 2015, Südinsel): Die Cardrona Distillery liegt auf der Südinsel Neuseelands, nahe der Stadt Wanaka. Die junge Destillerie in Familienbesitz brennt ihren Single Malt auf klassischen Pot Stills. Diese wurden extra vom Brennblasen Spezialist Forsyth's in Schottland angefertigt. Die Wash Still fasst 2000 Liter, die Spirit Still rund 1300 Liter. Der Whisky reift in Ex-Bourbon und Ex-Sherryfässern heran. Die Brennerei befüllt täglich nur ein Fass und wir werden wohl noch bis etwa 2025 auf die ersten Abfüllungen warten müssen. Cardrona produziert außerdem Gin und Single Malt Vodka. Die Brennerei zählt zu den südlichsten Whisky-Destillerien der Welt. 

Geschichte

Ähnlich wie in Schottland und den USA entwickelte sich auch in Neuseeland die Whisky-Industrie aus der weiten Verbreitung der Schwarzbrennerei heraus. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts, nach der Annexion ins britische Weltreich, wurde reichlich illegal Alkohol gebrannt. 1865 verabschiedete die Regierung den "Distillation Act", der sämtliche Klein-Brennereien illegal machte, die weniger als 23.000 Liter jährlich produzierten. Lediglich die New Zealand Distilling Co aus Dunedin und die Crown Distillery in Auckland erhielten Lizenzen. Die Dunedin Distillers unternahmen große Anstrengungen guten Whisky zu produzieren. Sie importierten Torf von Islay, Sherryfässer aus Spanien und reiften ihren Whisky für mindestens drei Jahre. Die Brennerei wuchs bis sie 1870 stolze 400.000 Liter Rohbrand produzieren konnte. Auch die Crown Distillery in Auckland lag 1872 bei etwa 80.000 Litern Jahresproduktion auf traditionellen Kupfer-Brennblasen. Die neuseeländische Regierung machte jedoch auch diesen erfolgreichen Brennereien 1879 den Garaus. Sie erhöhten die Alkoholsteuer in etwa auf die Preise importierter Whiskys und beraubten so die lokalen Brennereien ihrer Wettbewerbsfähigkeit. Über 80 Jahre gab es keine offizielle nationale Destillation von Spirituosen in Neuseeland. 1969 erwarb die Baker Familie in Dunedin mit der Greggs Company eine Lizenz. Sie gründeten die Willowbank Distillery, ebenfalls unter dem Namen Dunedin Distillery oder Wilson Distillery bekannt. Pot Stills wurden aus Schottland eingekauft und erstmals lokale Gerste verwendet. Lokaler Torf wurde beim Mälzen angewendet. Nach vierjähriger Reifung erblickte der erste neuseeländische Whisky seit Jahrzehnten das Licht der Welt. "Wilson" und "45 South" kamen 1974 auf den Markt. Die Marken konnten jedoch nie den gewünschte Erfolg feiern. Zu eingefahren war die Markentreue der Konsumenten der damaligen Zeit und zu günstig die konkurrierenden Scotch Whisky Importe. 1980 verkaufte man die Brennerei an den kanadischen Konzern Seagrams. Die Brennerei war unter Seagrams zunächst mit seinem Single Malt "Lammerlaw" erfolgreich. Seagrams verkaufte die Brennerei 1997 an Fosters, die sie nur drei Jahre später endgültig schloss. Die Brennblasen produzieren heute Rum auf Fiji. Die letzten Abfüllungen der Willowbank Distillery sind heute heiß begehrte Sammlerstücke und werden in der "New Zealand Whisky Collection" vertrieben. Erst seit kurzem scheint sich in Neuseeland mit dem neuen Craft-Distillery-Movement etwas zu regen. Australien feiert mit Tasmanien als neuer Whisky-Region derzeit große Erfolge. Man kann nur hoffen, dass auch Neuseeland seinen Weg zurück in die nationale Whisky-Produktion findet. An Potential scheint es jedenfalls nicht zu mangeln!

Herkunft

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