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Australischer Whisky

Australien ist auf dem Weg in den Whisky-Olymp. Die vielfach ausgezeichneten Single Malts aus Down Under sind heute gefragter denn je. Der Whisky-Boom am anderen Ende der Welt, mit dem Epizentrum Tasmanien, ist in vollem Gange. Probieren Sie selbst, was Australien heute an tollen Single Malts zu bieten hat!
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Australischer Whisky

Australischer Single Malt ist der neue Shooting Star am Whisky-Himmel. Ausgehend von der australischen Insel Tasmanien schickt sich Australien derzeit an, zu einer der renommiertesten Whisky-Nationen der Welt zu werden. 2014 wurde der Sullivans Cove French Oak Cask bei den World Whiskies Arwards zum "weltbesten Single Malt" gewählt. Er schlug damit die Whisky Nationen Schottland, Irland und Japan. Spätestens seitdem hat die Whisky-Welt Australien und Tasmanien auf dem Schirm. Dass es sich hierbei um kein "One Hit Wonder" handelt, bewies Sullivans Cove 2019 erneut mit dem selben Titel. Bis dato ist dies keinem anderen Single Malt gelungen. Der Kontinent der Beuteltiere ist "Up and Coming" und bietet bereits eine stolze Auswahl von Brennereien und Abfüllungen mit teils experimentellem Charakter. Australien hatte auf dem Papier im 19. Jahrhundert bereits eine beträchtliche Whisky-Produktion. Die moderne Whisky-Industrie Australiens ist noch keine 30 Jahre alt. Um so beeindruckender ist daher der märchenhafte Aufstieg in den Whisky-Olymp. Läuft australischer Whisky bald dem japanischen Whisky den Rang ab? Das Tasmanien und damit Australien sich derzeit zu einem ernst zu nehmenden Whisky-Land entwickeln, hat der Kontinent nicht zuletzt Bill Lark zu verdanken. Mit der Lark Distillery setzte er in den 90ern den Funken, der das heutige Feuer der Whisky-Brenner im Land Down Under entfachte. 

Stil

Wie schmeckt australischer Whisky? Das Gros der australischen Whiskys ist dem Stil Schottlands nicht ganz unähnlich. Lediglich der Torf-Rauch Fokus, für den Scotch Whisky berühmt-berüchtigt ist, ist beim australischen Whisky nicht so stark ausgeprägt. Jedoch gibt es auch eine Reihe australischer Single Malts mit Torf-Rauch, manche sogar mit lokalem Torf. Nichtsdestotrotz sind australische Whiskys keine "Scotch-Kopie". Sie folgen lediglich dem hohen Anspruch in der Herstellung und weisen sehr eigene teils exotische Aromenprofile auf. Die Mannigfaltigkeit der australischen Whiskys lässt dem Land schwerlich einen einheitlichen Stil zuschreiben. Zu Groß sind die Unterschiede der einzelnen Brennereien und sogar Klimazonen des Landes. Probieren geht über studieren! 

Herstellung

Der australische Whisky orientiert sich am Single Malt Scotch Whisky. Zumindest was Qualitätsanspruch und Produktionsmethoden angehen, haben sich die Australier Schottland zum Vorbild genommen. Und das augenscheinlich mit Erfolg. Klimatisch ist der australische Kontinent enorm vielfältig. Im Norden findet sich ein tropisches Klima, während die Mitte des Kontinents über große Wüstenregionen verfügt. Der Süden hingegen hat für australische Verhältnisse ein gemäßigtes Klima. Es ist daher aus klimatischer Sicht nicht verwunderlich, dass sich die Whisky-Brennereien Australiens im Süden des Landes entwickelt haben. Wer Whisky herstellen möchte, braucht vor allem eines: Viel Wasser. Im Süden bieten die höheren Niederschlagsmengen und das gemäßigte Klima der Whisky-Produktion gute Bedingungen. Und auch die Fassreifung dankt es den Whisky-Herstellern, wenn die Luftfeuchtigkeit hoch und die Temperaturschwankungen nicht all zu extrem ausfallen. Whisky-Länder wie Taiwan und Indien haben gezeigt, dass die Verdunstungsrate durch die Fasswand bei 10 - 14 % liegen kann. Schottland hingegen liegt beim Angels' Share, dem Engelsanteil, wie die Schotten es liebevoll nennen, nur bei etwa 2 % jährlich. Ein gemäßigtes Klima schont also den Geldbeutel der Whisky-Produzenten. Dennoch ist Australiens Klima für die Whisky-Produzenten eine Herausforderung. Hitzewellen und Bodenfrost machen nicht nur der Landwirtschaft zu schaffen. Australiens Getreideproduktion ist vorwiegend auf Bier ausgelegt. Das bedeutet, das Getreide produziert tendenziell mehr Aromen und weniger Alkohol. Dies ist zwar aufwendig für die australischen Whisky-Brenner, kommt aber womöglich der Qualität des australischen Whiskys entgegen. Die Distiller Australiens experimentieren mit verschiedenen Hefen und Fermentationszeiten. Ein Trend, den die Schotten zu lange verschlafen haben und nun langsam hinterher arbeiten. Besonders in Tasmanien kommen die kühlen Sommer und milden Winter dem Whisky entgegen. Eben hier hat sich auch das Epizentrum der modernen australischen Whisky-Produktion entwickelt. Tasmanien bietet sich auf Grund seines weichen Wassers, ausreichend Getreide und sogar eigenen Torf-Vorkommen für die Produktion an. Sämtliche wichtigen Whisky-Hersteller wie Lark, Sullivans Cove, Overreem, Hellyers Road und Starward brennen auf klassischen Kupfer-Brennblasen. Bei der Fassreifung bedient man sich der bewährten Bourbon-Fassreifung. Aber auch Starkweine wie Sherry oder die australische Version der Apera und Port-Wein kommen zum Einsatz. Nachdem sich Australien zu einem wichtigen Wein-Produzenten gemausert hat, liegen hier große Chancen in der Wein-Industrie als Ressource für Fässer. Weit über 40 Whisky-Brennereien produzieren heute australischen Whisky in Down Under.

 

Wichtige australische Whisky Brennereien und - Marken 

Hellyers Road Distillery (gegründet 1999, Tasmanien): Mit 100.000 Litern Jahresproduktion war Hellyers lange Zeit die größte australische bzw. tasmanische Whisky-Brennerei. Sie liegt dabei verglichen mit Schottland aber immer noch im Bereich der sehr kleinen Brennereien. Die sehr großen Pot Stills von Hellyers Road sind ungewöhnlicherweise zum Teil aus rostfreiem Edelstahl und zum Teil aus Kupfer. Die Wash Still fasst 40.000 Liter, die Spirit Still 20.000 Liter. Die Pots der Brennblasen sind aus Edelstahl, während Schultern, Hals und Lynearm aus Kupfer bestehen. 2006 kam der erste Single Malt auf den Markt, mittlerweile gibt es eine weite Range von verschiedenen Abfüllungen. 

Lark Distillery (gegründet 1992, Tasmanien): Als Bill Lark 1992 seine Brennerei-Lizenz beantragte, war er die erste Person in seiner Heimat Tasmanien seit 153 Jahren. Mit Fug und Recht kann man ihn somit als Pionier und Vater der modernen Whisky-Industrie in Australien bezeichnen. Lark destilliert in klassischen kupfernen Pot Stills, nach schottischem Vorbild und produziert Single Malt Whisky. Bill Lark hat neben seiner eigenen Brennerei noch vielen anderen namenhaften Whisky-Destillerien Australiens auf die Beine geholfen.

Sullivans Cove (gegründet 1994, Tasmanien): Neben der Lark Distillery sicherlich mit die erfolgreichste und bekannteste australische und tasmanische Whisky-Destillerie. Auch bei Sullivans Cove wird klassischer Single Malt Whisky auf Pot Stills gebrannt. 2014 zog die Brennerei in neue Gebäude um und vervierfachte somit ihre Produktionskapazität. Die Brennerei feierte riesen Erfolge und wurde mehrfach ausgezeichnet. Sie ist damit federführend für den heutigen Erfolg der Kategorie des australischen Whiskys. Sullivans Cove Single Cask French Oak gewann 2014 und 2019 den Award "Best Single Cask Single Malt". Sie ist somit die einzige Brennerei, die diesen Titel bislang zweifach holen konnte. Gründer Patrick Maguire verkaufte die Brennerei 2016 an eine Gruppe privater Investoren, um Kapital für den Ausbau der Marke zu akquirieren. Er und sein Team bleiben aber verantwortlich in der Produktion.

Bakery Hill Distillery (gegründet 1998, Australien): Die Brennerei von David Baker ist die erste Single Malt Whisky Destillerie auf dem australischen Festland seit langem. Sie produziert getorften, rauchigen Single Malt und nicht-rauchigen Single Malt Whisky. 

Great Southern Distilling Company (gegründet 2004, Australien): Die Whisky-Destillerie im Westen Australiens produziert Single Malt Whisky mit dem Namen "Limeburners". Neben der klassischen Reifung in amerikanischer Weißeiche reift der Whisky auch in Sherry- und Port-Fässern und ist als getorfte Version verfügbar. Neben dem Limeburners Single Malt produziert Great Southern Distilling auch Rye Whiskey und einen Bourbon-ähnlichen Sour Mash Whiskey mit dem Namen "Tiger Snake".

Old Hobart Distillery (gegründet 2005, Tasmanien): Die Old Hobart Distillery begann nach zwei Jahren Experimenten 2007 mit der Whisky-Produktion. Mit Hilfe der Lark Distillery entstand hier eine weitere renommierte australische Single Malt Marke: Overeem Single Malt. Gründer Casey Overeem stellte den Wash für seinen Single Malt bei Lark her. 2014 wurde die Brennerei von der Lark Distillery Ltd. übernommen. 

Nant Distillery (gegründet 2007, Tasmanien): Nant nennt sich selbst den ersten tasmanischen Highland Single Malt, da die Brennerei etwa 300 Meter über dem Meeresspiegel liegt. Viel bekannter ist die Whisky-Brennerei allerdings durch einen unrühmlichen Betrugs-Skandal geworden. Zahlreiche an Investoren verkaufte Fässer wurden nicht befüllt und somit Unsummen veruntreut. Nach Jahren rechtlichen Chaos scheinen sich die Wogen langsam zu glätten. Die Brennerei ist nun in den Händen der Australian Whisky Holdings. Ob sich die Brennerei von dem Image-Schaden erholen kann, muss die Zeit zeigen.  

Starward Distillery (gegründet 2008, Australien): Die junge Brennerei im Bundesstaat Victoria produziert ebenfalls Single Malt Whisky. Starward destilliert auf kleinen kupfernen Pot Stills mit 1.800 Litern (Wash Still) und 600 Litern (Spirit Still). Die Brennerei arbeitet neben Ex-Bourbon-Fässern mit australischen Wein-Fässern und Apera-Fässer. Apera ist die australische Version von Sherry, darf aber auf Grund der geschützten Herkunftsbezeichnung nicht so genannt werden. Dank einer kräftigen Finanzspritze von Diageos Finanzierungs-Projekt "Distill Ventures" konnte Starward 2015 massiv expandieren und ihre Produktionskapazität auf 250.000 Liter Jahresproduktion anheben. 

Geschichte

Australiens Whisky-Geschichte beginnt bereits im 19. Jahrhundert in den 1860er Jahren. Parallel zu den irischen und schottischen Whisky-Herstellern produzierten damals in Australien einige Brennereien bereits Whisky. Es ging so weit, dass DCL (später Diageo) 1929 sogar die Corio Distillery nahe Melbourne baute. Die Großbrennerei produzierte den Blended Whisky Corio 5 Star, wurde aber in der Whisky-Dürreperiode der 1980er Jahre geschlossen. Es kann also nicht wirklich von einer Renaissance des australischen Whiskys gesprochen werden. Vielmehr ist es eine Wiedergeburt. Die Geschichte des modernen australischen Whiskys beginnt in Tasmanien, einer Insel vor 240 Kilometer südlich des australischen Festlands. Es war ein Mann namens Bill Lark dem beim Forellen-Fischen und einem Glas Glenfarclas die Frage kam, warum es keinen australischen Single Malt Whisky gäbe. Im selben Jahr beantragte er eine Lizenz zur Destillation von Whisky. Lark war er der erste Australier seit über 150 Jahren der eine Lizenz erwarb. Seine Lark Distillery und die nur kurz darauf gegründete Sullivans Cove Distillery entwickelte sich prächtig. Bald machte man auf internationaler Bühne auf sich aufmerksam. Schon 2007 gewann Sullivans Cove Single Malt in der Kategorie "Best Other Single Malt Whisky". 2014 gelang dann der große Wurf mit dem Sieg in der Kategorie "World's Best Single Cask Single Malt", ein wahrer Paukenschlag. 2019 konnte Sullivans Cove den Erfolg sogar wiederholen und damit das Kunststück vollbringen, das bislang kein anderer Single Malt geschafft hatte. Der erneute Gewinn des Titels zeigt die konstante Qualität der Brennerei. Malt Whisky Fans sollten also ein Auge auf den australischen Whisky halten. Wir werden sicherlich noch einiges vom Single Malt aus Down Under hören! 

Herkunft

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