Ardbeg

Ardbeg

Der rauchige Klassiker von der Isle of Islay. Ardbeg ist für Freunde von Rauch und Torf so etwas wie der heilige Gral. Nicht nur die hervorragenden Standards Ardbeg Ten, Ardbeg Uigeadail und Ardbeg Corryvreckan schlagen die Whiskywelt in Ihren Bann, auch die alljährlichen Sonderabfüllungen sorgen regelmäßig für Furore.

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Über Ardbeg

Ardbeg Distillery Foto: via Ardbeg Distillery

Ardbeg ist eine der beliebtesten Brennereien von der Isle of Islay. Ardbeg ist berühmt für seine rauchigen Malts mit typischer Zitrusnote. Die jährlichen Sonderabfüllungen sorgen regelmäßig für Furore.

Wie schmeckt Ardbeg Single Malt?

Ardbeg zählt zu den berühmtesten schottischen Destillerien, seine Whiskys gelten als die extremsten Scotch Whiskys überhaupt: Sie zeichnen sich durch einen außerordentlich hohen Torf- und Phenolgehalt aus, der bei den meisten Ardbeg-Whiskys bei über 50 ppm liegt und beim Ardbeg Supernova gar 100 ppm überschreitet. Die meisten Abfüllungen glänzen mit einem sehr rauchigen und torfigen Áuftreten von beinahe medizinischem Charakter, der meist durch eine Ardbeg-typische Zitrusnote verfeinert wird. „Extrem“, „eigenwillig“, „kräftig“, „intensiv“ und „außergewöhnlich“ sind die am meisten verwendeten Adjektive, wenn ein Whisky von Ardbeg beschrieben wird.  Hinzu kommt, dass in aller Regel sowohl auf eine Kühlfilterung als auch auf eine farbliche Anpassung mit Zuckercouleur verzichtet wird. 

Starker TorfrauchCitrusSalzig

Wie wird Ardbeg Whisky produziert?

Diese östlichste der drei Brennereien an der Südküste von Islay produziert jährlich in einer Wash Still (18.279 Liter) und einer Spirit Still (16.957 Liter)  etwa 1,3 Million Liter reinen Alkohols produziert. Das Wasser dafür stammt aus den beiden Lochs Arinambeast und Uigeadail, die gemälzte Gerste stammt aus der Mälzerei von Port Ellen und hat 56,2 ppm Phenolgehalt.

Ardbeg besitzt einen 4,5 Tonnen Maischbottich aus Edelstahl und sechs Gärbottiche je 23.500 Liter Fassungsvermögen. Drei der Gärbottiche sind aus Lärchen- und drei aus Douglasienholz. 

Single Malts von Ardbeg

Der bekannteste Whisky der Brennerei ist der Ardbeg 10 Jahre, meist einfach als „Ardbeg Ten“ bezeichnet. In ihm treffen sich rauchig-würzige und süße Nuancen mit einer ganzen Menge Salz, Teer und Rauch, womit er zu den typischsten Islay-Whiskys gezählt werden kann. Im Geschmack erkennt man schöne fruchtige Elemente, die an reife Birnen und Zitrusfrüchte gemahnen und im langen Abgang von einem Hauch von Malz und Pfeffer ergänzt werden.

An Körper und Vielschichtigkeit kaum mehr zu übertreffen ist der Ardbeg Uigeadail, benannt nach dem gleichnamigen Loch Uigeadail, aus dem Ardbeg sein Wasser bezieht. Abgefüllt mit kräftigen 54,2 %, ist der Uigeadail ein praktisch perfekter Single Malt Whisky von dunkler Farbe, die aus seinem Finish in Ex-Sherryfässern stammt. Zu den Ardbeg-typischen rauchigen und torfig-salzigen Noten gesellen sich eine feine Süße, Vanille und Karamell und formen einen perfekt ausgewogenen Körper von seltener Eindruckskraft. Kein Wunder, dass der Ardbeg Uigeadail zu den besten Whiskys der Welt gezählt wird!

Als mythische Spitze von Ardbeg gilt der „Lord of the Isles“,  bei dem es sich um Abfüllungen handelt, die 25 Jahre Fassreife hinter sich haben. Seinen Namen erhielt er von den Herrschern eines westschottischen Reiches, die zwischen 1336 und 1493 die Inneren Hebriden und weite Teile der schottischen Westküste beherrschten. Der Lord of the Isles ist vielleicht nicht der typischste Ardbeg und „erschlägt“ einen nicht mit Teer und Rauch, er gehört jedoch mit seinem außergewöhnlich üppigen Körper und einer einmaligen Tiefe, sekundiert von einer feinen Süße, zu den exklusiven und wirklich phänomenalen Whiskys der Welt, um die Sammler sich reißen!

Von den genannten abgesehen, bringt Ardbeg immer wieder neue Whiskys auf den Markt, die von der Fangemeinde begeistert aufgenommen werden. Ardbeg Supernova, Ardbeg Corryvreckan, Alligator und Galileo sind nur einige davon, die in den letzten Jahren Furore gemacht haben.

Geschichte der Ardbeg Destillerie

Wenn es eine sagenumwobene Whisky-Brennerei in Schottland gibt, dann ist es Ardbeg: Die Destillerie wurde zwar 1815 offiziell an der Südküste der berühmten Whisky-Insel Islay gegründet, tatsächlich handelte es sich jedoch nur um die nachträgliche Legalisierung einer mindestens seit 1794 bestehenden Schwarzbrennerei, die zuvor von Schmugglern betrieben worden war. John MacDougall wagte schließlich den Schritt in die Legalität, etwa gleichzeitig mit den Johnstons, die 1815 Laphroaig und im Jahr darauf Lagavulin gründeten.

Ardbeg blieb das Schicksal vieler anderer schottischer Brennereien, die ständig den Besitzer wechselten, lange Zeit erspart: Bis 1959 blieb Ardbeg im Besitz der Gründerfamilie MacDougall, danach ging es freilich um so turbulenter zu! 1977 wurde die Brennerei vom amerikanischen Hiram Walker-Konzern übernommen, der für seinen Canadian Club bekannt war. Walker war jedoch mit diesem schottischen Engagement nicht sehr erfolgreich, weswegen Ardbeg 1981 stillgelegt wurde. Diese Zeit der „Einmottung“ dauerte bis 1989, als Allied Distillers, eine Tochter von Allied Domecq PLC mit Sitz in Bristol, die Brennerei übernahm.

Doch auch die neuen Besitzer waren nicht wirklich vom Glück verfolgt, weswegen im Juli 1996 Ardbeg erneut eingemottet wurde. Ein Jahr später, 1997, trat schließlich Glenmorangie PLC auf den Plan und erwarb die inzwischen reichlich vernachlässigte Destillerie, die einer gründlichen Renovierung unterzogen wurde. Mit Glenmorangie war endlich ein neuer Besitzer gefunden, der über genug Kapital verfügte, um jede notwendige Investition zu stemmen: Hinter Glenmorangie steht der größte Luxuskonzern der Welt, LVMH, zu dem neben Glenmorangie auch Glen Moray gehört.

Videos zu Ardbeg

Lage der Ardbeg Brennerei