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Connemara

Connemara ist einer der wenigen rauchigen irischen Whiskeys. Damit beruft sich Connemara auf die altirische Whiskeytradition. Der geschmeidig liebliche Malzgeschmack gepaart mit komplexen Torfaromen macht Connemara zu einem spannenden Geschmackserlebnis und zwar nicht nur für Liebhaber irischer Whiskeys. Für Einsteiger wie Fortgeschrittene bietet sich mit seinen kräftigen Aromen und dem glatten Abgang der Connemara 12 Jahre an. Wer vor dem “kräftigen” Aroma des 12 Jährigen zurückschreckt, kann mit der Connemara Standard, die etwas mildere Variante austesten.

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Connemara

Connemara ist eine irische Single Malt Whiskey Marke, die in der Cooley Brennerei im County Louth hergestellt wird. Seinen Namen hat der Whiskey von der pittoresken Region Connemara im Westen Irlands. Anders als die meisten irischen Whiskeys wird das Malz für Connemara wie bei vielen seiner schottischen Geschwister über Torffeuer gedarrt und erhält somit stark rauchige Aromen. Da für den Connemara 100 % gemälzte Gerste verwendet wird, ist er der Kategorie Single Malt zugeordnet. Dies ist in Irland durchaus erwähnenswert, ist doch der Single Pot Still Whiskey, etwa der Redbreast 12 Jahre, Irlands Markenzeichen. Doch damit nicht genug. Auch der traditionellen irischen Dreifach-Destillation entsagt Cooley und hat sich damit einen heute nicht mehr wegzudenkenden Namen in der irischen Whiskey-Szene gemacht.

Abfüllungen von Connemara

Connemara Peated: Der Dauerbrenner und Kassenschlager, der die Marke groß gemacht hat. Der Torfrauch und die kräutrige Süße die diesen Whiskey dominieren, machen ihn zu einem idealen Feierabend-Whiskey. Über die fehlende Altersangabe muss man sich bei seinem konstant niedrigen Preis nicht ärgern. Der Torfgehalt liegt, aus schottischer Sicht, mit 20-25 ppm im Mittelfeld.

Connemara 12 Peated: Wer den Standard ohne Altersangabe zu schätzen weiß, möchte vielleicht einmal zu einem reiferen Connemara greifen. Der 12 Jahre alte Connemara besticht durch ähnliche Aromen wie der Einsteiger, jedoch mit mehr Tiefe und Komplexität. Ob das den doppelten Preis wert ist, muss jeder Genießer für sich entscheiden.

Connemara Turf Mor: Der Connemara Turf Mor weißt ebenfalls keine Altersangabe auf, ist jedoch im Gegensatz zum Standard mit kräftigen 46 % Vol. abgefüllt. Er ist der bisher torfigste Single Malt aus dem Hause Cooley mit 50 ppm und damit fast doppelt so hohem Torfgehalt wie der Standard.

Connemara Distillers Edition: Der Connemara Distillers Edition ist in Sherry-Fässern gefinished, was ihn um fruchtige Noten und eine tiefere Würzigkeit ergänzt. Die 43 % vol. unterstützen den Malt zusätzlich zur Fassreife mit einer höheren Aromenfracht.

Connemara 22 Jahre: Das Kronjuwel der Cooley Brennerei. Die lange Fassreife verleiht diesem alten Iren eine faszinierende Kombination aus leichtem Torfrauch und tropischen Früchten. Das Finish zieht sich für irische Verhältnisse sehr lange hin. Dankenswerterweise verzichtet Cooley hier auf den Farbstoff, sodass wir die 22 Jahre Reife mit allen Sinnen genießen können.

Wie wird Connemara produziert?

Das sandgefilterte Wasser für den Connemara Single Malt stammt aus einem Stausee in den Cooley Mountains. Der Brennerei stehen für den Malt Whiskey 4 Edelstahl-Washbacks und 2 Pot Stills aus Kupfer zur Verfügung. Weder die Wash Still noch die Spirit Still weisen besondere Ausbuchtungen auf. Die Brennerei hat eine Jahreskapazität von 650.000 l Malt Spirit. Die Malt-Whiskeys werden hier nach schottischem Vorbild zweifach destilliert. Sie sind damit eine ziemliche Ausnahme, wird doch in Irland größtenteils 3-fach destilliert. Über die Frage der 2-fach versus 3-fach Destillation scheiden sich die Geister: Ob die 3-fach Destillation nun für einen leichteren, fruchtigeren Körper sorgt oder dem Whiskey entscheidende Geschmackskomponenten entzieht, kann man wahrscheinlich erst nach eingehenden, jahrzehntelangen empirischen Studien sagen. Wir sind noch lange zu keinem Schluss gekommen und probieren uns solange weiter fleißig durch. Neben Connemara werden bei Cooley auch die Marken Kilbeggan und Tyrconnell produziert.

Geschichte von Connemara

Kaum eine andere Brennerei erzählt die Geschichte der irischen Whiskey-Industrie so bildlich wie Cooley. Nach der schweren Krise der irischen Whiskey-Industrie zu Beginn des 20. Jahrhunderts, ausgelöst durch zwei Weltkriege, die Prohibition in den USA und den irischen Unabhängigkeitskrieg, gab es in Irland viele Jahrzehnte nur eine Hand voll Brennereien. Die irische Whiskey-Landschaft war vom Aussterben bedroht. So wurde 1966 die Irish Distillers Group/ Irish Distillers Limited (oder kurz IDL) gegründet in der sich die wenigen übrigen Brennereien zusammenschlossen. 1972 folgte auch die nordirische Bushmills Distillery. 1975 wurde mit dem Bau der neuen Super-Brennerei Midleton die Möglichkeit geschaffen alle irischen Whiskey-Stile in einem Gebäude-Komplex herzustellen. Die meisten irischen Brennereien wurden nach und nach geschlossen. 
Als 1988  der fanzösischer Getränkekonzern Pernod Ricard die Irish Distillers Ltd. aufkaufte, gab es faktisch keine irische Whiskey Brennerei, die sich noch in irischem Besitz befand. 

Beinah zeitgleich trat der Unternehmer John Teeling auf die Bühne der irischen Whiskey-Szene und kaufte, ohne je einen Blick auf das Gelände geworfen zu haben, eine alte Kartoffelschnaps-Brennerei im Osten Irlands. Diese unansehnliche Anlage baute er zu einer Whiskey-Brennerei um und nach anfänglichen harten Jahren gelang ihm das Unglaubliche: Er positionierte sich mit Cooley als unabhängige irische Whiskey-Brennerei in einem Markt, der zuvor gänzlich von der IDL dominiert wurde. Dank der etablierten Marken “Tyrconnell” und “Locke’s” war die Brennerei nach anfänglichen finanziellen Schwierigkeiten in sicheres Fahrwasser gekommen. Doch besonders der getorfte widerspenstige Connemara Single Malt wurde zum Symbol des irischen trotzigen Unternehmergeistes und sicherlich nicht ohne Zutun der „David gegen Goliath“ Geschichte.

Unabhängig davon, wie man zur irischen Geschichte steht ist sicher: Aus heutiger Sicht war die Einführung der Marke Connemara ein Meilenstein der irischen Whisky-Industrie. Allein für die Erweiterung der Vielfalt des Irish Whiskeys können wir dankbar sein, der sich heute Gott sei Dank in einer beispiellosen Renaissance befindet.

Mittlerweile gehört Cooley und die Schwesterbrennerei Kilbeggan zu Beam Suntory, die das Unternehmen 2011 für rund 71 Millionen € aufkauften. John Teeling sicherte sich beim Verkauf einen ausreichend großen Bestand von gereiftem Whiskey und ermöglichte seinen Söhnen Jack und Stephen die Gründung einer neuen eigenen Whiskey Marke namens „Teeling Whiskey“, die seit 2015 auch ihre eigene Brennerei in Dublin hat. Bis die neue Brennerei in Dublin fertig gereiften Whiskey hat, stammt also auch der Teeling Single Malt aus der Cooley Brennerei, genau wie der zeitlose Klassiker: Connemara.

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