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Springbank

Springbank

Die bekannteste Brennerei aus Campbeltown: Hier wird in viel Handarbeit wirklich hervorragender Single Malt Whisky produziert. Die drei Marken der Brennerei (Springbank, Hazelburn and Longrow) stehen jeweils für ein ganz eigenes Single Malt Erlebnis und wir empfehlen Ihnen wärmstens den Malts dieser Brennerei eine Chance zu geben.

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Springbank

Springbank Distillery, CampbeltownFoto: via Springbank Distillery

An der Südküste der schottischen Halbinsel Kintyre liegt der unauffällige Ort Campbeltown. Schwer zu glauben, dass diese Region einmal über 30 Malt Whisky Brennereien beherbergte. In der Longrow Street in Campbeltown können Whisky-Freunde die Brennerei Springbank finden. Gegründet bzw. lizensiert wurde die Brennerei im Jahr 1828, wobei die Gründer vermutlich schon auf die Erfahrungen vorheriger Schwarzbrennerei zurückblicken konnten. Springbank wird heute unter Malt-Whisky-Fans als eine der letzten Whisky-Brennereien der alten Schule gehandelt. Bei nur sehr wenigen Brennereien findet man noch so viele traditionelle Produktionsmethoden. Dank des hohen Personalaufwands ist Springbank einer der wichtigsten Arbeitgeber der Stadt. Rund 70 Mitarbeiter zählt die Brennerei. Seit Generationen ist die Brennerei im Besitz der Familie Mitchell und damit eine der letzten unabhängigen Whisky-Produzenten Schottlands. 

Wie schmeckt Springbank Whisky?

Springbank Whisky bewahrt den typischen – sehr komplexen – Stil von Campbeltown. Er wird als traditionellster Whisky Schottlands gehandelt. Nicht zuletzt das Wiederaufleben lassen diverser Klassiker, zum Beispiel des stark getorften Longrow oder des dreifach destillierten Hazelburn, untermauert diesen Anspruch. So können heute drei Whisky-Sorten im Hause Springbank verkostet werden, alle mit unterschiedlichem Torf-Gehalt. 

Springbank bietet das Mittelmaß in Sachen Torf und zeichnet sich durch ein angenehm süßes Aroma, flankiert von zarten Rauchnoten aus. Am Gaumen bietet ein Springbank fruchtige Noten und leichten Sherry, der gemeinhin in einem kräftigen und würzigen Abgang gipfelt.

Wie wird Springbank Whisky produziert?

Automatisierung und moderne Überwachungssysteme sucht man bei Springbank vergebens. Hier wird alles, wie seit Jahrhunderten, von Hand erledigt. Sei es beim Wenden der keimenden Gerste auf den eigenen Mälzböden, oder beim Befeuern des Kilns, überall muss Hand angelegt werden. Als einzige Brennerei Schottlands prodziert Springbank noch heute ihr gesamtes Malz für die Whisky Produktion selbst. Das Malz für Springbank wird 6 Stunden über Torf geräuchert und anschließend über Heißluft getrocknet. So erhält das Malz einen leichten Torfgehalt von ca. 15 ppm.

Auch beim Maischen findet sich bei Springbank eine Seltenheit. Hier arbeitet eine der seltenen offenen Mashtuns, sodass man dem Prozess des Maischens zusehen kann. Die Vergärung findet in Washbacks aus skandinavischem Lärchenholz statt. Rund 110 Stunden lässt die Brennerei dem Wash zur Vergärung Zeit, deutlich länger als der Industrie-Durchschnitt. 

Zur Destillation stehen der Brennerei drei Brennblasen zur Verfügung. Eine Wash Still und zwei Spirit Stills. Eine der beiden Spirit Stills ist mit Worm Tub Condensern ausgestattet, die zweite mit einem modernen Tube-Condenser. Dadurch erreicht Springbank eine hohe Flexibilität in der Produktion, die heute teilweise von den supermodernen Brennereien kopiert wird. Mit den Faktoren Torfgehalt, unterschiedlichen Destillationsmethoden und Schnittpunkten, schafft es Springbank drei unterschiedliche Malt Whisky Stile zu produzieren. 

Springbank Single Malt wird beispielsweise zwei-einhalb-fach destilliert. Was bedeutet dies? Der Nachlauf (Tail) aus dem ersten Brennvorgang wird gesammelt und dreimal, der Rest jedoch nur zweimal gebrannt. Daher spricht man etwas verwirrend von zweieinhalbfacher Destillation.

Auch nicht üblich ist die hauseigene Abfüllanlage, in der der Whisky in Flaschen gefüllt und gelabelt wird. 

Die Brennerei hat seit Jahren mit der Produktionskapazität zu kämpfen. Theoretisch könnte Springbank gut 750.000 Liter jährlich erreichen, tatsächlich wird aber mit knapp 150.000 lpa nur ein Bruchteil davon produziert. Dies führt dazu, dass selbst die Standardabfüllungen zeitweise vom Markt verschwinden. Sonderabfüllungen und ältere Springbank Whiskys hingegen sind bei Sammlern heiß begehrt! 

Wichtige Springbank Whiskys die Sie nicht verpassen dürfen!

Wenn Sie sich von den drei Whisky-Stilen einen Eindruck machen möchten, bieten sich die drei Standardabfüllungen an. Hazelburn 10, Springbank 10 und Longrow Peated sind trotz der kleinen Kapazität der Brennerei meist verfügbar. Sollten Sie sich mit einem oder gar allen Stilen anfreunden, so werden Sie begeistert von den fortgeschrittenen Varianten der Brennerei sein! Der Springbank 15 Jahre etwa bietet eine spannende Weiterentwicklung des 10jährigen mit erhöhtem Sherryfass-Anteil!

Longrow Single Malt Whisky

Dort, wo heute der Parkplatz der Springbank Destillerie zu finden ist, gab es einst eine andere Whisky Brennerei. Ihr Name war Longrow. Von der alten Brennerei existieren sogar noch einige Überreste, die heute bei Springbank in Benutzung sind. Die Eigentümer von Springbank entschieden sich, den Namen des ehemaligen Konkurrenten am Leben zu erhalten, indem sie ihre rauchige Whisky-Variante nach ihm benannten, eine feine und zugleich kluge Geste. Der Longrow wird ebenfalls in der Springbank Destillerie hergestellt, die Herstellungsschritte weichen aber zum Teil deutlich voneinander ab. Wie bereits erwähnt, wird für den Longrow schwer getroftes Malz verwendet. Während des Brennens und "Schneidens" des Herzstücks des Alkohollaufs, wird eine andere Abtrennung vorgenommen, als bei den Geschwistern. Außerdem wird Longrow, typisch für Scotch Whisky, zweifach gebrannt, während Springbank sich bei seiner dritten Marke Hazelburn durch die Dreifachdestillation eine Sonderstellung sichert. Der Longrow wird durch diese Eigenheiten zu einem Whisky von schwerem, phenoligem Charakter.

Hazelburn Single Malt Whisky

Hazelburn war eine jener Destillerien, die in Folge des großen Brennereiensterbens der Nachkriegszeit und Prohibition von der Whiskylandkarte verschwunden sind. Dank Springbank ist Hazelburn jetzt, wenn auch in anderem Gewand, wieder zurück. Die Brennerei wurde vermutlich schon vor Springbank entweder 1796 oder 1825 gegründet, sicher nachzuweisen ist die Brennerei ab spätestens 1836. Der Hazelburn Whisky war ein eher unauffälliger Malt, über den man heute nur noch wenig erfahren kann. Nichtsdestotrotz hat die Hazelburn Distillery die heutige Whiskywelt entscheidend mitgeprägt. Mastaka Taketsuru, ein junger Japaner, der in dieser Destillerie das Whiskyhandwerk erlernte – war nach seiner Heimkehr nach Japan maßgeblich am Aufbau von sowohl Nikka als auch Suntory beteiligt. Hazelburn hat demnach indirekt dazu beigetragen, dass im Fernen Osten eine große neue Whiskynation entstand.

Geschichte von Springbank

Springbank kaufte im Jahre 1969 den unabhängigen Abfüller Cadenhead, um Skaleneffekte bei der Abfüllung zu erzielen. In den 60ern und 70ern verkaufte auch Springbank einen Teil seiner Produktion an Blending-Firmen, weshalb die Brennerei von der großen Whisky-Krise 1980 schwer getroffen wurde. Von 1979 bis 1987 musste auch Springbank seine Tore schließen. Der damalige Besitzer Hedley Wright, Nachfahre einer der Gründer der Brennerei, entschied darauf hin von nun an nur noch Single Malt Whisky für die eigenen Marken zu produzieren. 1992 eröffnete die Brennerei ihre zuvor geschlossenen Mälzböden wieder und kehrte so vollends zum traditionellen Herstellungsverfahren zurück. Im Jahre 2004 eröffnete die Familie Mitchell mit der Kilkerran (Glengyle) Brennerei eine weitere Destillerie neben Springbank und verhinderte damit die Aberkennung Campbeltowns als eigene Whisky-Region. 

Videos aus der Springbank Brennerei

Lage der Springbank Brennerei

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