• 0€ Versandkosten (ab 79€)
  • 5€ Neukundenrabatt (ab 99€)1
  • Geschenk ab 150€ und 250€

Whisky aus dem Portweinfass

Whiskys aus ehemaligen Portweinfässern zeichnen sich durch einen besonders dunklen Rotton in der Farbe aus und vollmundige Fruchtnoten im Geschmack. Daher erfreuen sich Whiskys aus diesem ungewöhnlichen Fasstyp einer wachsenden Beliebtheit. Wer bereits Whiskys aus dem Sherryfass verkostet hat und fruchtige Malts mag, der findet eine pfiffige Variation des Früchtethemas im weniger eichenbetonten Port Cask Whisky. Wegen ihrer intensiven Farbgebung werden vor allem Ruby Port Casks eingesetzt, doch die Welt des Portweins ist vielseitig und komplex und kennt noch viele weitere Varianten wie beispielsweise Tawny Port. Es gibt mehr Whiskys mit Portwein Finish als solche, die für Ihre komplette Lagerzeit in Portweinfässer gefüllt wurden. Denn durch das intensive Aroma wird der Port Cask gerne zum Akzente legen eingesetzt. Experimentierfreudige und innovative Brennereien wie Arran, Dalmore oder Balvenie vermitteln einen guten Einstieg in die Welt des Whiskys aus dem Port Cask.

» Weiterlesen

Nutzen Sie unsere Filter

und finden Sie schnell und einfach wonach Sie suchen.

x
Filtern nach
Filter
Abfüller
Brennerei/Marke
Alter
Fasstyp
Fassstärke
Kühlfiltrierung
Farbstoff
Herkunftsland
Produkt Kategorie
Serie
Größe
Rauch
Typ
Jahrgang
Region
Preis

In aufsteigender Reihenfolge

1-60 of 85

Seite:
  1. 1
  2. 2

Über Whisky aus dem Portweinfass

Whisky aus dem PortweinfassBy Georges Jansoone (Own work (own photo)) [GFDL, CC-BY-SA-3.0 or CC BY 2.5], via Wikimedia Commons

Whisky wird per Definition in Eichenfässern gelagert. Meistens allerdings in gebrauchten Eichenfässern, denn Whisky hat die tolle Eigenschaft, dass er viele Aromen aus dem Eichenholz absorbieren kann. Je nachdem was zuvor in den Eichenfässer lagerte, fällt der Geschmack dementsprechend anders aus. So ist kein Whisky wie der andere. Whiskys werden somit auch in ehemaligen Portweinfässern gereift. Der unabhängige Abfüller Gordon & MacPhail kam als erstes auf die Idee Whisky im Portweinfass nachreifen zu lassen. Das war 1994. Und der Trend hält weiter an. Single Malts erhalten in Portweinfässern meist ein Finish, statt eine komplette Lagerung, ausschließlich in Portweinfässern. Im Whisky sorgt der Einsatz von Portweinfässern für einen sehr dunklen roten Farbton und vollmundige Fruchtnoten im Geschmack, die an süße Trockenfrüchte erinnern.

Was ist Portwein?

Portwein, kurz Port, ist ein portugiesischer aufgespriteter Dessertwein, der im Douro-Tal entsteht. Der Rio Douro fließt in den Atlantik und an seiner Mündung liegt die Namensgeberin Porto. Nach der Ernte und Kelterung musste der Portwein bis 1986 aus dem Tal zur Lagerung in die unmittelbare Umgebung der Stadt Porto verfrachtet werden, nach Vila Nova de Gaia. Heute dürfen sich aber auch die Weine, die im Douro-Tal gelagert wurden, Portwein nennen. Es gibt Portwein in unterschiedlichen Ausführungen je nach Alter, Traubenart und Ausbauverfahren reicht die Bandbreite von Ruby zu Tawny bis White mit vielen unterschiedlichen Klassifizierungen. Die Ruby-Typen sowie die Tawny-Arten werden aus roten Weintrauben gewonnen. Rebsorten wie Tinta Barroca oder Touriga Nacional werden dafür eingesetzt. Tawny Port zeichnet sich durch sattes Kastanienbraun aus, das er durch den oxidativen Ausbau erhält. Für die weißen Portweinsorten kommen unter anderem Malvasia Fina und Rabigato aber auch Moscatel-Trauben in Frage. Insgesamt gibt es circa 40 zugelassene Rebsorten, dementsprechend unterschiedlich kann der Portwein auch ausfallen.

Portwein wurden vor allem früher in sogenannten Port Pipes gelagert. Mit einem Fassungsvolumen von 650 Litern sind sie sehr hoch aber runder und gedrungener geformt als Sherrybutts und bestehen aus besonders dicken Dauben. Heute werden allerdings mehr kleine Barriqueweinfässer mit einem Fassungsvolumen von 225 Litern verwendet. Für die Whiskyindustrie hat das auch deutliche Auswirkungen. Die Port Pipes sind meist extrem alt und nur noch zu horrenden Preisen zu erhalten. Manche ziehen aus dem Mangel auch eine tugendreiche Lehre. So sagt Anthony Wills, Gründer der jungen Brennerei Kilchoman, dass durch das hohe Alter der Port Pipes die Gefahr besteht modrige Schwefelaromen oder einfach zu wenig Aromen überhaupt zu erhalten. Weshalb Kilchoman auf junge Portweine aus Barriquefässern setzt. In der Tat scheinen sich alle einig zu sein, dass der Aufenthalt im Portweinfass streng beobachtet und behutsam geregelt werden muss. Das fertige Ergebnis kann sich dann aber auch sehen lassen.

Gerade Ruby Port wird speziell eingesetzt, da er neben der tollen roten Farbe auch interessante Waldbeerenelemente an den Whisky abgibt. Ein gutes Beispiel dafür ist der Laphroaig Brodir Batch No.2. Hier treten vor allem spannende Beerennoten hervor, die einen interessanten Kontrapunkt zu dem rauchig-maritimen Hausstil Laphroaigs bilden.

Der Benriach Tawny Port Finish 15 Jahre bietet indes einen eher seltenen Anblick: Tawny Port Finish. Besonders aromatisch, duftig präsentiert dieses Finish exotische Nusselemente, die an Kokos erinnern und paart diese mit frischen Pfirsichen. Die Farbe reicht mehr zu Mahagonibraun.

Fruchtnoten im Whisky. Wo liegt denn der Unterschied zwischen Whisky aus dem Sherryfass und Whisky aus dem Portweinfass?

Die einfachste Antwort hierauf ist natürlich: Probieren Sie einen Sherry und einen Portwein und Sie werden unverkennbare Unterschiede schmecken. Für den Whisky kann man folgendes Fazit ziehen: Der Einfluss des Portweinfasses ist weniger eichenlastig und noch fruchtbetonter als es beim Whisky aus dem Sherryfass der Fall wäre. Dunkle Schokolade, rote Beerenfrüchte und kandierte Zitrusfrüchte bis hin zu delikaten Pflaumennoten bilden das komplexe Geschmacksprofil, was das ehemalige Portweinfass dem Whisky bieten kann. Während man (First Fill-) Sherryfässer für Ihren intensiven und voluminösen Geschmackseinfluss schätzt, sind Portweinfässer beliebt wenn es darum geht subtile Geschmacksnuancen in den Whisky zu bringen.

Interesse geweckt? Die folgenden Whiskys eigenen sich perfekt für einen Einstieg in die weite Welt der Portweinfass gereiften Whiskys:

Reine Portweinfassabfüllungen sind selten und meistens nur als limitierte Single Cask Abfüllungen erhältlich. Daher stellen wir Ihnen hier die gängigeren dauerhaft verfügbaren Whiskys mit Portweinfass Finish vor. Bei einem Finish wird der Whisky meist in gängigen Fässern, wie Ex-Bourbon-Fässer gelagert, um dann für eine nicht genauer definierte Zeitspanne (kann von mehreren Monaten bis mehreren Jahren reichen) zur Veredlung in einen anderen Fasstyp - in diesem Fall eben Portweinfässer - umgefüllt zu werden. Der Balvenie 21 Jahre Portwood hat einen sehr hohen Maßstab für die Qualität von Whisky mit Portweinfinish gesetzt. Wer wissen möchte, wie gut Whisky mit Port Cask Finish schmecken kann, der kommt um diesen Single Malt nicht herum. Wesentlich günstiger und trotzdem gut, kommt der Glenmorangie 12 Quinta Ruban weg. Dieser Single Malt besticht durch intensive Kakao- und dunkle Schokonoten. Er gewährt einen guten ersten Einblick in die Welt der Whiskys mit Portweinfass Finish. Die Inselbrennerei Arran ist immer ganz vorne mit dabei wenn es um ungewöhnliche Finishes geht. Der Arran Port Cask Finish kann mit dem Geschmack von Rosinen, Pflaumen und etwas Zimt mit Muskatnuss aufwarten. Diese Aromen komplementieren den laubartig sahnigen Hausstil auf angenehme Weise. Die Speysider Brennerei Tomintoul zeigt mit Ihrem 12 Jahre alten Malt mit Portwood Finish das delikate Aromenprofil des Port Cask Finish. Erdbeermarmelade blumiges Parfüm und eine cremige Konsistenz zeichnen diesen Single Malt aus.

International sieht es etwas anders aus. Die australische Brennerei Lark auf der Insel Tasmanien setzt auf ganz andere Qualitäten im Portweinfass. So kommen die dort verwendeten Fässer von einem lokalen Winzer, der Wein im Stile der portugiesischen Portweine produziert. Das erhoffte und erreichte Ziel mit diesen Fässern ist ein kräftiger und voluminöser Porteinfluss auf den Whisky, der ganz vorne mitspielt. In seiner Intensität erinnert der Lark Distiller’s Selection Port Cask Matured an Whiskys aus First Fill Sherryfässern.

Nicht nur aus dem weitentfernten Australien, sondern auch vom asiatischen Kontinent kommen spannende Whiskys mit Portweinfass Finish. Wie beispielsweise der Kavalan Concertmaster mit Port Cask Finish aus der taiwanesischen Brennerei Kavalan. Der Taiwanese präsentiert sich sanft und kraftvoll zugleich. Ein ausgewogener Tropfen, der mit exotischen Fruchtnuancen zu überzeigen weiß.

Die Iren setzen auf die kandierten Zitrusfruchtnoten, die der Port Cask mit sich bringt. Der Teeling Single Malt ist da ein besonders schönes Exemplar. Aber auch beim Tullamore Dew 14 Jahre Four Cask Finish zeigt sich der Portweineinfluss in Form von frischer Zitrone und intensiven Fruchtnoten.

Auch aus Deutschland kommt Whisky aus dem Portweinfass. Bei den Glen Els Single Malts werden oftmals Whiskys aus unterschiedlichen Weinfässern vermählt. Portweinfässer fehlen dürfen da natürlich nicht fehlen. Daneben werden auch Sherryfässer und weitere Weinfässer benutzt. Was zeigt, dass die Portweinnoten subtil eingesetzt werden können, um einzelne Geschmacksnuancen wie Schokolade schön hervorzuheben. Ohne dabei die Aromen aus den anderen Fasstypen zu übertünchen, wenn man Fässer kombiniert. Dies sieht man bei dem Glen Els Journey. Anders der Glen Els Casino Edition Pair, der in ehemaligen Ruby- und Tawny-Portweinfässern lagerte. Er besticht durch eine intensive Mahagonifarbe.

Fazit: Whiskys mit Portweinfinish oder solche, die Ihre komplette Reifezeit in Port Casks erlebt haben, gibt es aus Brennereien der ganzen Welt. Die Interpretationen können weit auseinanderklaffen wenn man zu Lark oder Balvenie schaut. Das macht diesen Fasstyp nur umso spannender. Da ist viel Feldforschung angesagt.

Loading...