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Highland Park

Highland Park

Highland Park ist die nördlichste Whisky Destillerie Schottlands auf den sturmgepeitschten Orkney Inseln. Seine angenehmen Heidekraut- und Honigaromen machen Highland Park gemeinsam mit dem zarten Torfrauch zu einem perfekten Allrounder. Der Highland Park 12 Jahre sollte in keiner Whisky-Bar fehlen!

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Highland Park Whisky

Highland Park ist eine berühmte Destillerie, deren Whiskys zu den feinsten und besten Single Malts von ganz Schottland gezählt werden. Highland Park liegt in Kirkwall auf der nördlich von Schottland liegenden Insel Mainland, der größten der Orkney-Inseln. Somit ist es die nördlichste schottische Whisky Destillerie überhaupt. Der Name „Highland Park“ bezieht sich nicht etwa auf die Lage in den Highlands – die Brennerei gehört nämlich zur Region „Inseln“. Vielmehr weist er darauf hin, dass sie auf einem als „High Park“ bezeichneten erhöhten Gelände auf Mainland steht.

Hausstil

Wie schmeckt Highland Park Whisky? Highland Park Whisky kann und will seine Herkunft von den Inseln nicht leugnen. Er verfügt über einen besonderen Heidekraut-Charakter und zarten Torfrauch der Insel-Whiskys. Diesen ergänzt er perfekt mit den floralen Noten, der feinen Honigsüße, der Weichheit, die wir sonst eher in der Speyside Region finden. Highland Park arbeitet häufig mit Sherryfässern, was vielen Single Malts Orangennoten und Aromen von würzigem Muskat verleiht.

Herstellung

Wie wird Highland Park Whisky produziert? Als eine von wenigen Whisky Destillerien verfügt Highland Park bis heute über eine eigene Mälzerei mit traditionellen „floor maltings“. Hier wird die Gerste gemälzt und erhält durch die Torfbefeuerung der Kilns einen Phenolgehalt von etwa 20 ppm. Der dafür benötigte Torf stammt aus dem Hobbister Moor, das sich wenige Kilometer südwestlich auf Mainland erstreckt. Das Wasser kommt aus der Cattie Maggie-Quelle. Die so erzeugte getorfte Gerste wird mit ungetorfter Gerste aus den schottischen Highlands vermischt. Highland Park destilliert in zwei Wash Stills und zwei Spirit Stills. Die Jahresproduktion liegt bei etwa 2,5 Millionen Litern, womit Highland Park zu den größeren Brennereien Schottlands gehört.

Highland Park wurde vom inzwischen leider verstorbenen „Whisky-Papst“ Michael Jackson als „the greatest all-rounder in the world of malt whisky“ bezeichnet. 1984 erhielt er von den Tastern der größten schottischen Tageszeitung „The Scotsman“ als bislang einziger Whisky überhaupt eine Bewertung von 100 Punkten!

Highland Park ist auf Grund seiner Charaktereigenschaften bei Blendern ein sehr hoch geschätzter Whisky. Neben Blended Scotch Whiskys wie Cutty Sark und The Famous Grouse findet Highland Park auch in Blends wie Chivas Regal und Dimple Anwendung. Als Single Malt Whisky verfügt Highland Park über ein hervorragendes Alterungspotenzial, weswegen immer wieder ganz außergewöhnliche Jahrgangswhiskys auf den Markt kommen.

Empfehlung

Der Standard der Brennerei ist der Highland Park 12 Jahre. Sein süßes und leicht rauchiges Bouquet wird von Heidekraut verfeinert. Es wird unterlegt von einem dezenten Hauch von Vanille und einer intensiven Malzigkeit, die diesen Whisky auch am Gaumen dominieren. Er gilt als einer der besten „Standardwhiskys“ überhaupt und sollte in keiner Sammlung fehlen!

Von ganz besonderer Qualität ist auch der Highland Park Leif Eriksson Release. Hier wird der wahre Entdecker Amerikas, der Wikinger Leif Eriksson, geehrt. Er brach beinahe 500 Jahre vor Kolumbus von den Orkneys nach Westen auf und erreichte als erster Europäer Amerika. In diesem Whisky vermählen sich Aromen von frisch gemähtem Gras mit fruchtigen Elementen von Birnen und Zwetschgen und einem Hauch von Meersalz. Am Gaumen betört er durch eine perfekte Melange von holzigen und pfeffrigen Noten mit Vanille und einer feinen Sherrysüße. Diese wird im Abgang von den für Highland Park typischen feinen rauchigen Elementen gefolgt.

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Geschichte

Die Brennerei wurde 1798, womöglich auch schon 1795, von einem gewissen David Robertson gegründet. Er stützte sich wohl auf eine seit den 1770er Jahren bestehende Schwarzbrennerei, die der Legende nach auf den Kirchendiener Magnus Eunson zurückgeht. Dieser betätigte sich zu Nacht fleißig als Schwarzbrenner. Er verstand es immer wieder, die Steuerinspektoren und Zöllner der Regierung hinters Licht zu führen. Angeblich indem er seinen Whisky in der Kirche oder sogar in den Särgen von Verstorbenen versteckte. Allerdings war Eunson nicht auf Dauer erfolgreich mit seinen Verschleierungsversuchen. Schließlich wurde er doch von einem Zollinspektor gefasst und dieser war John Robertson, der 1818 die Brennerei Highland Park übernahm!

Eunson wurde nach seiner Festnahme niemals vor Gericht gestellt und verurteilt. Dies lässt vermuten, dass er von Anfang an nur als Strohmann diente. Sicher ist nur, dass er auf einmal von der Bildfläche verschwand. 1818 übernahm der Schwiegervater von John Robertson, Robert Borwick, die Brennerei. Nach einem Besuch von King George IV. in Edinburgh im Jahr 1823 wurde dieser ein erklärter Liebhaber der bislang als „Schnaps für die Armen“ bezeichneten Spirituose. Im berühmten Excise Act von 1823 wurden die Steuern erheblich gesenkt und damit die wirtschaftliche Möglichkeit geschaffen, Whiskybrennereien auch legal zu betreiben. Nur zwei Jahre später wurde Robert Borwick Alleinbesitzer von Highland Park, die er sehr erfolgreich betrieb.

Nach seinem Ableben 1840 wurde die Brennerei allerdings von seinen Erben sehr vernachlässigt und kam herunter. Diese negative Entwicklung konnte erst gestoppt werden, als Stuart & Mackay 1876 die Brennerei erwarben und damit begannen, deren Whisky auch international zu vermarkten. 1895 kam Highland Park in den Besitz von James Grant, dem Besitzer der berühmten Glenlivet-Destillerie in der Speyside. Spätestens seit diesem Zeitpunkt gehört Highland Park zu den berühmtesten Whiskybrennereien Schottlands. Seit 1937 ist die Brennerei im Besitz der Highland Distillers plc, die seit 1999 zur Edrington Group gehört. Diese ist neben Highland Park auch Eigentümer von The Macallan.

Herkunft


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