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Whisky aus dem Ex-Bourbonfass

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Whisky aus dem Ex-Bourbonfass

Bourbon Fässer werden aus amerikanischer Weißeiche hergestellt. Wie schmeckt Whisky aus Ex-Bourbonfässern? Ex-Bourboncasks geben meist süßlich-vanilleartige Aromen an den Brand ab. Die amerikanische Weißeiche „Quercus Alba“ hat einen hohen Anteil Vanillin, der durch das Ausbrennen für den Brand zugänglich gemacht wird. Daher finden wir in Whisky aus Bourbon Fässern häufig Aromen von Vanille, Creme Brulee oder Zuckerwatte. Ein weitere dominante Aromengruppe sind die Zitrusfrüchte. Hierbei können Ex-Bourbon Fässer eine große Bandbreite an Assoziationen wecken, die von Limetten und Orangen über Aprikosen, Äpfel und Mandarinen bis zu Kokosnuss reichen. Dies wird meist von Eichennoten ergänzt die, je nach Fass in Nuss- und Mandelaromen, weiße Schokolade oder Marzipan münden. Diese klassischen Fass-Aromen werden je nach individuellem Charakter der Brennerei mit den Aromen aus dem Brand zu einem einzigartigen Whisky ergänzt!

Warum gibt es viele Whiskys aus Bourbonfässern?

Die Versorgung mit Ex-Bourbon Fässern ist eine der Grundsäulen auf denen die Whisky-Industrie fußt. Ohne Bourbon Fässer gäbe es vielleicht keinen Single Malt wie wir ihn kennen und lieben. Auch heute werden 95 % allen Whiskys in Ex-Bourbon Fässern gereift. Dies hat unterschiedliche Gründe.

Zum einen sind Ex-Bourbon Fässer die preiswerteste Fassart. Sie kosten die Whisky-Brennereien zwischen 80 und 300 Pfund, je nach Qualität und vorheriger Befüllung. Sogenannte „Refill“-Fässer, also Fässer, die bereits ein oder mehrmals Scotch Whisky zur Reifung enthielten, sind preiswerter als „First-Fill“-Fässer. Hochwertige Port- oder Sherry Fässer können hingegen ein Vielfaches des genannten Preises kosten. Die weite Verfügbarkeit, auf Grund der großen Produktionsmengen von Bourbon in den USA und die Tatsache, dass Bourbon Fässer in der Regel nur einmal verwendet werden, macht das Ex-Bourbon Fass zu einem Export-Schlager für die Vereinigten Staaten.

Ein weiterer Grund für die Verwendung von Ex-Bourbon Barrels ist ihre Fassmechanik. Das ASB (American Standard Barrel) hat in der Regel ein Fassungsvermögen von 200 Litern und hat damit ein ziemlich ideales Verhältnis von Fassoberfläche zum reifenden Brand. Häufig wird dieses Fass zum „Hogshead“ mit ca. 250 Litern erweitert.

Da Bourbon-Fässer vor der Verwendung innen ausgebrannt werden, entwickelt sich hier eine Kohleschicht, die im späteren Reifeprozess hilft, scharfe Bestandteile aus dem Brand zu filtern. Zusätzlich kann der Brand so tiefer in das Holz vordringen und erwünschte Aromen in den späteren Whisky übertragen.

Bourbon Fässer eignen sich darüber hinaus besser als jede andere Fass-Art den individuellen Charakter einer Brennerei zu identifizieren. Das Bourbon Fass ergänzt den Brennereicharakter oft mit angenehmen Aromen, überdeckt ihn dabei aber nicht. Um diesen „Grundcharakter“ einer Brennerei beurteilen zu können, bieten sich oft die 8-12 Jahre alten Abfüllungen im Einsteigersegment an. Diese Eigenschaft der Bourbon Fässer kommt vor allem Fans von torfrauchigen Whiskys zu Gute. Schließlich kommt der Torfrauch aus dem Brennereicharakter und ist hier am stärksten vertreten! Junge, teils wiederbefüllte Bourbon Fässer bringen den Torfrauch am besten zur Geltung. Das wissen auch die Macher von Klassikern wie Ardbeg 10 und Laphroaig 10 und die müssen es schließlich wissen!

Whiskys aus Ex-Bourbon Fässern, die Sie nicht verpassen dürfen!

Es ist kurios, dass trotz der vorwiegenden Verwendung von Ex-Bourbon Fässern für Whisky, es gar nicht so einfach ist, hochwertigen Single Malt zu finden, der ausschließlich in Ex-Bourbon Fässern gereift wurde. Die hohe Popularität von Sherry-Fässern und deren größeres Volumen hat unter anderem zu einer gängigen Praxis der Verheiratung von Ex-Bourbon und Ex-Sherry Fässern geführt. Die meisten Single Malts sind daher heute eine Mischung beider Fass-Typen. Hier finden Sie eine Reihe hervorragender Single Malts aus Ex-Bourbon Fassreifung, die wir Ihnen wärmstens empfehlen können.

AnCnoc 12 Jahre: Der AnCnoc 12 Jahre ist ein wunderbares Beispiel für eine ausgewogene Bourbonfass-Reifung. Der Malt aus der Knockdhu Distillery auf der Grenze zwischen Speyside und östlichen Highlands besticht mit einer malzigen Süße, gebackenen grünen Äpfeln und Aromen von Schwarztee. Der frische Malt ist nicht überbordend komplex aber weit entfernt von eindimensional. Er eignet sich hervorragend sowohl als Aperitif, wie auch als Digestif.

Glenmorangie Original: Ein Whisky der fast keiner Vorstellung mehr bedarf. Der Glenmorangie Original ist der Lieblingswhisky der Schotten und nicht zu Unrecht in vielen Bars zuhause. Ein süffiger, milder Trinkwhisky, mit dem man Skeptiker leicht zum Scotch Whisky verführen kann. Orangen, Vanille und Pfirsich vereinen sich mit einer angenehmen Malzigkeit. Sicher nicht der komplexeste Malt Whisky, aber mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis und ein Gassenhauer in Sachen „mild and mellow“. Der "Türöffner" in die Whisky-Welt von Glenmorangie

Deanston 12 Jahre: Dieser vollmundige Süd-Highlander ist vielen gleichaltrigen Kollegen weit voraus. Mit strammen 46,3 % vol. und dem Verzicht auf Kühl-Filterung weißt der Deanston 12 bereits auf dem Etikett darauf hin, dass wir mehr erwarten dürfen, als den üblichen Einsteiger Whisky. In der Nase und am Gaumen hält der Deanston was er verspricht. Ein cremiges Mundgefühl wird mit einem Potpourri aus Honig, Vanille und Nussaromen umgarnt. Die vergleichsweise hohen Prozente sind wunderbar eingebunden und schieben dennoch die Ingwer-Würze von Deanston bis in den langen Abgang. Preis-Leistungs-Empfehlung!

Glen Scotia 15: Der Glen Scotia 15 Jahre beweist eindrucksvoll, dass Bourbon Fässer nicht nur etwas für Einsteiger-Whiskys sind! Dieser für sein Alter hochkomplexe Single Malt aus Campbeltown kombiniert gekonnt Aromen von Apfelkuchen und Marmelade mit der rauen Malzigkeit und den maritimen Salzaromen des Küstenstädtchens. Kaffeeklatsch bei rauer See! Als wäre dieses Feuerwerk von Aromen nicht schon genug, schiebt der Küstenmalt im würzigen Abgang noch einen Hauch Torfrauch hinterher und schließt somit den Kreis eines rundum gelungenen Malt Whiskys. Chapeau Glen Scotia!

Clynelish 14: Zwar ist die genaue Fasszusammensetzung bei diesem spannenden Malt aus den nördlichen Highlands unbekannt, der Fokus liegt beim Clynelish 14 aromatisch aber klar auf den Ex-Bourbon Fässern. Ein hochinteressanter Whisky, der bereits im Brennereicharakter eine hohe Komplexität mitbekommt. Der florale aber ölige Grundcharakter von Clynelish wird mit Aromen von Kerzenwachs ergänzt und vereint sich durch die Fassreifung zu einem, für sein Alter, sehr reichhaltigen Single Malt. Maritime Noten, brauner Zucker, Heidehonig und herrliche Gewürznoten entstehen zusätzlich durch die Fassreifung. Unbedingt probieren!

Ardbeg 10: Ardbeg: Kaum ein anderer Malt Whisky stellt besser die perfekte Harmonie zwischen Ex-Bourbon Fässern und Torfrauch unter Beweis. Dieser kompromisslose Islay Malt vermählt süße Zitrusnoten mit schwerem öligem Torfrauch. Der Ardbeg 10 ist wie das herzliche Schulterklopfen eines alten Seebären. Ein Traum für Peatheads!

Laphroaig 10: Das Flaggschiff der vielleicht berühmt-berüchtigtsten Brennerei der Welt. 10 Jahre in Ex-Bourbon Fässern gelagert, trägt dieser Malt den klassischen medizinischen Laphroaig Rauch vor sich her. Dahinter kommen ein paar helle Früchte wie Birnen oder Mirabellen zu Wort. Gleiches im Geschmack. Hier schwemmt nun die schottische See eine Reihe Aromen an Land. Süß und salzig zugleich, ein Hauch von Meertang und eine Wucht von Torfrauch machen sich breit. Eine Ahnung von verbranntem Gummi und Teer versetzen uns auf einen Fischkutter auf hoher See. Im Abhang allerdings immer wieder erstaunlich weich und gefällig! Ein Laphroaig wie er leibt und lebt!

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