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Irischer Whiskey

Saftig grüne Wiesen, zerklüftete Küsten und an jeder Ecke ein Irish Pub. Irland verbindet gekonnt alte Traditionen und quirlige Lebensfreude. Irish Whiskey verkörpert mit seinem fruchtig-leichten Stil perfekt die Seele seiner grünen Heimat. Uns haben es besonders die unabhängigen West Cork Distillers mit ihrem Single Malt angetan: Unser Preis-Leistungs-Tipp! Wenn Sie einen besonders traditionellen Irish Whiskey suchen, probieren Sie doch einen Single Pot Still Whiskey, den es so nur in Irland gibt!

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Hintergrund

Irish Whiskey ist die landestypische Bezeichnung für einen Whiskey der aus Irland stammt. Irischer Whiskey wird gemeinhin als leicht und fruchtig beschrieben. Wer an Irland denkt, der hat Guinness, Schafe und Whiskey im Kopf. Die grüne Insel hat womöglich die älteste Whiskey-Tradition der Welt und war dennoch mehrmals vom Aussterben bedroht. Heute feiern wir zum Glück die Renaissance einer der ältensten und traditionsreichste Spirituosen der Welt. Der Irish Whiskey ist auf dem Weg zurück ins Rampenlicht! 

Wann darf sich ein Whiskey Irish Whiskey nennen?

Generell definiert der Begriff "Irish Whiskey", genau wie sein Verwandter der "Scotch Whisky", die Herkunft des Whiskeys. Irish Whiskey ist folgedessen Whiskey, der in der Republik Irland und Nordirland hergestellt wird. Auch sonst haben die Regularien von Scotch und Irish Whiskeys viele Gemeinsamkeiten. Irish Whiskey muss aus einem Teil gemälzten Getreides produziert und durch Vergärung mit Hefe entstanden sein. Der Whiskey muss in Irland destilliert werden und darf während der Destillation den Alkoholgehalt von 94,8 % vol. nicht überschreiten. In der Regel wird, um den Erhalt der erwünschten Aromen zu sichern, deutlich niedriger destilliert. Die Reifezeit von Irish Whiskey muss mindestens drei Jahre betragen und in "hölzernen Containern", also Fässern, stattfinden. Während in Schottland die Holzsorte gesetzlich definiert ist, hat Irland hier keine Beschränkung. Aufgrund der idealen Eigenschaften von Eichenholz wird jedoch auch in Irland fast ausschließlich in Eichenfässern gereift. Dem fertig gereiften Whiskey darf per Gesetz außer Wasser und Zuckerkulör (E150a) nichts weiter zugesetzt werden. Der Alkoholgehalt von Irish Whiskey muss mindestens 40 % vol. betragen. Bei einer Altersangabe auf der Flasche dient immer das Alter des jüngsten verwendeten Fasses als Maßgabe. Wenngleich die irische Schreibweise "Whiskey" nicht gesetzlich vorgeschrieben ist, finden wir in Irland fast ausschließlich die Schreibweise mit "e". Eine Ausnahme bildet hier die neue Waterford Distillery.  

Worin unterscheiden sich Whisky und Whiskey?

Während man in Schottland "Whisky" schreibt, lassen sich die Iren ihr „e“ im Whiskey nicht nehmen. Vermutlich entwickelte sich die Schreibweise mit dem "e" vor dem "y" Mitte des 19. Jahrhunderts. Zu dieser Zeit schufen die Schotten durch die kommerzielle Einführung des Grain Whiskys und Blended Scotch Whiskys ein massentaugliches Produkt, das die Iren als minderwertig einstuften. Die dickköpfigen Iren wollten an den traditionellen Methoden der Pot Still Destillation festhalten. Sie grenzten mit der irischen Schreibweise den Irish Whiskey vom Scotch Whisky ab. Wie wir heute wissen, ging die Rechnung nicht auf. Der Blended Scotch Whisky eroberte die Weltmärkte, während der Irish Whiskey mit vielen Problemen zu kämpfen hatte und beinahe ausgestorben wäre. Neben den Iren sind es noch heute die US-Amerikaner, die "Whiskey" schreiben (mit einigen Ausnahmen wie George Dickel oder Maker's Mark). Am Ende entscheiden aber vor allem die Brennereien der Welt selbst ob sie Whisky mit oder ohne „e“ schreiben. Irischer Whiskey wird nicht nur anders geschrieben als der schottische, sondern weist auch in der Produktion einige Eigenarten auf. Auch in Irland hat heute vor allem der Single Malt Whiskey für das Wiederaufleben der Whiskey-Branche gesorgt. Nachvollziehbar also, dass der Markt darauf reagiert und wir bald eine Vielzahl neuer Irish Whiskeys begrüßen dürfen. Allerdings ist und bleibt eines der Alleinstellungsmerkmale des irischen Whiskeys der Single Pot Still Whiskey.

Stil

Wie schmeckt Irish Whiskey? Irish Whiskey hat gemeinhin den Ruf sehr weich, mild und fruchtig zu sein. Dies ist natürlich bei der Großen Vielfalt der Whiskey Sorten und verschiedenen Brennereien nicht für jeden Irish Whiskey gültig, kann aber nach wie vor als grobe Orientierung dienen. Zwei entscheidenden Einflüsse können hier genannt werden, die diesen Ruf unterstreichen. Zum einen wird irischer Whiskey so gut wie nie über Torffeuer gedarrt und hat daher keine rauchigen und torfigen Aromen. Die Ausnahme macht der Connemara Peated. Dies ist allerdings nicht immer so gewesen. Anfangs waren die irischen Whiskeys auch getorft. Denn auch auf der Emerald Isle, der grünen Insel, war Torf das günstigste Heizmittel. Allerdings wurde Torf im 19. Jahrhundert von Kohle abgelöst. War es anfangs noch teuer, Kohle zu importieren, fielen die Kosten in der voranschreitenden Industrialisierungsperiode. Da die Iren von nun an ihren Whiskey ohne Torf produzierten, verbreitete sich international der Ruf des leichten, nicht rauchigen Irish Whiskeys. Sie interessieren sich für rauchige Whiskys? Dann folgen Sie den Links und lesen Sie hier mehr über Torf und Whisky

Ein weiterer Aspekt des Irish Whiskeys ist die Dreifachdestillation. Die dreifache Destillation von Single Malt und Single Pot Still macht den späteren Whiskey in der Regel leichter und weniger scharf. Kritiker werfen der Dreifachdestillation aber auch vor, dem Rohbrand einen Teil senes Charakters zu berauben, weshalb in Schottland vorwiegend zweifach destilliert wird. Auch in Irland gibt es sowohl zweifach als auch dreifach destillierten Whiskey. Achten Sie einmal darauf und finden Sie Ihre Vorlieben in Sachen Destillation. Viele Irish Whiskeys schmecken aufgrund der beschriebenen Punkte hellfruchtig, teils grasig und floral und recht mild. Mit zunehmender Vielfalt der Brennereien wird sich aber auch die Aromenvielfalt der grünen Insel erweitern. Wir dürfen gespannt sein!

Herstellung

Wie wird Irish Whiskey hergestellt? Irish Whiskey wird nach hohen Qualitätkriterien hergestellt und ist hier mit seinen schottischen Nachbarn vergleichbar. Je nach Whiskey-Art unterscheiden sich Irish Whiskeys in den verwendeten Getreidesorten und der Destillationsmethode. Traditionell wird Irish Whiskey dreifach destilliert (engl. triple distilled) um dem Brand einen möglichst großen Kontakt mit dem Kupfer der Pot Stills (Brennblasen) zu geben. Dadurch soll er besonders weich und mild werden. Ein weicher Stil ist abhängig von den Unreinheiten im Brand und der Zahl chemischer Verbindungen, sogenannter kongenerer Verbindungen. Diese werden während der Fermentation von den Hefen kreiert. Kongenere sind aromatische Verbindungen, die sich während der Destillation und Lagerung verändern. Nicht alle Kongenere sorgen für angenehme Aromen, vor allem dann nicht, wenn sie gehäuft auftreten. Über den "Reflux" kann man solche unangenehmen Geschmäcker hinausbefördern. Reflux bezeichnet einen Vorgang in den Brennblasen, wenn der Dampf die Kupferwände der Brennblase trifft, kondensiert und wieder in die kochende Flüssigkeit zurückläuft. So können Unreinheiten und schwere Schwefelverbindungen herausgefiltert werden. Das Ergebnis ist ein leichterer Brand. Den Kupferkontakt oder Reflux erhöhen die Iren mit einer dritten Brennblase. Sie haben also neben der Wash Still und der Spirit Still auch noch eine sogenannte Intermediate Still. Während die Schotten bei der vorherrschenden Zweifachdestillation nach schwereren und komplexeren Aromen streben, haben die Iren immer nach leichteren Aromen und einem "Easy to drink" Charakter gesucht. Passend zur irischen feucht-fröhlichen Mentalität ist Irish Whiskey daher häufig leichter und süffiger als der schwere und oft rauchige Scotch Whisky. Zudem sind die Brennblasen meist größer als in Schottland und die Form der Brennblasen ist entscheidend für den Kontakt zwischen Brand und Kupferwand. Die Kunst ist nun, nicht zu viele Geschmackskomponenten herauszufiltern. Neben der Destillation hat auch die Fassauswahl und die Fassreifung beim Whisky einen großen Einfluss auf die Weichheit des Whiskys. 

Welche Arten von Irish Whiskey gibt es?

Single Pot Still Irish Whiskey

Der Single Pot Still Whiskey ist eine Whiskey-Sorte, die es nur in Irland gibt. Er hat seinen Ursprung in der Besteuerung von gemälzter Gerste Mitte den 18. Jahrhundert. Wie so oft entstand aus der Not eine Tugend. Zukünftig wurde Irish Whiskey mindestens zur Hälfte mit ungemälzter Gerste hergestellt, wodurch er nicht mehr "Single Malt" genannt werden konnte. Single Malt muss nämlich zu 100 % aus gemälzter Gerste produziert werden. So wurde kurzerhand eine neue Whiskey-Sorte kreiert. Denn die Gerste an sich wurde nicht so hoch besteuert. Die Gerste in ungemälztem Zustand ließ sich jedoch schwieriger verarbeiten. So benötigte man spezielle Hammermühlen, um den Grist herstellen zu können. Das verwendete Getreide ist also der Hauptunterschied zwischen Single Malt und Single Pot Still, die sich ansonsten ähneln und auf gleichem Qualitätsniveau angesiedelt sind. Bekannte Single Pot Still Whiskeys sind Marken wie Green Spot und Yellow Spot 12 Jahre, Redbreast und Midleton Very Rare. Der Stil der Pot Still Whiskeys gilt gemeinhin als besonders weich, ölig und rein durch den dreifachen Brennvorgang. Entscheidend für diesen leichten Stil ist auch die Größe der Brennblasen.

Single Malt Irish Whiskey

Single Malt Whiskey in Irland wird ähnlich wie schottischer Single Malt hergestellt. Er wird zu 100 % aus gemälzter Gerste produziert und mit Hefe vergoren. Anschließend wird er auf kupfernen Pot Stills gebrannt. Während die Schotten (bis auf beispielsweise Auchentoshan oder Springbank beim Hazelburn) vorwiegend zweifach destillieren, ist die traditionelle irische Destillation eine Dreifachdestillation. Allerdings mischt sich dies seit dem Produktionstart der Cooley Distillery in den 80er Jahren und den vielen jungen Brennereien Irlands zunehmend mit der Zweifachdestillation. Klassische Brennereien die am triple distilled Single Malt festhalten sind beispielsweise Bushmills. Zweifach destillierte Single Malt Marken sind etwa Tyrconnell, Connemara und Teeling.

Blended Irish Whiskey

Blended Irish Whiskey ist eine Mischung verschiedenen Whiskey-Typen, etwa Grain Whiskey und Malt Whiskey oder Pot Still Whiskey. Grain Whiskey ist ein enorm leichter, süßlicher Whiskey, der auf kontinuierlichen Destillationssäulen, sog. Column oder Patent Stills gebrannt wird. Dieser wird dann mit Malt oder Pot Still Whiskey verschnitten. Ähnlich dem Blended Scotch Whisky ist dieser Whiskey Typ besonders leicht, fruchtig und mild. Nachdem Irish Whiskeys ohnehin ein leichter Charakter zugesprochen wird, zählen die Blended Irish Whiskeys zu den beliebtesten Trinkwhiskeys der Welt, vorneweg die Marke Jameson. Weitere klassische Blended Irish Whiskey Marken sind Tullamore DewPaddy und Powers. Auch diese Marken haben den Trend erkannt und teils nicht verschnittene Single Malt oder Single Pot Still Versionen ihrer Whiskeys veröffentlicht. 

Single Grain Irish Whiskey

Der Single Grain Whiskey ist eine besonders leichte Kategorie von Irish Whiskeys. Der Grain Whiskey dient in der Regel den Blended Irish Whiskeys als Grundlage für ihren leichten milden Grund-Charakter, während die Single Malts oder Single Pot Still Whiskeys dem Blend Rückgrat und Tiefe verleihen. Single Grain Whiskey wird aus verschiedenen Getreidesorten wie Gerste, Mais und Weizen produziert. Er wird auf kontinuierlichen Destillationssäulen, sog. Column oder Patent Stills gebrannt. Der bekannteste Single Grain Irish Whiskey ist der Kilbeggan Single Grain. Doch auch Teeling und die neue Craft Distillery Glendalough produzieren Single Grain Whiskeys. 

 

Welche Marken Irish Whiskey gibt es?

Im Folgenden stellen wir Ihnen in Kürze die wichtigsten Irish Whiskeys in alphabetischer Reihenfolge vor und fassen die wichtigsten Eigenschaften zusammen. 

Bushmills

Bushmills liegt im östlichen Teil Nordirlands in unmittelbarer Nähe des Flusses Bush. Daher stammt auch der Name der Brennerei „Mühle am Fluss Bush“. Die Brennerei ist eine der ältesten, möglichweise die älteste Brennerei Irlands und produziert einen sehr leichten eingängigen dreifach destillierten Single Malt. Klassischerweise finden sich warme Vanille- und Honignoten, sowie Anklänge von Milchschokolade sowie malzige und fruchtige Süße in Bushmills Whiskeys wieder. 

Connemara

Connemara bildet die absolute Ausnahme der Irish Whiskeys, denn dieser zweifach destillierte Single Malt ist über Torf geräuchert und ist daher ein stark rauchiger Whiskey. Dies ist sehr unüblich für irische Whiskeys und macht den Connemara damit zu einer spannenden Ergänzung des sonst sehr leichten Irish Whiskeys. Der Connemara Peated ist eine absolute Preis-Leistungs-Empfehlung und sollte in keiner Bar fehlen. Wer den irischen Raucher mag, sollte unbedingt einmal zur reiferen und komplexeren Variante, dem Connemara 12 Jahre greifen. 

Glendalough

Glendalough ist eine kleine junge Craft Destillerie, die verschiedene Irish Whiskeys wie Single Malt und Single Grain Whiskey vertreibt. Bis eigene Fasssbestände aufgebaut sind, kauf die Brennerei ausgereifte Fässer anderer Brennereien zu und kann daher schon heute einen 7 und 13 Jahre alten Whiskey auf den Markt bringen.

Green Spot

Ein weiterer dreifach destillierter Single Pot Still Whiskey aus der Midleton Distillery. Auch der Green Spot überzeugt mit einer malzigen Süße und angenehmen Gewürzen und Fruchtaromen. Wer eine ausgereiftere Variante bevorzugt, kann zum Yellow Spot greifen, der mit 12 Jahren ein schönes Alter aufweist. 

Hyde 

Die Whiskey Marke Hyde wird von den Hibernia Distillers, einem "Bonder", vertrieben. Bonder sind im Grunde unabhängigen Abfüller, ähnlich den schottischen. Für die Hyde Whiskeys werden Fässer bereits etablierter Brennereien aufgekauft und diese nach eigenen Vorlieben nachgereift und abgefüllt. So entstehen spannende Neukreationen. 

Jameson

Jameson ist ein Blended Irish Whiskey und wird in der Midleton Distillery hergestellt. Er besteht daher aus einem Teil dreifach destilliertem Single Pot Still Whiskey und einem Teil Grain Whiskey. Er ist der meistverkaufte Irish Whiskey weltweit und hat eine Vielzahl unterschiedlicher Abfüllungen. Jameson zeichnet sich durch seinen milden Charakter und seine hellfruchtigen Aromen aus. 

Kilbeggan

Die Brennerei Kilbeggan produziert verschiedene Whisky-Typen. Flaggschiff der Brennerei ist sicherlich der Blended Whiskey Kilbeggan Irish Whiskey. Doch Kilbeggan hat auch einen der wenigen irischen Single Grain Whiskeys auf dem Markt, den Kilbeggan Single Grain

Redbreast

Redbreast ist ein dreifach destillierter Single Pot Still Whiskey aus der Midleton Distillery. Typischerweise werden für die Redbreast Abfüllungen sowohl Ex-Bourbon als auch Ex-Sherryfässer eingesetzt, was dem Whiskey eine vollmundige Süße und fruchtige Tiefe verleiht. Er ist deutlich würziger als sein Blended Cousin Jameson, in dem er teils das Rückgrat bildet. Unsere Empfehlung ist der Redbreast 12 Jahre, um sich der Marke zu nähern, bei Gefallen können Sie zu einer älteren Variante, wie dem Redbreast 15 Jahre oder dem Redbreast 21 Jahre greifen. 

Teeling

Auch Teeling ist ein zweifach destillierter Single Malt. Teeling ist zweifelsohne eine der wichtigsten heutigen Whiskey-Familien Irlands. Die Söhne des ehemaligen Besitzers der Cooley Distillery John Teeling haben heute in Dublin eine eigene Teeling Distillery eröffnet. Bis der eigene Whiskey reif ist, stammen die Fässer für den Teeling Single Malt aus den alten Beständen von Cooley. Teeling produziert eine würzigen Single Malt mit einer großen Fracht an Fruchtnoten, nicht zuletzt wegen dem Einsatz von Sherry-, Port- und Weinfässern. Der Standard Teeling Single Malt ist mit kräftigen 46 % vol. und nicht kühlgefiltert abgefüllt. 

Tyrconnell 

Auch Tyrconnell ist ein zweifach destillierter Single Malt aus der Cooley Distillery. Auf Grund seiner Produktionsmethode liegt er näher an den schottischen Single Malts, als viele andere Irish Whiskeys. Da er würziger und voller ist, als die dreifach destillierten Whiskeys, empfehlen wir Fans von Single Malt Scotch Whisky, diesem Iren eine Chance zu geben. Besonders die 10jährigen Tyrconnells, in unterschiedlichen Fässern gefinished, können wir empfehlen. 

West Cork

West Cork ist eine junge Destillerie im Süden Irlands, die sowohl Single Malt als auch Blended Irish Whiskey herstellt. West Cork hat eine tolle Range preiswerter Single Malts mit Altersangabe von 10 und 12 Jahren auf den Markt gebracht. In Irland ist die Altersangabe nicht so verbreitet wie in Schottland und daher oft teurer. West Cork beweist, dass es auch anders geht! Besonders der West Cork 10 Jahre, West Cork 12 Jahre Port Cask Finish und der West Cork 12 Jahre Rum Cask Finish haben es uns angetan. Probieren Sie einen West Cork und prüfen Sie, ob Sie uns Recht geben!

Writers Tears

Der Writers Tears ist eine gelungene Mischung aus Single Pot Still Whiskey und Single Malt Whiskey. Er wird zwar als Blended Whiskey bezeichnet, ist aber kein klassischer Blended Irish Whiskey wie etwa Jamenson, da er keinen Grain Whiskey enthält. Dies verleiht ihm mehr Profil und eine angenehme Komplexität. Er ist dennoch ein leichter süffiger Irish Whiskey und ist den irischen Schriftstellern und Poeten gewidmet. 

Geschichte

Wann ist der Irish Whiskey entstanden und wie hat er sich bis heute entwickelt? Bis heute streiten die Schotten und die Iren um das Privileg den Whisky bzw. Whiskey erfunden zu haben. Auf Grund der mangelden verlässlichen Quellen kann bis heute nur spekuliert werden. Laut irischer Folklore soll der irische Nationalheilige Patrick von Irland, besser bekannt als Saint Patrick im 5. Jahrhundert nach Christus die Kunst der Destillation nach Irland gebracht haben, die er auf seinen Reisen durch Frankreich erlernt hatte. Sehr wahrscheinlich ist, dass das Wissen um die Destillation zwischen dem 5. und 6. Jahrhundert aus dem arabischen Raum zu den Mönchen Irlands gelangte und sich von dort aus über Schottland ausbreitete. In Ägypten war das Wissen um die Destillation womöglich bereits 3000 v.Chr. vorhanden. Als im Jahr 1170 englische Armeen in Irland einmarschieren, finden sie jedenfalls bereits zahlreiche Destillen in den Klöstern. Zu diesem Zeitraum sprechen wir noch von Uisge Beatha, dem gälischen Wort für "Wasser des Lebens", statt von "Whiskey". Sehr wahrscheinlich wurde es ursprünglich aus Wein gebrannt und mit heilenden Kräutern versetzt und als Medizin oder Tinktur genutzt. Das gälische Wort Uisge wurde später im englischsprachigen Raum zu "Whisk(e)y" abgeändert, weshalb verschiedene Interpretationen für die Schreibweise möglich sind. Zum Beginn der Verbreitung von Uisge Beatha verstehen wird darunter ein klares Destillat und nicht den goldenen Whiskey wie wir ihn heute kennen. Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung zur Destillation von Gerstenmalz stammt aus Schottland, aus dem Jahr 1494. Die "Exchequer Rolls", ein Dokument des damaligen königlichen Schatzamtes besagt, dass der Mönch Friar John Cor vom König James IV beauftragt wurde, Aquavitae aus acht Bollen Malz (etwa 870 Kilo) herzustellen. Mit dieser Menge hätte man gut 1200 Flaschen Destillat oder heutigen Whisky herstellen können. Da das Dokument belegt, dass Aquavitae damals bereits im größeren Stil aus Gerstenmalz hergestellt wurde hat es einen so großen Stellenwert in der Whiskey-Geschichte. 

Die erste bekannte Lizenz zum Whiskeybrennen wurde jedenfalls in Irland vergeben. Sir Thomas Philipps erhielt sie 1608 von König James I. für ein Gebiet auf dem heute die Bushmills Distillery steht. Mit diesem Jahr wirbt die Brennerei noch heute auf ihrem Logo, wenngleich ein direkter Zusammenhang zwischen Sir Thomas Philipps und Bushmills eher zweifelhaft ist. Der Löwenanteil der Iren brannten allerdings im Kleinen auf den Farmen einen ungereiften Getreideschnaps. Dies wurde durch die 1660 von den Engländern eingeführte Alkoholsteuer illegal, was den Schwarzmarkt und das Schwarzbrennen befeuerte. Noch heute bezeichnen die Iren schwarzgebrannten Schnaps als "Poitin". 1779 wurde dann ein Gesetz verabschiedet, welches die Brennblasengröße besteuerte und nicht die produzierte Alkoholmenge. Infolgedessen wurde es schwieriger, kommerziell und legal zu produzieren, da die großen Pot Stills immer höhere Abgaben forderten. So wurde der Schwarzmarkt weiter angefeuert, statt eingedämmt. Erst 1823 entspannte sich die Lage wieder etwas. Denn Großbritannien erließ ein Gesetz, was es bis dato illegalen Brennereien erlaubte, gegen Bezahlung einer Gebühr eine Lizenz zum legalen Brennen zu erhalten. Zum ausgehenden 18. Jahrhundert gab es annähernd 2.000 kleine Brennereien in Irland. Der größte Teil davon war illegal.

Das 19. Jahrhundert hätte die Sternstunde und Geburt der irischen Whiskey-Industrie sein können, wäre die Entwcklung nicht jäh durch die große Hungersnot (gälisch: „An Gorta Mór“) zwischen 1845 und 1849 unterbrochen worden. Die durch eine neuartige Kartoffelfäule ausgelösten Missernten führten zu einer katastrophalen Hungersnot, die rund eine Millionen Iren das Leben kostete. Zwei Millionen Iren wanderten nach Australien, Kanada und die USA aus. Von 1841 bis 1901 halbierte sich die Bevölkerungszahl der grünen Insel. Mit der Migration wurde auch das beliebte Nationalgetränk der Iren (und Schotten) exportiert. Die USA entwickelten sich schnell zum größten Absatzmarkt für irischen Whiskey. Durch seinen leichten und weichen Charakter wurde irischer Whiskey schnell zum Exportschlager. Die Nachfrage stieg an und Irland konnte liefern. Denn in der Zwischenzeit war das Zeitalter der industriellen Revolution ausgerufen worden. Das spiegelte sich auch in der Whiskeyindustrie wider.

Res Publica und die große Depression der 1930er Jahre

Die USA waren ein rasant wachsender Absatzmarkt für irischen Whiskey, doch mit dem Volstead Act 1919 und dem Einzug der Prohibitionsära in die Geschichtsbücher fand der Export ein abruptes Ende. Zwar stoppte das Gesetz den legalen Vertrieb von Whiskey, der illegale Konsum fand dadurch aber keinen Abbruch. Allerdings wurde nun billig von den Bootleggern und Moonshinern selbst gebrannt, wobei wieder eher der schnelle Gewinn als die Qualität des Gebrannten im Vordergrund stand. Es kamen viele minderwertige Plagiate auf den Markt, die durch ihre schlechte Qualität nachhaltig den Ruf des irischen Whiskeys schädigten. Die Prohibition währte zwar nur bis 1933 (mit dem 21. Zusatzartikel), doch die wirtschaftliche und soziale Situation hatte sich global drastisch verändert und den Export des irischen Nationalgetränks nicht weiter begünstigt. Die Weltwirtschaftskrise und die darauffolgende Große Depression (= Great Depression) der 1930er Jahre traf die allgemeine Bevölkerung wie Schnee im Sommer – völlig unerwartet und mit verheerenden Folgen.

Während man in Deutschland 1916 mit dem ersten Weltkrieg und vor allem der grausamen Schlacht von Verdun in Verbindung setzt, steht diese Jahreszahl in Irland für den Beginn der Abspaltung vom Vereinigten Königreich. 1916 läutete der Osteraufstand („Easter Rising”) das ein, was sich noch bis 1923 bzw. 1937 ziehen sollte: Irland wurde zur Republik. Der Weg dorthin war lang, steinig und von einem blutigen Bürgerkrieg begleitet. Die Abspaltung vom restlichen Königreich erfolgte zudem unter gegenseitigen wirtschaftlichen Sanktionen. So waren das auf britischer Seite beispielsweise Strafzölle gegen irische Agrarprodukte. Erst mit einem gemeinsamen Freihandelsabkommen in den 1960ern und dem Beitritt beider Staaten in die Europäische Gemeinschaft im Jahr 1973 kam es zu einer wirtschaftlichen Annäherung – und dem ungehinderten Zugang zu dem zuvor größten Absatzmarkt. Bis zu diesem Zeitpunkt war die irische Whiskey-Industrie aber bereits quasi ausgeblutet.  

Für die irische Whiskeyindustrie war die Folge der Tod fast aller kleinen Brennereien und die daraus resultierende Konzentration auf einige wenige Player. Nach dem 2. Weltkrieg gab es aufgrund des sinkenden Produktionsvolumens eine extreme Verknappung fertig gereiften Whiskeys in den USA und Großbritannien. Doch nicht nur die britischen Sanktionen verhinderten eine Steigerung des irischen Exports, sondern auch der irische Staat selbst wollte auf die Steuereinnahmen durch den inländischen Whiskeyverkauf nicht verzichten, brauchte man doch dringend diese Einnahmen für die leere Staatskasse. Daher wurde in der Nachkriegszeit eine Exportquote eingeführt, um den Binnenmarkt zu stärken. Zählte man in den 1880er Jahren noch 160 Brennereien, gab es in den 1970er Jahren de facto nur noch drei Brennereien in Irland. Die verbliebene Cork Distilleries Company schloss sich mit John Jameson & Son und John Power & Son zusammen zur Irish Distillers Group. Die Irish Distillers Group, war der Schulterschluss der letzten irischen Whiskey-Produzenten, die erkannt hatten, dass Sie alleine nicht überlebensfähig waren. 1972 kam auch Bushmills dazu und somit hatten die letzten irischen Whiskey-Produzenten quasi ein Monopol auf Irish Whiskey. Man konzentrierte sich auf eher auf Quantität und schnelle Produktion. Blended Whisk(e)y war beliebt und folglich wurde irischer Whiskey mit einem schnelllebigen und günstigen Brand assoziiert. Es waren harte Jahre für Qualitätswhiskey. Ein weiterer herber Schlag für die irische Seele war der Verkauf der Irish Distillers Group 1988 an den französischen Getränkekonzern Pernod Ricard. Somit war über Nacht kein einziger Irish Whiskey mehr in irischer Hand. Was damals wie ein Verrat am Vaterland für viele Iren gewirkt haben muss, hat schlussendlich aber vermutlich den irischen Whiskey vor dem endgültigen Aussterben gerettet. Denn Pernod Ricard konnte mit seinem Kapital die irischen Whiskeys wieder international marktfähig machen. Fast zeitgleich trat John Teeling auf den Plan mit dem Kauf der Cooley Distillery. Zum damaligen Zeitpunkt als Wahnwitz deklariert, leitete John Teeling mit dem Kauf der ersten unabhängigen irischen Whiskey Destille den Wiederaufschwung, ja die Wiedergeburt, des Irish Whiskeys ein. Nach einer bespiellosen Erfolgsgeschichte verkaufte John Teeling 2011 schließlich Cooley an Jim Beam (heute Beam Suntory). Auch wenn der Name Teeling bereits in die Geschichtsbücher irischer Whiskey Geschichte eingegangen war, gründete er mit seinen Söhnen wenige Jahre später die Marke Teeling und begann mit dem Bau einer eigenen neuen Whiskey Brennererei in Dublin, diesmal mit dem eigenen Namen. Passenderweise wählte John Teeling für das Logo seiner neuen Marke einen Phönix, was die heutige Geschichte des Irish Whiskeys eindrücklich veranschaulicht. 

Der Phönix aus der Asche: Das Comeback des irischen Whiskeys

Ähnlich wie in Schottland gab es auch in Irland eine Renaissance der Whiskeyindustrie. 2014 wurden circa 84.000.000 Flaschen Irish Whiskey in über 100 Länder exportiert. Der Export irischen Whiskeys steigerte sich allein in den zehn Jahren von 2005 bis 2015 um 300 % – mit der Aussicht, dass sich die Exportzahlen von 2015 bis 2020 verdoppelt haben werden. Dadurch wird Irish Whiskey zu der am schnellsten wachsenden Getränkekategorie der Welt. Die starke Konzentration weniger Brennereien wird abgelöst von einem neuen Entrepreneurdenken jüngerer Generationen: Eine ganze Reihe an Brennerei-Neugründungen hat in den letzten Jahren stattgefunden. Auch in Irland hat vor allem der Single Malt Whiskey für diese Wiedergeburt des Whisk(e)ys gesorgt. Wir dürfen gespannt sein, was die grüne Insel in den kommenden Jahren und Jahrzehnten für uns Whisky- und Whiskeyfans bereit hält und freuen uns auf eine neue Vielfalt des Irish Whiskeys. 

Herkunft

Bildnachweis: Burben / Shutterstock.com, B.S.Karan / Shutterstock.com, Panaspics / Shutterstock.com, Maya Kruchankova / Shutterstock.com, Wolfgang Berroth / Shutterstock.com, Bushmills Distillery, Glendalough Distillery, Teeling Distillery, Kilbeggan Distillery, West Cork Distillery

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