Single Malt Whisky

Single Malt Whiskys stammen aus einer einzelnen Brennerei und bestehen zu 100% aus Malt Whisky. Der Single Malt Whisky gilt als König der Spirituosen und wird aus Gerstenmalz, Hefe und Wasser, im Pot-Still-Verfahren hergestellt. Als Single Malt Whisky wird er danach für mindestens 3 Jahre, meistens deutlich länger, in Eichenholzfässern gereift. Single Malt Einsteigern empfehlen wir feine Tropfen aus den Brennereien Dalwhinnie, Glenmorangie oder auch Glenfiddich. Sind Sie stattdessen auf der Suche nach einem rauchigen Whisky probieren Sie einmal die Single Malts von Lagavulin, Ardbeg oder Laphroaig. Freunde von süßen im Sherryfass gereiften Single Malt Whiskys sollten sich bei Glendronach und Glenfarclas umschauen.

Das wichtigste beim Single Malt Genuss: Entdecken Sie die Vielfalt. Kein Malt schmeckt wie der andere. Jede Brennerei, sogar jedes Fass, hat seinen ganz eigenen Stil den es zu entdecken gilt. Schauen Sie sich daher auch unsere große Auswahl an unabhängigen Single Malt Abfüllungen an, welche oft als Single Cask Abfüllung aus nur einem einzigen Fass erscheinen.

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Über Single Malt Whisky

Wenn man über Whisky spricht, liest oder hört fällt immer wieder - mal in ehrfürchtigem Raunen, mal mit besserwisserisch hochgezogener Augenbraue - der Begriff Single Malt. Single Malt Whiskys gelten als die Königsdisziplin unter den diversen Whiskysorten.
Das war allerdings nicht immer so. Denn Jahrzehnte über dominierten Blended Whiskys den Markt und erst mit William Grant & Sons Entscheidung den Glenfiddich als Single Malt herauszubringen kam es schleppend zur Renaissance des Single Malt Whisky. Heute hat dieser sich zum Wahrzeichen der boomenden Whisky Industrie gemausert. Was damals die Popularität (außerhalb Schottlands) schmälerte, nämlich die starke Konzentration an vielschichtigen, teilweise sehr markanten Aromen, sorgt heute für den weltweiten Hype. Das Motto lautet also: anecken statt gefällig sein!

Entgegen der landläufigen Meinung muss Single Malt Whisky übrigens nicht per se aus Schottland kommen. Es gibt Single Malt beispielsweise auch aus Irland, Deutschland und dem fernen Japan. Vor allem die Malts aus Japan sind gerade in den letzten Jahren immer beliebter geworden. Single Malt ist somit eine Bezeichnung für eine bestimmte Produktionsart und sagt erst einmal nichts über die Herkunft aus.

Was man tatsächlich für einen Single Malt benötigt?

Nun, das ist ganz einfach: Single Malt Whisky wird zu 100% aus Gerstenmalz hergestellt. Was ihn so singulär macht, ist seine Herkunft aus einer einzigen Brennerei. Damit kann man mit einem weiteren Irrglauben aufräumen: Single Malt Whisky muss nicht aus nur einem einzigen Fass oder Brennvorgang stammen. Er kann aus mehreren unterschiedlichen Fässern einer einzigen Brennerei kommen. Voraussetzung bleibt aber natürlich, dass in allen Fässern nur gemälzte Gerste verwendet wurde. Durch diesen Vorgang – das Mischen aus verschiedenen Altersstufen bzw. verschiedenen Fässern – kann der Master Blender über Jahrzehnte Geschmack, Aroma und Farbe konstant halten. So entwickelt sich auch der Hausstil einer Brennerei. Es können sowohl exquisite als auch durchaus unterdurchschnittliche Fässer in einen Single Malt wandern, um die für diese Marke und Altersstufe typischen Aromen zu kreieren. Ein Talisker 10 Jahre soll immer bestimmte geschmackliche Merkmale aufweisen, egal ob man ihn vor 5 Jahren gekauft hat oder in 10 Jahren kaufen wird und mittlerweile ganz andere Fässer in der Mischung vermählt wurden. Bei dieser Zusammenstellung aus unterschiedlichen Whiskys darf als Altersangabe - wie übrigens bei allen Whiskys - nur der Jüngste herangezogen werden.
Gebrannt wird der Malt in kupfernen, meist zwiebelförmigen Brennblasen. Der Kontakt mit dem Kupfer filtert bestimmte Stoffe aus dem Destillat, sodass der Brand leichter und milder wird je länger der Kontakt währt. Jede Beule, Ausbuchtung und generelle Formung der Brennblasen ist daher relevant und wird von den Brennereien katalogisiert und streng beäugt.

Wird ein Single Malt besser je länger ich die Flasche im Keller lagere?

Nein. Sobald ein Whisky in Flaschen abgefüllt wurde und keinen Kontakt mit dem Holz des Fasses hat, kommt es auch zu keinem Austausch von Aromen. Es ergibt sich also keinerlei Vorteil, wenn Sie mit dem Verzehr warten. Es gilt also Carpe Diem: Genießen Sie lieber früher als später!


Alles rund ums Fass: von Single Cask zu Cask Strength bis hin zum richtigen Fasstyp

Es gibt natürlich auch Single Malts, die aus nur einem einzigen Fass stammen. Also als Single Cask Abfüllung bezeichnet werden. Vor allem unabhängige Abfüller wie Gordon Macphail und Signatory kaufen von Brennereien einzelne Fässer und füllen diese in streng limitierter Auflage ab. Wer es besonders exklusiv mag, sollte keinesfalls die Cooper’s Choice Serie verpassen. Diese Auflagen übersteigen dann nur selten die Stückzahl von 600 Flaschen und bieten sich vor allem für Sammler an. Da die Standardgröße eines Fasses - zumindest in Schottland - ein Hogshead mit einem Fassungsvolumen von 250 Liter ist, kann man sich ungefähr ausrechnen wie viele 0,70 l Flaschen dabei herauszuholen sind. Natürlich kommt es dann noch darauf an, ob es eine Cask Strength Abfüllung ist oder nicht. In der Regel wird dem Whisky bei der Abfüllung Wasser beigefügt um eine angenehme Trinkstärke von 40-46 % Alkoholvolumen zu erreichen. Single Malt wird meist 2-fach destilliert und der New Make kommt so meist auf ca 63,5% vol. bei der Abfüllung in die Fässer. Ein Single Malt, der direkt ohne Beimischung von Wasser auf den Markt kommt erhält den Beinamen Cask Strength, also Fassstärke. Während der Reifezeit sinkt der Alkohlgehalt durch die Verdunstung von Alkohol. Bei diesem verflüchtigten Teil des Whiskys handelt es sich um den berühmten Anteil der Engel, den sog. Angels’ Share.

Einen enormen Einfluss auf den Geschmack haben die Fasstypen in denen der Single Malt gelagert wird. So werden Whiskys nicht in neuen, frischen Virgin Oak Fässern (oder zumindest nur selten), sondern vor allem in Ex-Bourbon, Sherry- oder Portweinfässern gelagert. Die Intensität und die Art der Aromen, die ausgetauscht werden hängt darüber hinaus auch von der Beschaffenheit des Holzes ab. Ist es besonders porös oder besonders dicht? Frische des Fasses (1st Fill oder Refill) und eventuelle Finishes in anderen Fasstypen haben darüber hinaus auch einen großen Einfluss auf die geschmackliche Komposition.

Während also beispielsweise Bourbon Whiskey immer in neuen amerikanischen Eichenfässern reifen muss und damit immer eine gewisse typische Vanillenote auftauchen wird, haben Single Malt Whiskys diese Einschränkung nicht. Wenn ein Single Malt auchschließlich in Sherry- und Portweinfässern gelagert wird, können demnach würzige Noten und der Geschmack von Trockenfrüchten dominieren.

Klimatische Einflüsse auf Single Malt Whisky

Der Austausch zwischen Holz und Fassinhalt ist auch vom Klima abhängig. So fällt der Angels’ Share im kühlen und milden Klimas Schottland geringer aus als im schwül heißen Klimas Taiwans. Sodass der Whisky der taiwanesischen Brennerei Kavalan beispielsweise ähnliche Geschmacksnuancen entwickelt wie wesentlich ältere Single Malts aus einer der schottischen Speyside Brennereien. Genauso wie das Makroklima kann aber schon die Positionierung im Lagerhaus selbst Einfluss auf den Reifeprozess haben, denn Wärme steigt bekanntermaßen nach oben. Daher kommt es häufig vor, dass die Fässer in einem komplexen Rotationverfahren mehrere Positionen im Lagerhaus durchlaufen.

Single Malt Whisky kann sich daher einer schier endlosen geschmacklichen Vielfalt erfreuen, sodass für die unterschiedlichsten Vorlieben etwas dabei ist.

Die Gretchen-Frage des Whisky-Fans: Wie hältst Du es mit dem Torf im Whisky? Oder: Man unterscheidet zwischen rauchigen und nicht-rauchigen Single Malt Whiskys

Malz entsteht da wo Getreide zuerst eingeweicht und dann gedarrt wird. In Großbritannien war eines der wichtigsten Heizmittel Torf. Daher wurde auch die Gerste über Torffeuern getrocknet oder eben gedarrt. Ursprünglich nur aus der Not geboren, hat Torf einen entscheidenden Einfluss auf den Geschmack eines Whiskys über deren Vorzug sich die Geister entschieden teilen. Torf besteht je nach klimatischer Beschaffenheit aus einer Mischung abgestorbener Baumwurzeln, Riedgräsern, Heidekräutern und Moosen. In der Speyside hat man viele Heidekräuter, auf Islay kommen hingegen vor allem Algen im Torf vor, was unter anderem den typisch salzig maritimen Geschmack verursacht. Torfige Single Malts können daher so unterschiedlich wie die Beschaffenheit des Torfes selbst schmecken. Manche schrecken daher vor torfigen Single Malts zurück, weil sie vor allem an die denken, die diesen speziellen Islay-Charakter haben wie Caol Ila in extremis und in anderer Form Ardbeg oder Laphroig. Allerdings gibt es auch rauchige Single Malts wie den Ballechin 10 Jahre der Edradour Brennerei, der mehr an warmes Holzofenfeuer und Weihnachtsgebäck erinnert als an Meer, da der Whisky zum Teil in Ex-Sherry-Fässern reifen konnte.

Im Gegensatz zu berühmten rauchigen Single Malts wie Lagavulin 16 Jahre und dem Bowmore 12 Jahre, gibt es Single Malts, die auch ohne torfige Aromen über ausgesprochene Expressivität verfügen. Berühmte, nicht torfige Single Malts sind der Dalwhinnie 15 Jahre und der Aberlour 10 Jahre oder der Suntory Yamazaki 12 Jahre, der allerdings - der Knappheit geschuldet - auch mit einem heftigen Preis versehen ist. Genauso wie es bei den rauchigen Single Malts maritim salzig anmutende gibt, so gibt es auch bei den nicht-rauchigen Single Malts just diese maritime Noten. Wer dieses Aroma zu schätzen weiß, sollte unbedingt einen Single Malt der Old Pulteney Brennerei austesten.

Welcher Single Malt passt zu mir?

Probieren geht über studieren und man kann sich immer wieder überraschen lassen. Dennoch gibt es ein paar geschmackliche Parameter, an denen man sich orientieren kann, um persönliche vorlieben herauszufinden:

  • - Rauchig vs. weich: die rauchigsten Exemplare findet man sicherlich auf der Insel Islay. Weiche Single Malts kann man bei einer der vielen Speyside Brennereien finden, deren Whiskys mit feingliedrigem und vielschichtigem Körper, Eleganz und perfekter Ausgewogenheit punkten können.

 

  • - Leicht vs komplex: Leichte Single Malt Whiskys finden sich vor allem in den schottischen Lowlands. Dort wird nämlich der Whisky weitestgehend aus ungetorftem Malz produziert. Der Lowland Whisky wird daher besonders mild und Vertreter aus dieser Region bieten sich daher vor allem für Einsteiger an. Auch die irischen Single Malts zählen in der Regel zu den leichteren und meist milderen Whiskys. Gerade in den nödlichen Highlands hingegen trifft man auf wesentlich schwerere Single Malt Whiskys.

whic-Flavour-Map Ardbeg 10 Jahre Laphroaig 10 Jahre Caol Ila 12 Jahre Talisker 10 Jahre Bowmore 12 Jahre Lagavulin 16 Jahre Talisker 18 Jahre Highland Park 12 Jahre Sprinbank 10 Jahre Sprinbank 10 Jahre Oban 14 Jahre Cragganmore 12 Jahre Bruichladdich 15 Jahre Mortlach 16 Jahre Dalwhinnie 15 Jahre Cardhu 12 Jahre Royal Lochnagar 12 Jahre Glen Elgin 12 Jahre Clynelish 14 Jahre The Singleton of Dufftown 12 Jahre Macallan 10 Jahre Glenkinchie 12 Jahre Glenlivet 12 Jahre Glenkinchie Distillers Edition Isle of Jura 10 Jahre Glenfiddich 12 Jahre Glenmorangie 10 Jahre Aberlour 10 Jahre Bunnahabhain 12 Jahre Knockando 12 Jahre Glen Spey 12 Jahre Scapa 16 Jahre

Durch die unterschiedlichen Einflüsse von Zutaten (Gerste, Hefe, Wasser, Torf ja oder nein), über die Destillation (Brennblasenform und -typ: Continous Stills (sehr ungewöhnlich, siehe Nikka Coffey Malt) vs.Pot Stills) bis hin zur Lagerung (Fasstypen, Klima, Alter), ergibt jeder Single Malt einen geschmacklichen Fingerabdruck seiner Herkunft bzw. des Terroir eines ganz bestimmten Fleckchens unserer Erde und den Vorstellungen von gutem Geschmack eines bestimmten Brennerei-Teams. Ein Hoch auf die Vielfalt.